Unfallversicherung So geht es sicher in die Schule

Unfallversicherung So geht es sicher in die Schule

Annette Jäger
von Annette Jäger
20.08.2016
Auf einen Blick

Schulwege bergen Unfallrisiken. Die gesetzliche Unfallversicherung haftet, ist aber lückenhaft. Mit einer privaten Police sichern Sie Ihr Kind rundum ab.

Artikelbewertung
Schrift

Kinder sind auf dem Schulweg - hin und zurück - über die gesetzliche Unfallversicherung geschützt. Diese Police deckt die Krankheits-, Arzt- sowie Krankenhauskosten ab. Dabei ist es einerlei, ob Ihr Kind mit dem Fahrrad, Skateboard, Roller oder auf Rollschuhen zur Schule fährt. Auch der Schulweg zu Fuß oder mit dem öffentlichen Bus ist eingeschlossen. Fährt das Kind mit dem Schulbus in die Schule, haftet der private Busunternehmer bei Unfällen.

Gesetzliche Unfallversicherung hat Lücken

Allerdings ist die gesetzliche Unfallversicherung lückenhaft. Versichert ist nämlich nur der direkte Schulweg. Sollte Ihr Kind noch jemanden besuchen oder einen Umweg gehen, um sich etwas am Kiosk zu kaufen, ist es streng genommen nicht mehr über die gesetzliche Unfallversicherung geschützt. Allerdings gibt es bereits Gerichtsurteile, die mit diesem Grundsatz großzügiger umzugehen: Je nach Alter sei einem Kind eine gewisse Unreife zuzugestehen, so urteilte das Bundessozialgericht (BSG, Az.: B 2 U 29/06 R).

Private Unfallversicherung leistet umfassend

Größtes Manko der gesetzlichen Unfallvericherung: sie leistet erst ab einer Invalidität, also einer dauerhaften körperlichen Einschränkung, von 20 Prozent. Eine private Unfallversicherung für Ihr Kind leistet bereits ab einem Prozent Invalidität. Vor allem deckt sie alle Unfälle ab, die sich im Verkehr, im Haushalt und Garten, bei Spiel und Sport ereignen. Es ist also nicht nur der Schulbesuch versichert. In unseren Versicherungsvergleichen finden Sie günstige Unfallversicherung.

Übrigens: Auch bei Unfällen, die sich in der Schule, beispielsweise im Sportunterricht ereignen, greift die gesetzliche Unfallversicherung: Sollte sich Ihr Kind im Sportunterricht einen komplizierten Knöchelbruch zuziehen, der langfristige Schäden hinterlässt, kommt die gesetzliche Unfallversicherung für die Kosten der Behandlung auf. Auch eventuelle Rentenansprüche gewährt der gesetzliche Schutz, allerdings auch erst ab einer Invalidität von 20 Prozent.

Der gesetzliche Unfallschutz gilt auch bei Schulveranstaltungen wie Klassenfahrten oder Wandertagen. Allerdings greift er nicht bei Veranstaltungen, die die Schüler selbst, also privat, im Rahmen des Klassenverbandes organisieren, z. B. bei einer internen Abschlussfeier. Hier wäre wieder der Schutz einer privaten Unfallversicherung gefragt.

Wer haftet, wenn Ihr Kind einen Unfall verursacht?

Sollte Ihr Kind selbst einen Unfall verursachen und dabei ein Fahrzeug beschädigen, muss es nicht für den Schaden aufkommen, solange es noch keine zehn Jahre alt ist. Bis zu diesem Alter können Kinder im Straßenverkehr nicht haftbar gemacht werden und damit auch ihre Eltern nicht. 

Ab Vollendung des zehnten Lebensjahres können Kinder aber durchaus haftbar gemacht werden. Sie als Eltern müssen dann für als gesetzliche Vertreter für den Schaden aufkommen. Eine private Haftpflichtversicherung, die für die ganze Familie gilt, ist deshalb unerlässlich. Finden Sie günstige Tarifabgebote über unseren Versicherungsrechner.

Unser Tipp

Passenden Versicherungsschutz finden:

Egal ob Risikovorsorge, Hausrat oder Freizeit: Mit unseren Versicherungsvergleichen finden Sie die persönlich richtige Absicherung - günstig und schnell.

Ihre Meinung ist uns wichtig
Annette Jäger
Annette Jäger
Autorin
Jetzt Artikel bewerten
E-Mail an den Autor
Annette Jäger
Annette Jäger

während meines Studiums der Neueren Geschichte in München begann ich als freie Journalistin zu arbeiten, unter anderem für die Süddeutsche Zeitung. Im Jahr 2000 kam ich zu biallo.de, damals waren Versicherungsthemen für mich Neuland, über Gesundheitspolitik las ich in der Zeitung oder bekam die Auswirkungen als Patientin zu spüren.

Schnell stellte ich fest, dass der unverstellte Blick von außen durchaus von Vorteil ist bei der kritischen Aufbereitung dieser Themen. Bei Biallo schreibe ich noch immer über Versicherungen, Gesundheit und Soziales. Neuland sind diese Themen heute nicht mehr.

E-Mail an den Autor
Artikelbewertung
Drucken
Zur Startseite
Annette Jäger
Annette Jäger

während meines Studiums der Neueren Geschichte in München begann ich als freie Journalistin zu arbeiten, unter anderem für die Süddeutsche Zeitung. Im Jahr 2000 kam ich zu biallo.de, damals waren Versicherungsthemen für mich Neuland, über Gesundheitspolitik las ich in der Zeitung oder bekam die Auswirkungen als Patientin zu spüren.

Schnell stellte ich fest, dass der unverstellte Blick von außen durchaus von Vorteil ist bei der kritischen Aufbereitung dieser Themen. Bei Biallo schreibe ich noch immer über Versicherungen, Gesundheit und Soziales. Neuland sind diese Themen heute nicht mehr.

E-Mail an den Autor
Newsletter
Keine News mehr verpassen
Bitte geben Sie eine korrekte E-Mail Adresse ein: