Private Haftpflichtversicherung Auf die Extras kommt es an

Annette Jäger
von Annette Jäger
19.07.2014
Auf einen Blick

Police ist nicht gleich Police - das beste Beispiel dafür ist die private Haftpflichtversicherung. Denn ob man gut abgesichert ist, entscheiden Details.

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Die private Haftpflichtversicherung deckt Schäden ab, die man anderen Personen oder auch Sachgütern zufügt. Damit ist die Police gleich nach der Krankenversicherung die wichtigste Police in ausnahmslos jedem Haushalt. Doch der Leistungsumfang der angebotenen Tarife variiert. Je nach persönlicher Lebenssituation kann das eine oder andere Leistungsdetail im Schadensfall große Bedeutung haben.

Fremdworte mit großer Wirkung

Eine Forderungsausfalldeckung ist ein sperriges Wort, aber eine wichtige Versicherungsleistung bei der privaten Haftpflichtversicherung. Schädigt eine andere Person den Versicherungsnehmer, verfügt aber weder über eine private Haftpflichtversicherung noch über ausreichendes privates Vermögen, um für den Schaden aufzukommen, springt die eigene Police ein und gewährleistet die Finanzierung. Es werden jedoch nur Schäden anerkannt, für die ein rechtskräftiges Urteil besteht und die eine festgelegte Mindesthöhe erreichen. Die private Haftpflichtversicherung sollte Schäden ab 2.500 Euro decken.

Auch Leistung bei Regressansprüchen von Sozialversicherungsträgern ist ein wichtiges Detail für unverheiratete Paare: Verursacht beispielsweise auf einer Fahrradtour einer der Partner einen Unfall, bei dem der Lebensgefährte verletzt wird, kann es passieren, dass die gesetzliche Krankenkasse die Behandlungskosten dem Partner in Rechnung stellt, der den Unfall verursacht hat.

Lebenssituation beeinflusst Leistungsdetails der privaten Haftpflichtversicherung

Bevor man eine private Haftpflichtversicherung abschließt, lohnt es sich zu prüfen, ob auch die persönlichen Risiken abgedeckt sind. Wer zum Beispiel ein Ehrenamt ausübt, sollte darauf achten, dass die Police Schäden deckt, die durch die Tätigkeit entstehen können. Das Gleiche gilt, wenn man als Tagesmutter arbeitet.

Inzwischen ist es fast für alle Verbraucher wichtig, dass die Versicherung auch bei Schäden durch Internet- und E-Mailnutzung leistet. Denn die Übermittlung und Bereitstellung elektronischer Daten, etwa durch E-Mail oder Internet, ist mit Risiken verbunden, die zur Haftung führen können. Ein weiteres Thema sind Gefälligkeitshandlungen - sie sind nicht in allen Policen gedeckt. Klassisches Beispiel: die Hilfe beim Umzug. Geht dabei etwas zu Bruch, weil man anderen Kisten schleppen hilft, zahlt die private Haftpflichtversicherung nicht automatisch - nur, wenn die Police solche Tätigkeiten explizit abdeckt. Das Gleich gilt für geliehene oder gemietete Gegenstände. Ebenso können es Allmählichkeitsschäden in sich haben, ein Detail, dem man oft keine Beachtung schenkt: Schäden durch allmähliche Einwirkung von Hitze oder Kälte, Gasen oder Feuchtigkeit können teuer werden.

Preiswert ist nicht gleich schlecht

Die Beiträge für private Haftpflichtversicherungen variieren erheblich. Eine Familie zahlt im Jahr ab rund 60 Euro - es gibt aber auch Verträge für 160 Euro. Dabei ist günstig nicht gleich schlechtl, im Gegenteil: Es gibt sehr gute, günstige Policen. Wie immer gilt: Auf die Details kommt es an. Mit unserem Versicherungsrechner zur Haftpflichtversicherung finden Sie viele Tarifangebote. Über die Funktion "vergleichen" können Sie die Leistungsdetails von jeweils drei Tarifen genau unter die Lupe nehmen.

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während meines Studiums der Neueren Geschichte in München begann ich als freie Journalistin zu arbeiten, unter anderem für die Süddeutsche Zeitung. Im Jahr 2000 kam ich zu biallo.de, damals waren Versicherungsthemen für mich Neuland, über Gesundheitspolitik las ich in der Zeitung oder bekam die Auswirkungen als Patientin zu spüren.

Schnell stellte ich fest, dass der unverstellte Blick von außen durchaus von Vorteil ist bei der kritischen Aufbereitung dieser Themen. Bei Biallo schreibe ich noch immer über Versicherungen, Gesundheit und Soziales. Neuland sind diese Themen heute nicht mehr.

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während meines Studiums der Neueren Geschichte in München begann ich als freie Journalistin zu arbeiten, unter anderem für die Süddeutsche Zeitung. Im Jahr 2000 kam ich zu biallo.de, damals waren Versicherungsthemen für mich Neuland, über Gesundheitspolitik las ich in der Zeitung oder bekam die Auswirkungen als Patientin zu spüren.

Schnell stellte ich fest, dass der unverstellte Blick von außen durchaus von Vorteil ist bei der kritischen Aufbereitung dieser Themen. Bei Biallo schreibe ich noch immer über Versicherungen, Gesundheit und Soziales. Neuland sind diese Themen heute nicht mehr.

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