Produktcheck Hole-in-One-Versicherung für Golfer dvm

Annette Jäger
von Annette Jäger
29.03.2014
Auf einen Blick

Sportlichen Erfolg über eine Versicherungspolice abzusichern, hört sich kurios an. Bei Golfern ist das möglich. Aber ist das auch sinnvoll?

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Merkmale: Der Extraschutz für Golfer, vertrieben vom Maklerbüro Thomas Krüger, ist eine Deckungserweiterung der Hausratversicherung, Tarif Komfort, der Helvetia. Kernstück ist die Hole-in-One-Versicherung für 20 Euro im Jahr: Die Golf-Etikette sieht vor, dass der Golfer bei einem Hole in One (HIO) – wenn er mit dem ersten Schlag den Ball einlocht - die Mitgolfer auf einen Drink einladen muss. Die Zusatzpolice übernimmt dann für diesen - in einer Golferkarriere sehr seltenen - Fall die Kosten, maximal 1.000 Euro. Zudem ist der Diebstahl der Ausrüstung auf Reisen im Ausland abgesichert: 500 Euro, wenn sie aus der Kfz-Dachbox entwendet wird, und ein Prozent der Versicherungssumme der Hausratpolice, maximal 3.000 Euro, wenn sie aus einem Spind oder Schließfach geklaut wird.

Stärken: Die Police gilt weltweit. Sie kann sofort für die aktuelle Saison abgeschlossen werden. Mit seiner Hausratversicherung muss man dann zur nächsten Fälligkeit zur Helvetia wechseln.

Schwächen: Die Hole-in-One-Rechnung wird nur dann beglichen, wenn der Ball im Rahmen eines offiziellen Turniers eingelocht wurde. Der Schutz bei Diebstahl ist mit einem Prozent der Versicherungssumme nicht gerade üppig, zumal eine Golfausrüstung oft Tausende kostet. Zudem ist eine Bindung an die Helvetia Pflicht, obwohl diese nicht immer zu den günstigsten Anbietern gehört.

Wettbewerber: Sportgeräte sind in der Hausratpolice abgesichert – gegen Aufpreis geht das umfangreicher, etwa bei der Zurich. Andere Unternehmen bieten Golferschutzbriefe mit noch größerem Leistungsspektrum an, beispielsweise vom Versicherungsmakler Genuth&Co in Berlin für 76,49 Euro im Jahr, erhältlich auch bei Hanse Merkur.

Fazit: Die Diebstahlabsicherung überzeugt im Umfang nicht. Wer es sich leisten kann, dem teuren Sport Golf nachzugehen, sollte sich bei einem HIO nicht lumpen lassen, für die Drinks geradezustehen. Wer meint, sich für dieses Seltenheitserlebnis extra absichern zu müssen, überschätzt entweder sein golferisches Können oder ist ein Geizkragen.

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während meines Studiums der Neueren Geschichte in München begann ich als freie Journalistin zu arbeiten, unter anderem für die Süddeutsche Zeitung. Im Jahr 2000 kam ich zu biallo.de, damals waren Versicherungsthemen für mich Neuland, über Gesundheitspolitik las ich in der Zeitung oder bekam die Auswirkungen als Patientin zu spüren.

Schnell stellte ich fest, dass der unverstellte Blick von außen durchaus von Vorteil ist bei der kritischen Aufbereitung dieser Themen. Bei Biallo schreibe ich noch immer über Versicherungen, Gesundheit und Soziales. Neuland sind diese Themen heute nicht mehr.

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während meines Studiums der Neueren Geschichte in München begann ich als freie Journalistin zu arbeiten, unter anderem für die Süddeutsche Zeitung. Im Jahr 2000 kam ich zu biallo.de, damals waren Versicherungsthemen für mich Neuland, über Gesundheitspolitik las ich in der Zeitung oder bekam die Auswirkungen als Patientin zu spüren.

Schnell stellte ich fest, dass der unverstellte Blick von außen durchaus von Vorteil ist bei der kritischen Aufbereitung dieser Themen. Bei Biallo schreibe ich noch immer über Versicherungen, Gesundheit und Soziales. Neuland sind diese Themen heute nicht mehr.

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