Produktcheck Krankenzusatz-Versicherung Huk-Coburg

Annette Jäger
von Annette Jäger
08.03.2016
Auf einen Blick

Eine Zusatzversicherung für den Krankenhausaufenthalt sichert ein Plus an Leistungen – der Kassenversicherte wird zum Privatpatienten. Wie gut ist der Tarif SZ der Huk-Coburg?

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Merkmale

Der Tarif sichert die Chefarztbehandlung im Krankenhaus, eine Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer und die freie Klinikwahl, soweit das Krankenhaus gesetzlich versicherten Patienten offensteht. Der Versicherte gilt somit im Krankenhaus als Privatpatient, was alle Untersuchungen und Behandlungen einschließt. Die Form der Unterkunft – Ein- oder Zweibettzimmer – entscheidet der Patient bei Aufnahme im Krankenhaus. Der Tarif kostet für einen 35 Jahre alten Versicherungsnehmer 33,49 Euro im Monat.

Stärken

Verzichtet der Patient auf die bessere Unterbringung sowohl im Einbett-, als auch im Zweibettzimmer, erhält er ein Krankenhaustagegeld von 40 Euro, verzichtet er auf die Chefarztbehandlung, stehen ihm 30 Euro täglich zu – zusammen also 70 Euro, eine vergleichsweise hohe Summe. Bei einer medizinisch notwendigen Aufnahme einer Begleitperson – etwa bei Kindern - gibt es 15 Euro pro Tag.

Schwächen

Arzthonorare werden zwar bis zum Höchstsatz der Gebührenordnung für Ärzte übernommen, manche Ärzte verlangen jedoch noch mehr. Das erstattet die Huk-Coburg nur, wenn der Versicherte vorher den Service der Spezialistensuche nutzt. Dabei benennt das Unternehmen einen Arzt bzw. ein Krankenhaus, bei dem dann auch über die Höchstsätze hinaus erstattet wird. Bei ambulanten OPs wird keine Chefarztbehandlung gewährt.

Wettbewerber

Die Hanse Merkur verlangt für den vergleichbaren Tarif PSG für oben genannten Modellkunden 35,17 Euro im Monat. Die Gothaer unterscheidet zwischen Ein- und Zweibettzimmer: das Einbettzimmer im Tarif MedClinic 1 kostet 49,85 Euro im Monat, das Zweibettzimmer, Tarif MedClinic 2, 37,82 Euro.

Fazit: Der Tarif der Huk-Coburg bietet ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis und sichert - mit kleinen Einschränkungen was die freie Arztwahl angeht - alle wichtigen Leistungen ab.

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während meines Studiums der Neueren Geschichte in München begann ich als freie Journalistin zu arbeiten, unter anderem für die Süddeutsche Zeitung. Im Jahr 2000 kam ich zu biallo.de, damals waren Versicherungsthemen für mich Neuland, über Gesundheitspolitik las ich in der Zeitung oder bekam die Auswirkungen als Patientin zu spüren.

Schnell stellte ich fest, dass der unverstellte Blick von außen durchaus von Vorteil ist bei der kritischen Aufbereitung dieser Themen. Bei Biallo schreibe ich noch immer über Versicherungen, Gesundheit und Soziales. Neuland sind diese Themen heute nicht mehr.

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während meines Studiums der Neueren Geschichte in München begann ich als freie Journalistin zu arbeiten, unter anderem für die Süddeutsche Zeitung. Im Jahr 2000 kam ich zu biallo.de, damals waren Versicherungsthemen für mich Neuland, über Gesundheitspolitik las ich in der Zeitung oder bekam die Auswirkungen als Patientin zu spüren.

Schnell stellte ich fest, dass der unverstellte Blick von außen durchaus von Vorteil ist bei der kritischen Aufbereitung dieser Themen. Bei Biallo schreibe ich noch immer über Versicherungen, Gesundheit und Soziales. Neuland sind diese Themen heute nicht mehr.

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