Hundehaftpflichtversicherung Auch Schoßhunde können Schäden anrichten

von Klaus Winter
15.09.2015
Auf einen Blick

Wenn der eigene Hund einen Schaden anrichtet, zahlt der Hundehalter. Eine Hundehaftpflichtversicherung ist daher Pflicht, wobei es guten Schutz schon günstig gibt.

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Juristsich ist es ganz einfach: „Der Halter haftet, wenn sein Hund einen Schaden anrichtet. Und dies unabhängig vom Verschulden“, so Mandy Fock vom Bund der Versicherten. Das heißt: Es besteht eine Haftung mit dem ganzen Vermögen und dies sogar zeitlich unbegrenzt. Trotzdem sind Millionen Hunde in Deutschland nicht versichert. Viele Herrchen und Frauchen gehen davon aus, dass ihr Hündchen „das“ eben nicht macht und niemandem jemals einen Schaden zufügen würde.

Kleiner Unfall – großer Schaden

Auch ein wirklich gut erzogener Hund kann beim Spielen zufällig einen Radfahrer erschrecken, der daraufhin stürzt. Kurz darauf ist klar: Der Radfahrer ist schwer verletzt, er wird vielleicht nie wieder arbeiten können. Zu Schmerzensgeldforderungen kommen die Forderungen der Ärzte und der Lohnausfall bzw. die Rente, die der Hundehalter zahlen muss. Ohne Hundehaftpflichtversicherung besteht also ein großes finanzielles Risiko.

Gut abgesichert mit der Hundehaftpflichtversicherung

Ein anderer Fall: Einige Jungen aus der Nachbarschaft ärgern Ihren Hund, der daraufhin zuschnappt. Einer der Jungs erschrickt, weicht zurück, stürzt und verletzt sich schwer. Die Eltern des Jungen wollen Sie verklagen und verlangen Schmerzensgeld – Sie sehen das nicht ein, weil der Hund provoziert wurde. Eine Hundehalterhaftpflicht hilft Ihnen in einem solchen Fall und wehrt möglicherweise unberechtigte Ansprüche ab.

Hundehaftpflichtversicherung: Das ist wichtig für den Schutz

Entscheidend ist zum einen die Deckungssumme. Bis zu 50 Millionen Euro können abgesichert werden – mindestens zehn Millionen sollten es sein. „Denn vor allem bei Personenschäden können die Schadenssummen durch Schmerzensgeld oder Verdienstausfall schnell ungeahnte Höhen erreichen“, erklärt Martina Faßbender von der Gothaer. Viele Hundehaftpflichtversicherungen sehen eine Selbstbeteiligung vor. Die soll helfen, die Prämie niedrig zu halten – aber mehr als 150 Euro sollten Sie als Selbstbeteiligung nicht akzeptieren, da Sie sonst vor allem bei kleineren Schäden einen sehr hohen Eigenanteil haben.

Forderungsausfall: Auf diesen Baustein nicht verzichten

Noch immer sind in Deutschland viele Hundebesitzer ohne Hundehaftpflichtversicherung. Fatal, wenn Sie von jemandem ohne Versicherungsschutz geschädigt werden und derjenige den Schaden auch nicht selbst begleichen kann. Eine Forderungsausfalldeckung hilft für diesen Fall, weil sie die Schäden anderer Tierbesitzer reguliert, wenn diese finanziell selbst nicht in der Lage sind.

Immer up to date?

Egal, wie gut Ihre Bedingungen heute sind: Morgen können sie gegenüber neuen Hundehaftpflichtversicherungen schon wieder schlechter werden. Gut also, wenn Versicherungsnehmer von diesen Verbesserungen automatisch profitieren. „Der Bund der Versicherten hat in den letzten Jahren beobachtet, dass sich die Bedingungswerke im Bereich der Privathaftpflichtversicherung zunehmend verbessert haben. Daher sollte man seinen Versicherungsvertrag regelmäßig an das aktuelle Tarifwerk anpassen. Einige Versicherer bieten im Rahmen der sogenannten Innovationsklausel die Möglichkeit, dass künftige Bedingungsverbesserungen automatisch auch Bestandteil in alten Verträgen werden“, so Mandy Fock vom Bund der Versicherten.

Private Haftpflichtversicherung reicht nicht

Die normale private Haftpflichtversicherung ist übrigens kein Ersatz für die Hundehaftpflichtversicherung. „Die private Haftpflicht übernimmt nur Schäden, die von Kleintieren – wie Katzen, Meerschweinchen oder Vögeln – angerichtet werden. Hunde sind über die private Haftpflichtversicherung nicht geschützt und müssen immer mit einer Hundehalterhaftpflichtversicherung abgesichert werden“, so Martina Faßbender. Um eine Hundehaftpflicht kommt also kein Hundehalter herum.

Wechsel rechnet sich!

Einen sehr guten Schutz als Preis-Leistungssieger bekommen Hundehalter bei der GVO Versicherung: Für einen deutschen Schäferhund werden dort 50,78 Euro Jahresprämie fällig. Dafür gibt es zehn von zwölf Leistungspunkten, mit denen die Qualität der Versicherungsbedingungen im Biallo-Hundehaftpflichtversicherungsvergleich bewertet werden. Volle Punktzahl gibt es übrigens bei der Hanse Merkur, die mit einer Jahresprämie von 58,42 Euro unser Leistungssieger ist .

Tipp: Berechnen Sie jetzt selbst den Tarif der Hundehaftpflichtversicherung, der zu Ihnen passt. Wechsler können nicht nur bares Geld sparen, sondern eine neue Hundehaftpflichtversicherung mit deutlich stärkeren Leistungen erhalten.

Vergleich Tierhalterversicherung

  Anbieter Tarif Beitrag  
1 BlueLine-5Mio 55,81 Euro weiter
2 NV 5Mio 57,12 Euro weiter
3 Versicherung-TierPremium-5Mio 58,31 Euro weiter
4 5 Mio Deckung 58,42 Euro weiter
5 Tarif Prokundo 58,91 Euro weiter
Hundehalter, 30 Jahre, Golden Retriever, mind. 5 Mio. Versicherungssumme, 3 Jahre Vertragslaufzeit, ohne SB, pro Anbieter nur 1 Tarif, Prämie pro Jahr.
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