Produktcheck Kinderinvaliditätsversicherung Junior Plus DEVK

Annette Jäger
von Annette Jäger
07.05.2014
Auf einen Blick

Eine Kinderinvaliditätsversicherung leistet nicht nur bei Invalidität durch einen Unfall, sondern auch durch Krankheit. Wie gut ist der Tarif Junior Plus der DEVK?

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Merkmale: Die Police kann man ab dem ersten Geburtstag abschließen. Die Höhe der Versicherungssumme ist ab 17.000 Euro bis maximal 200.000 Euro frei wählbar. Der Tarif kostet bei einer Versicherungssumme von 200.000 Euro 214 Euro im Jahr und sieht zudem eine einmalige Kapitalzahlung vor.
Im Leistungsfall wird der Grad der Invalidität in Prozent festgelegt. Ab 25 Prozent Invalidität besteht beispielsweise Anspruch auf 24 Prozent der Versicherungssumme. Bei einer Invalidität von 50 Prozent erhält man 100.000 Euro, wenn man eine Versicherungssumme von 200.000 Euro gewählt hat. Der Tarif enthält eine sogenannte Mehrleistung. Sie greift ab 90 Prozent Invalidität und führt zu einer Verdopplung der Auszahlung. Bei einer kompletten Invalidität ergäbe das dann 400.000 Euro.

Stärken: Auch Vergiftungen gelten als Unfall sowie Erfrierungen. Die Police ist mit 214 Euro im Jahr günstig.

Schwächen: Die Police enthält – wie leider sehr viele Kinderinvaliditätspolicen – viele Ausschlüsse. So gibt es beispielsweise keine Leistung bei epileptischen Anfällen, Vergiftungen durch Lebensmittel, Extremsportarten und Gesundheitsschäden durch Operationen. Die Stärke - günstiger Preis – zieht eine Schwäche nach sich: Es gibt keine lebenslange Rente.

Wettbewerber:
Die meisten Anbieter gewähren eine Kombination aus Kapitalzahlung und lebenslanger Rente. Das kostet mehr: Die Basler (Tarif Junior Schutz Plus) verlangt 420 Euro im Jahr (bis 14. Lebensjahr, danach 543 Euro) für eine lebenslange Rente von 1.000 Euro bei 50-prozentiger Invalidität. Die WGV (Tarif KIZ) verlangt 354 Euro.

Fazit: Im Ernstfall ist der DEVK-Tarif nur eine Ersthilfe, vor allem so lange die Mehrleistung noch nicht greift. Das reicht kaum aus, um ein ganzes Leben in Invalidität zu finanzieren. Wer zwischen 12 und 17 Euro im Monat mehr ausgeben kann, setzt besser auf eine Police mit Rentenzahlung.

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während meines Studiums der Neueren Geschichte in München begann ich als freie Journalistin zu arbeiten, unter anderem für die Süddeutsche Zeitung. Im Jahr 2000 kam ich zu biallo.de, damals waren Versicherungsthemen für mich Neuland, über Gesundheitspolitik las ich in der Zeitung oder bekam die Auswirkungen als Patientin zu spüren.

Schnell stellte ich fest, dass der unverstellte Blick von außen durchaus von Vorteil ist bei der kritischen Aufbereitung dieser Themen. Bei Biallo schreibe ich noch immer über Versicherungen, Gesundheit und Soziales. Neuland sind diese Themen heute nicht mehr.

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während meines Studiums der Neueren Geschichte in München begann ich als freie Journalistin zu arbeiten, unter anderem für die Süddeutsche Zeitung. Im Jahr 2000 kam ich zu biallo.de, damals waren Versicherungsthemen für mich Neuland, über Gesundheitspolitik las ich in der Zeitung oder bekam die Auswirkungen als Patientin zu spüren.

Schnell stellte ich fest, dass der unverstellte Blick von außen durchaus von Vorteil ist bei der kritischen Aufbereitung dieser Themen. Bei Biallo schreibe ich noch immer über Versicherungen, Gesundheit und Soziales. Neuland sind diese Themen heute nicht mehr.

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