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16.12.2015 14:23

Berufshaftpflichtversicherung Hohe Risiken für Freiberufler

von Horst Peter Wickel Autor
Als Freiberufler und Selbstständiger können Sie für Personen- oder Sachschaden verantwortlich gemacht werden. Wann eine Berufshaftpflichtversicherung sinnvoll ist.
Berufshaftpflichtversicherung Hohe Risiken für Freiberufler Finanzportal Biallo.de
Selbstständige und Freiberufler sollten eine Berufshaftpflichtversicherung haben
Nach Angaben des Bundesverbands der Freien Berufe werden in Deutschland immer mehr Menschen als selbstständige Freiberufler tätig, aktuell sind es bereits mehr als 1,2 Millionen. Etwaige Personen- und Sachschäden, die Sie als Freiberufler bei ihrer Beschäftigung verursachen, aber auch Vermögensschäden, die durch falsche Auskünfte oder Beratung im Vermögen anderer entstehen, können für Sie existenzgefährdend sein. Nach Einschätzung des Bunds versicherter Unternehmer (BVU) sind ausreichende Haftpflichtversicherungen für alle Berufsgruppen sinnvoll. Laut Gothaer Versicherung hält der Trend der Gerichte, Geschädigten immer höhere Summen zuzusprechen, weiterhin an. Auch in der Öffentlichkeit wird inzwischen über die Haftpflicht von Freiberuflern diskutiert, so zum Beispiel bei Hebammen. So forderten jüngst die Sozialausschüsse der CDU das Gesundheitsministerium dazu auf, einen Gesetzentwurf zur Übernahme der Haftungsrisiken von Hebammen durch Staat oder Krankenkassen vorzulegen. Hintergrund sind die stark gestiegenen Kosten für die Berufshaftpflichtversicherung der Geburtshelfer.
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Foto(s): Marcus Brandt/ddp Falko Matte/Fotolia.com


Berufshaftpflichtversicherung für viele Berufsgruppen unerlässlich

Aktuell wies der Deutsche Journalistenverband (DJV) seine Mitglieder darauf hin, dass freie Journalisten durchaus für die Folgen grober Fehler in ihrer Berichterstattung in Regress genommen werden können. DJV-Referent Michael Hirschler sagt: „Sicherer ist es daher, wenn Freie sich wie andere Selbstständige gegen die Folgen einer fehlerhaften Berichterstattung versichern.“ Nach Angaben von Versicherern ist eine Berufshaftpflichtversicherung für zahlreiche Berufsgruppen unerlässlich: Die Liste reicht von Anwälten und Ärzten, Arbeitsvermittlern und Personalberatern, Architekten und Ingenieuren, Detekteien, Bestattungsunternehmen, Dolmetschern und Übersetzern, Energieberatern und Eventmanagern, Grafikern und Designern, Gutachtern und Sachverständigen, Hausverwaltern und Immobilienmaklern, IT-Dienstleistern und Webdesignern bis zu Reisebüros, Schuldner- und Steuerberatern sowie Werbeagenturen.

Auf welche Versicherungsbedingungen Sie achten sollten

Traditionell gibt es besonderen Versicherungsschutz für Architekten, Rechtsanwälte, Steuerberater, Ärzte oder Heilpraktiker, aber Berufshaftpflichtversicherungen sind zunehmend in weiteren Tätigkeits- und Wirtschaftsbereichen erforderlich. Nach Angaben des Bunds versicherter Unternehmer (BVU) müssen derartige Versicherungen neben der üblichen Grunddeckung auf die speziellen Risiken des Versicherungsnehmers ausgedehnt werden. BVU-Beraterin Karin Jans sagt: „Eine genaue Beschreibung aller Tätigkeiten ist in den Vertrag aufzunehmen. Vor Abschluss des Vertrages sind ausführliche Rücksprachen mit den Versicherern notwendig.“ Nach ihren Erfahrungen bieten alle Versicherer „eigene Bedingungswerke, die mehr oder weniger guten Schutz anbieten“, eine genaue Analyse der Versicherungsbedingungen sei deshalb in jedem Fall erforderlich. BVU-Expertin Jans weist darauf hin, dass die Grunddeckungssumme für Personen- und Sachschäden heutzutage auf jeden Fall mehrere Millionen Euro betragen sollte. Nach ihren Beobachtungen haben Versicherer ihre Beiträge für die Berufshaftpflichtversicherung den wachsenden Ansprüchen angepasst und deutlich erhöht. Beispielsweise beträgt allein für freie Journalisten der Jahresbeitrag für eine Berufshaftpflichtversicherung mit einem Haftungsschutz bis zu 100.000 Euro nach Angaben des DJV rund 170 Euro.

Mein Tipp: Zehn Tipps zur privaten Haftpflichtversicherung finden Sie hier.

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