Privatrechtsschutz Hilfreich auch bei der Vorsorgeplanung

von Klaus Winter
10.03.2015
Auf einen Blick

Betreuung, Erbschaft, Vormundschaft: Das sind Themen, mit denen sich Ältere auseinandersetzen sollten – am besten mit Unterstützung durch eine Privatrechtsschutz.

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Die Rechtsschutzversicherung springt tatsächlich oft ein, wenn es um rechtliche Fragen zum Thema Patientenverfügung, Betreuung oder Familienrecht geht. Aber die Leistungen der Rechtsschutzversicherungen unterscheiden sich erheblich voneinander – hier sehen Sie, welche Tarife was leisten.

Vorsorgeverfügung und Patientenverfügung mit Privatrechtsschutz sicher gestalten

Mit einer Patientenverfügung haben Sie die Möglichkeit, einer Person Ihres Vertrauens eine Vollmacht für medizinische Entscheidungen zu erteilen, wenn Sie selbst solche Entscheidungen nicht mehr treffen können. Eine Vorsorgeverfügung geht noch weiter und erstreckt die Vollmacht auch auf andere Lebensbereiche. Wenn Sie sich rund um das Thema der Verfügungen anwaltlich beraten lassen wollen, muss Ihr Privatrechtsschutz dafür aufkommen. So übernimmt zum Beispiel die ARAG im Tarif Rechtsschutz Premium (Jahresprämie 83,25 Euro) Kosten für eine solche Beratung bis zu 250 Euro. Bis zu 1.000 Euro trägt die Rechtsschutzversicherung der Rechtsschutz Union im Tarif TopStar (Jahresprämie 144,59 Euro). In beiden Fällen kann die Beratung über den Privatrechtsschutz jedes Jahr aufs Neue in Anspruch genommen werden – so können Sie eine einmal erstellte Verfügung mithilfe des Privatrechtsschutzes regelmäßig aktualisieren lassen.

Tipp für Ihren Privatrechtsschutz:

Die Leistungen für diese Verfügungen sind im Privatrechtsschutz keine Selbstverständlichkeit! Informieren Sie sich daher genau, ob und in welchem Umfang die Kosten für Vorsorge- bzw. Patientenverfügungen vom Privatrechtsschutz getragen werden.

Privatrechtsschutz bei Betreuungsverfahren

Das deutsche Betreuungsrecht sieht vor, dass demjenigen ein Betreuer zu Seite gestellt wird, der selbst keine Entscheidungen mehr treffen kann. Die dafür erforderliche Betreuungsanordnung kann natürlich vom Betreuten rechtlich angefochten werden. Im Privatrechtsschutz gibt es einige Versicherer, die die Kosten für ein solches Anfechtungsverfahren übernehmen. Die D.A.S (Tarif Premium Rechtsschutz, Jahresprämie 121,00 Euro) finanziert solche Verfahren auch gerichtlich ohne Begrenzung auf eine bestimmte Kostenhöhe. Andere Versicherer wie zum Beispiel die Rechtsschutz Union unterstützen die Versicherten im Privatrechtsschutz bis zu einer Kostenhöhe von 1.000 Euro. Viele Rechtsschutzversicherer übernehmen die Kosten für Betreuungsverfahren gar nicht! Das gilt für die Deurag (Tarif 2014 Vario, Jahresprämie 114,95 Euro) ebenso wie für den HDI (Basis-Rechtsschutz, Jahresprämie 124,95 Euro) oder auch die Continentale (Tarif ConJure XXL, Jahresprämie 102,72 Euro).

Unser Fazit für Ihren Privatrechtsschutz

Wer einen umfassenden Privatrechtsschutz im Bereich der Vorsorgeverfügungen und des Betreuungsrechts sucht, der findet mit der Arag, der D.A.S. und der Rechtsschutz Union gute Versicherer. Die Arag ist dabei im Privatrechtsschutz mit einer Jahresprämie von 83,25 Euro am günstigsten, bietet aber auch die geringsten Versicherungssummen. Fast gleichauf liegen die D.A.S. und die Rechtsschutz Union – und zwar hinsichtlich der Leistungen genauso wie bei den Prämien mit 121,00 Euro (D.A.S) und 144,59 Euro im Privatrechtsschutz der Rechtsschutz

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Klaus Winter
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