Produktcheck Handyversicherung Würzburger Versicherung

von Klaus Winter
30.08.2013
Auf einen Blick

Die Würzburger Versicherung bietet einen Handy-Schutzbrief an, der die Anschaffungskosten für ein neues Handy ersetzt, wenn das alte Gerät zum Versicherungsfall geworden ist.

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Merkmale: Der Handy-Schutzbrief versichert das eigene Mobiltelefon gegen Schäden und Diebstahl. Im Exklusiv-Tarif sind beispielsweise Sturzschäden, eine vorsätzliche Beschädigung durch Dritte, eine Wegnahme durch Raub oder auch durch einen Einbruch versichert. Abgesichert werden können Handys bis zu einem Anschaffungspreis von 1.000 Euro mit einer Jahresprämie von 59,95 Euro.

Stärken: Klassische Ärgernisse wie eine erforderliche Reparatur des Displays nach dem Runterfallen sind durch die Police abgedeckt. Und nach einem Diebstahl des Geräts werden nicht nur die Anschaffungskosten ersetzt, sondern auch Telefonkosten bis 50 Euro.

Schwächen: Die Versicherungsbedingungen entwerten den Schutz. Diebstahl aus dem Auto z. B. ist versichert – aber nur, wenn das Gerät im Kofferraum lag und der Einbruch tagsüber passiert ist. Flüssigkeitsschäden sind versichert, aber nicht, wenn Regen, Schnee oder Hagel das Gerät außer Gefecht gesetzt haben. Zubehör ist ebenfalls nicht versichert, und ein bloßes Liegenlassen oder Vergessen des Gerätes sind es auch nicht. Der Abschluss des Vertrages ist zudem nur für Neugeräte möglich, die nicht älter als 30 Tage sind – ausgeschlossen vom Schutz sind Ausstellungsgeräte sowie reimportierte Handys und Smartphones.

Wettbewerber: Spezielle Handyversicherungen bieten viele Mobilfunkanbieter selbst, aber auch Spezialanbieter wie schutzbrief24.de oder Assona an.

Fazit: Der Schutz ist an vielen Stellen löchrig, die Bedingungen grenzen den Versicherungsumfang stark ein. Die recht hohen Kosten im Zusammenspiel mit einer Selbstbeteiligung von pauschal 20 Prozent werden dazu führen, dass der Ersatz kleinerer Schäden – wie eines zerbrochenen Displays – gerade einmal die Jahresgebühr abdeckt. Zudem sind ein Handyverlust oder anfallende Reparaturkosten in aller Regel nicht existenziell – ein Versicherungsschutz ist damit schlicht nicht notwendig.

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Klaus Winter
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