Wohngemeinschaft Wer muss was wie versichern?

Wohngemeinschaft Wer muss was wie versichern?

Fritz Himmel
von Fritz Himmel
19.04.2015
Auf einen Blick

Nicht nur Studenten, auch Senioren leben zunehmend in Wohngemeinschaften. Doch wer zahlt, wenn die Waschmaschine leckt und die Wohnung überschwemmt wird?

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In vielen Wohngemeinschaften sind zunehmend kostspielige Gegenstände zu finden wie Computer- oder Musikanlagen, CD-Sammlungen oder das teure Fahrrad. Ein klarer Fall für die Bewohner, auch das Thema Hausratversicherung zu besprechen. Diese schützt gegen finanzielle Risiken durch Einbruch, Diebstahl und Leitungswasserschäden als auch bei Verlust oder Beschädigung durch Brand, Blitz, Explosion, Sturm, Hagel oder Vandalismus. Und gerade weil in einer WG oft sehr viele Leute ein- und ausgehen, besteht hier zusätzlich ein höheres Diebstahlrisiko als üblicherweise.

Hausratversicherung - immer den Mieterstatus beachten

Grundsätzlich umfasst eine Hausratsversicherung sämtliche Gegenstände, die im Haushalt genutzt werden oder der Einrichtung dienen, und zwar unabhängig davon ob sie dem Versicherungsnehmer gehören oder nicht. „Davon ausgeschlossen ist aber das Eigentum von Untermietern“, weisen die Versicherungsexperten der Verbraucherzentrale NRW hin.

Im Klartext: Steht nur ein WG-Mitglied als Hauptmieter im Mietvertrag und alle anderen sind Untermieter, so müssen diese jeweils eine eigene Police für ihr Zimmer abschließen. Wichtig ist dabei, dass in diese Police dann zusätzlich auch alle Wertgegenstände aufgenommen werden, die zwar dem Untermieter gehören, jedoch in einem Gemeinschaftsraum stehen, beispielsweise ein Kühlschrank oder eine Waschmaschine.

Sind dagegen alle WG-Bewohner als gleichberechtigte Mieter im Mietvertrag aufgeführt, so ist in diesem Fall auch der Abschluss einer gemeinschaftlichen Hausratversicherung möglich.

Wann gilt Versicherungsschutz noch über die Eltern?

In einigen Fällen kann sogar noch ein Versicherungsschutz über die Hausratversicherung der Eltern bestehen. Verlassen junge Leute während der Ausbildung oder dem Studium vorübergehend das Elternhaus, so sind sie in der Regel noch über die sogenannte Außenversicherung der elterlichen Hausratspolice geschützt. Meist beträgt hier die Versicherungssumme mindestens zehn Prozent der elterlichen Versicherungssumme. Einige Versicherer bieten sogar deutlich mehr. Bei Axa beträgt der Außenversicherungsschutz im Tarif „Hausrat“ beispielweise 30 Prozent bis zu einem Betrag von 15.000 Euro. Ebenfalls bis zu 30 Prozent zahlt die Ergo im Tarif „Rundumschutz“. Bis zu 40 Prozent zahlen die Janitos (Best Selection) oder die Allianz (SicherheitPlus). Dies ist bei jungen WG-Bewohnern sicher mehr als ausreichend. Zu beachten ist bei den Verträgen, für welche jeweilige Dauer der Außenversicherungsschutz greift.

Unser Tipp für 2015:Eine Pflicht zum Abschluss einer Hausratversicherung gibt es nicht. Halten WG-Bewohner eine Police auf Grund ihrer Einrichtungsgegenstände für sinnvoll, so sollten sie vorher am Markt die Angebote für ihre Region vergleichen. Es finden sich Preisunterschiede von bis zu 100 Euro im Jahr. Allerdings ist nicht allein der Preis maßgeblich, sondern vor allem die vertragliche Leistung, denn auch da gibt es erhebliche Differenzen.

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nach dem Sprachstudium (Indologie/Anglistik) in München ging ich zuerst in die Filmbranche zu Warner Columbia und arbeitete anschließend viele Jahre als Werbeleiter in einem Fachbuchverlag in München.

Seit Gründung 1997 bin ich Mitglied bei Biallo & Team. Für das Finanzportal biallo.de bearbeite ich schwerpunktmäßig die Bereiche Telekommunikation, Altersvorsorge und Versicherungen sowie Erbrecht. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschien das Biallo-Buch „Das neue Pflichtteilsrecht“.

Darüber hinaus in dieser Zeit regelmäßige Veröffentlichungen zu Wirtschafts- und Verbraucherthemen in rund 20 Tageszeitungen, u.a. Welt am Sonntag, Münchner Merkur, Kölner Stadtanzeiger, Frankfurter Neue Presse, Westdeutsche Zeitung, Südkurier, Schwäbische Zeitung etc.

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Darüber hinaus in dieser Zeit regelmäßige Veröffentlichungen zu Wirtschafts- und Verbraucherthemen in rund 20 Tageszeitungen, u.a. Welt am Sonntag, Münchner Merkur, Kölner Stadtanzeiger, Frankfurter Neue Presse, Westdeutsche Zeitung, Südkurier, Schwäbische Zeitung etc.

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