Irrtümer bei der Kfz-Versicherung – Vertrag

Kfz-Police Irrtümer bei der Kfz-Versicherung – Vertrag

Thomas Brummer
von Thomas Brummer
12.10.2016
Auf einen Blick

Der 30. November ist der Stichtag für den Wechsel der Kfz-Versicherungen. Die gängigsten Irrtümer in Sachen Kfz-Policen:

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Bei der Kfz-Versicherung kursieren etliche Halbwahrheiten und Vermutungen. Der Bund der Versicherten räumt mit einigen Fehlannahmen auf. Klassische Fälle:

Falsche Kilometerangaben

Die angegebene Jahreslaufleistung habe ich immer wieder überschritten. Meine Versicherung hat das nun bemerkt und fordert Geld von mir. Ist das rechtens? Grundsätzlich darf sich die Versicherung regelmäßig nach dem Kilometerstand erkundigen. In den meisten Verträgen ist sogar festgelegt, dass Änderungen wie ein Überschreiten der Jahreskilometerpauschale gemeldet werden müssen. Geschieht das nicht, kann die Versicherungsgesellschaft Prämien nachfordern.

Rückstufung trotz Rabattschutz?

Wenn Sie einen Rabattschutz in Ihr Versicherungspaket aufnehmen, so kann das praktisch sein. Ist ein entsprechender Schaden entstanden, bleiben Sie im Folgejahr in der bisherigen Schadensfreiheitsklasse. Problematisch wird es erst bei einem Anbieterwechsel. Der Nachversicherer erhält jenen Schadensfreiheitsrabatt, der ohne Rabattschutz gültig wäre. Es kommt damit zur verspäteten Rückstufung.

Versicherung ist keine Flaterate

Viele Versicherte denken: So lange ich fleißig meine Beträge zahle, gilt für mich Narrenfreiheit – weit gefehlt. Wer regelmäßig Schäden meldet, muss mit einer sogenannten Sanierung rechnen. Das heißt Versicherungen wollen sich von solchen Kunden trennen und kündigen diesen. Ein anderer Versicherer muss allerdings auch solche problematischen Kunden aufnehmen, zumindest wenn es um die die Kfz-Haftpflichtversicherung geht.

Neue Versicherung übernimmt Schadenfreiheitsrabatt

Das ist häufig der Fall, ist aber nicht zwangsläufig so. Wenn der bisherige Anbieter eine Sondereinstufung - etwa für den Zweitwagen – gewährt, so muss die neue Versicherung das nicht auch so handhaben. Ebenso kann es bei einem Unfallschaden im Rahmen eines Rabattschutzes zu einer Schlechterstellung bei der neuen Versicherung kommen, wie oben beschrieben.

Nach dem Autoverkauf bin ich fein raus

Wenn Sie ein Auto verkaufen und dieses übergeben, sind Sie nicht mehr für Schäden verantwortlich. Das mag plausibel klingen, ist aber ein Riesenirrtum. Der Bund der Versicherten rät Verkäufern folgendes: Da anmeldepflichtige Fahrzeuge pflichtversichert sind, geht eine bestehende Kfz-Versicherung auf den Käufer über. Der Kfz-Versicherer sollte unverzüglich über die Veräußerung informiert werden. Das bedeutet aber nicht, dass alle Rechte und Pflichten zu dem Zeitpunkt komplett enden. Wird das Fahrzeug vom Käufer nicht umgemeldet, haften beide gesamtschuldnerisch für die Zahlung der Prämie. Wurde der Versicherer über die Abgabe des Fahrzeuges informiert, ist die Nachhaftung auf einen Monat begrenzt. Dem Käufer empfiehlt der Fachverband so vorzugehen: Solange das neue Fahrzeug nicht an- oder umgemeldet ist, sollte ein Kurzzeitkennzeichen genutzt werden. Damit ist gewährleistet, dass ausreichend Versicherungsschutz besteht.

Übertragung des Schadensfreiheitsrabatts auf Verwandte

Unter bestimmten Voraussetzungen lassen sich Schadensfreiheitsklassen auf andere Personen übertragen. Aber: Die meisten Versicherer gestatten es nur Verwandten ersten Grades, einen Rabatt zu übernehmen, also etwa Eltern und Kindern oder Geschwistern. Gerade bei Führerscheinfrischlingen gibt es jedoch ein Problem: Sie können nur so viele schadenfreie Jahre übernehmen, wie sie sich ab Führerscheinbeginn selber hätte erfahren können.

Die Versicherungsbeiträge unterscheiden sich kaum

Diese Annahme ist ebenso falsch wie kostspielig. Doch wie finde ich eine günstige Versicherung? Das ist ohne Hilfsmittel in der Tat ein Problem. Tipp: Nutzen Sie einfach den Biallo-Rechner zur Kfz-Versicherung. Wenn Sie dabei Ihren Fahrzeugschein griffbereit haben, gelangen Sie noch schneller zu den preiswertesten Versicherungen. Hier gelangen Sie zu den Typ- und Regionalklassen 2017. Außerdem: Wussten Sie, dass alle 30 Minuten ein Auto in Deutschland geklaut wird.


Stephan Schweda, Versicherungsexperte beim Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) erklärt, wie sich Autofahrer schützen:

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Thomas Brummer
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Jahrgang 1985, schloss eine kaufmännische Ausbildung ab. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und war währenddessen als Werkstudent bei LV 1871 und Wealthcap (Fondsgesellschaft von Unicredit) tätig. Nach Beendigung des Studiums schrieb er für das Anlegermagazin „Der Aktionär“. Im Anschluss absolvierte er eine Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf.

Seit Januar 2014 ist er bei biallo.de und verfasst dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publiziert er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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Jahrgang 1985, schloss eine kaufmännische Ausbildung ab. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und war währenddessen als Werkstudent bei LV 1871 und Wealthcap (Fondsgesellschaft von Unicredit) tätig. Nach Beendigung des Studiums schrieb er für das Anlegermagazin „Der Aktionär“. Im Anschluss absolvierte er eine Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf.

Seit Januar 2014 ist er bei biallo.de und verfasst dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publiziert er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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