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31.07.2015 14:16

Hürde Gesundheitsfragen Versicherungsschutz für Menschen mit Behinderung

von Annette Jäger Autor
Menschen mit Behinderung können ohne Probleme Sachversicherungen abschließen. Doch Verträge, bei denen der Gesundheitszustand eine Rolle spielt, bleiben ihnen meist verwehrt. Das sollte man wissen:
Hürde Gesundheitsfragen Versicherungsschutz für Menschen mit Behinderung
Versicherungsschutz: Menschen mit Behinderung haben in vielen Fällen nichts zu lachen

Sachversicherungen

„Für behinderte Menschen ist der Abschluss von Sachversicherungen, wie Hausrat-, Gebäudeversicherung oder die private Haftpflichtversicherung kein Problem“, sagt Elke Weidenbach, Versicherungsexpertin bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Ob eine Behinderung besteht, spielt keine Rolle. Eine private Haftpflichtversicherung ist für alle empfehlenswert, auch wenn Menschen als nicht deliktfähig gelten. Denn der Versicherer prüft auch Ansprüche, die an den Versicherungsnehmer gestellt werden und wehrt sie notfalls ab. Bei der Hausratversicherung ist es wichtig, dass Hilfsmittel wie Rollstühle oder Rollatoren im Versicherungsschutz erfasst sind – auch wenn sie im Treppenhaus abgestellt werden.

Personenversicherungen

Anders sieht es bei den sogenannten Personenversicherungen aus, also Policen, die das Risiko Krankheit, Unfall, Tod, Pflegebedürftigkeit oder finanzielle Existenz absichern. Hier fließt der Gesundheitszustand in die Beitragskalkulation mit ein. „Weil Versicherer niemanden aufnehmen müssen, können sie den Antragsteller ablehnen, hohe Risikozuschläge verlangen oder ein Leiden aus den Versicherungsleistungen ausschließen“, sagt Weidenbach. Das hat auch nichts mit Diskriminierung zu tun, denn der Versicherer lehnt aufgrund einer Krankheit ab, nicht wegen einer Behinderung, erklärt die Expertin. Menschen mit Behinderung haben in den meisten Fällen keine Chance eine Berufsunfähigkeits-, eine Risikolebens- oder eine private Krankenversicherung zu erhalten.

Einzelfall entscheidet

Ein Versuch lohnt sich trotzdem. Denn das zu versichernde Risiko variiert im Einzelfall: „Eine bewegungseingeschränkte Hand muss nicht zwingend mit einem erhöhten Risiko, frühzeitig zu sterben oder nicht mehr arbeiten zu können, einhergehen“, sagt Weidenbach. Es macht einen Unterschied, ob die Hand wegen eines Unfalls oder wegen einer Krankheit eingeschränkt ist. Wer eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen möchte, sollte über einen Versicherungsberater eine anonyme Risikovoranfrage stellen. Denn wer einmal namentlich von einem Versicherer abgelehnt wurde, hat kaum Chancen bei einem anderen aufgenommen zu werden.

Policen ohne Gesundheitsfragen

In manchen Versicherungssparten kann man auf Policen zurückgreifen, die keine Fragen zum Gesundheitsstatus stellen. Im Bereich der Pflegezusatzversicherungen ist das der Pflege-Bahr – eine private Pflegetagegeldversicherung mit staatlichem Zuschuss. Jeder, der mindestens zehn Euro im Monat in die private Absicherung investiert, erhält weitere fünf Euro Zuschuss vom Staat. „Die Leistungen im Pflegefall sind nicht gerade üppig, aber besser als gar nichts“, sagt Heidrun Holstein von der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD). Allerdings gilt eine lange Wartezeit von fünf Jahren, bis die Versicherung leistet.

Krankenversicherung

Gesetzlicher Schutz steht Menschen mit Behinderung in allen Bereichen offen: bei Kranken-, Renten-, Unfall- oder Arbeitslosenversicherung gibt es keine Einschränkungen. „Behinderte Menschen, die nicht für ihren Unterhalt sorgen können, bleiben ohne Altersgrenze in der gesetzlichen Krankenkasse ihrer Eltern familienversichert“, sagt Holstein. Private Kranken- oder Krankenzusatzversicherungen sind jedoch kaum zu haben, mit zwei Ausnahmen: Zahnzusatzversicherungen - hier wird nur der Zahnstatus abgefragt und nicht der allgemeine Gesundheitszustand - und eine Auslandsreisekrankenversicherung. „Letztere schließt zwar chronische Erkrankungen oder Vorerkrankungen vom Versicherungsschutz aus. Die akute Notfallversorgung ist jedoch versichert“, sagt Holstein.

Unser Tipp: Sie möchten mehr wissen? In unserem sechsseitigen Dossier informieren wir Sie detailliert zum Thema "Hürde Gesundheitsfragen: Versicherungsschutz für Menschen mit Behinderung".

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