Produktcheck Pflegezusatzversicherung Deutsche Familienversicherung

Annette Jäger
von Annette Jäger
09.02.2016
Auf einen Blick

Die Deutsche Familienversicherung verfolgt einen neuen Ansatz in der privaten Pflegezusatzversicherung: seit 2015 gibt es den Tarif DFV-DeutschlandPflege Verdopplung/Verdreifachung. Was leistet er?

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Merkmale

Referenzgröße für den Tarif ist der staatliche Pflegezuschuss. Wer eine Leistung in Pflegestufe 0 bis 3 vom Staat erhält, kann diese je nach Tarif verdoppeln oder verdreifachen: Bei 545 Euro Pflegegeldzuschuss in Pflegestufe II, zahlt der Versicherer bei der Tarifvariante Verdopplung ebendiesen Betrag aus, bei der Verdreifachung 1.090 Euro. Bei Pflege im Heim zahlt er in Stufe II 1.330 Euro (doppelt) bzw. 2.660 Euro (dreifach). Egal wo und wie die Pflege erfolgt – es gilt immer: staatliche Leistung wird verdoppelt oder verdreifacht. Der Tarif Verdopplung kostet für einen 55-Jährigen 39,27 Euro im Monat, die Verdreifachung 78,54 Euro.

Stärken

Es gibt keine Wartezeit, der Versicherer leistet sofort nach Eingang des ersten Monatsbeitrags. Der Betrag bleibt über die Laufzeit stabil, außer, Faktoren wie das Pflegerisiko in Deutschland ändern sich erheblich. Die monatlichen Beiträge entfallen sobald die Einstufung in eine Pflegestufe erfolgt.

Schwächen

Wer eine Versorgung zuhause plant, ist gerade beim Verdopplungstarif möglicherweise zu gering abgesichert. Der Tarif lässt wenig Spielraum – er ist immer an die staatlichen Leistungen gekoppelt.

Wettbewerber

Das Produkt ist kaum mit üblichen Pflegetagegeldversicherungen zu vergleichen, die ganz anders funktionieren: sie zahlen unabhängig vom staatlichen Zuschuss einen festen Tagessatz je nach Pflegestufe. Die Hanse Merkur leistet im Tarif PA für rund 48 Euro im Monat beim obigen Modellkunden 1.500 Euro im Monat in Pflegestufe III, 750 Euro in Stufe II und 375 Euro in den Stufen 0 und I. Die Axa verlangt im Tarif Flex für ähnliche Leistungen rund 63 Euro im Monat.

Fazit: Der Tarif punktet vor allem bei der Pflege durch Profis – zuhause durch einen ambulanten Pflegedienst oder im Heim – dann ist schon die Verdopplungs-Variante vielen herkömmlichen Tagesgeldtarifen im Leistungsumfang deutlich überlegen.

 

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während meines Studiums der Neueren Geschichte in München begann ich als freie Journalistin zu arbeiten, unter anderem für die Süddeutsche Zeitung. Im Jahr 2000 kam ich zu biallo.de, damals waren Versicherungsthemen für mich Neuland, über Gesundheitspolitik las ich in der Zeitung oder bekam die Auswirkungen als Patientin zu spüren.

Schnell stellte ich fest, dass der unverstellte Blick von außen durchaus von Vorteil ist bei der kritischen Aufbereitung dieser Themen. Bei Biallo schreibe ich noch immer über Versicherungen, Gesundheit und Soziales. Neuland sind diese Themen heute nicht mehr.

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während meines Studiums der Neueren Geschichte in München begann ich als freie Journalistin zu arbeiten, unter anderem für die Süddeutsche Zeitung. Im Jahr 2000 kam ich zu biallo.de, damals waren Versicherungsthemen für mich Neuland, über Gesundheitspolitik las ich in der Zeitung oder bekam die Auswirkungen als Patientin zu spüren.

Schnell stellte ich fest, dass der unverstellte Blick von außen durchaus von Vorteil ist bei der kritischen Aufbereitung dieser Themen. Bei Biallo schreibe ich noch immer über Versicherungen, Gesundheit und Soziales. Neuland sind diese Themen heute nicht mehr.

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