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19.01.2013 00:30

Steuern sparen Berufsunfähigkeit im Rürup-Vertrag mitversichern

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Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, mit einer Basis-Rente nach dem Rürup-Modell für das Alter vorzusorgen und gleichzeitig Schutz gegen Invalidität suchen, können Sie diese beiden Wünsche miteinander verbinden. Denn bei einer Rürup-Rente besteht die Möglichkeit, eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu integrieren.
Die Besonderheit dabei: Während die Beiträge separat abgeschlossener Berufsunfähigkeitsversicherungen steuerlich mit Beginn des Jahres 2010 nur als „Andere Versicherungen“ zählen und in der Regel keine steuerlichen Vorteile bringen, weil die Abziehbarkeit meist auf 1.900 Euro im Jahr beschränkt ist, ist der mit einer Rürup-Rente verbundene Schutz gegen Berufsunfähigkeit im Rahmen der „Altersvorsorgeaufwendungen“ steuerlich absetzbar – und das bei Alleinstehenden bis zu 20.000 Euro, bei Verheirateten bis zu 40.000 Euro im Jahr. Im Jahr 2013 werden von diesen Summen 76 Prozent steuerlich anerkannt, bis 2025 steigt dieser Prozentsatz dann auf 100 Prozent, und die Beiträge werden voll anerkannt.

Absicherung gegen Berufsunfähigkeit: Als Sonderausgaben absetzbar!

Damit die Kosten für Ihren Schutz gegen Berufsunfähigkeit als Sonderausgaben absetzbar sind, dürfen Zusatzabsicherungen wie der Schutz gegen Berufsunfähigkeit nicht mehr als 50 Prozent der Beiträge verzehren. Umgekehrt formuliert: Die Absicherung gegen Berufsunfähigkeit im Rahmen der Rürup-Rente muss so vereinbart sein, dass mehr als 50 Prozent der Beiträge auf die Altersvorsorge entfallen. Wird mit den Prämien für die Absicherung gegen Berufsunfähigkeit die 50-Prozent-Marke überschritten, können Sie den überschreitenden Betrag nicht mehr als "Altersvorsorgeaufwendungen" absetzen, sondern nur noch als "Andere Versicherungen" im Rahmen der Sonderausgaben – und das läuft steuerlich meist wie bereits beschrieben ins Leere.
Rürup und Sonderausgaben: 50-50 lautet die Formel!

Ob die 50-Prozent-Grenze erreicht oder überschritten ist, richtet sich grundsätzlich danach, welcher Beitrag tatsächlich gezahlt wird. Liegt der Tarifbeitrag für die Berufsunfähigkeitsversicherung bei mehr als 50 Prozent, führt die Überschussverrechnung jedoch dazu, dass der tatsächliche Anteil unter 50 Prozent liegt - dann sind die Kosten der Absicherung gegen Berufsunfähigkeit über den Rürup-Vertrag voll als „Altersvorsorgeaufwendungen“ absetzbar. Liegt der Tarifbeitrag eines Versicherten im Jahr bei 600 Euro für die Altersvorsorge und bei 650 Euro für die Absicherung gegen die Berufsunfähigkeit über den Rürup-Vertrag, ist die 50-Prozent-Marke eigentlich überschritten. Wenn die Überschussbeteiligung die Kosten der Berufsunfähigkeitsversicherung über die Rürup-Rente tatsächlich jedoch auf 550 Euro drücken, dann sind die Kosten voll absetzbar.

Berufsunfähigkeit und Rürup-Rente: Schutz als laufende Rente

Damit die Prämien für die Absicherung gegen Berufsunfähigkeit als Sonderausgaben bis zu 20.000 bzw. 40.000 Euro absetzbar sind, muss für die Zusatzabsicherung (ebenso wie bei der Altersvorsorge) die Zahlung einer Rente vorgesehen sein. Der einzige Unterschied: Bei einer Absicherung der Berufsunfähigkeit über einen Rürup-Vertrag kann die Rentenlaufzeit zeitlich befristet sein. Alternativ kann bei Berufsunfähigkeit oder Erwerbsminderung auch eine Beitragsfreistellung vorgesehen sein.
Vergleich Berufsunfähigkeitsversicherung
Sämtliche Angaben ohne Gewähr

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Leserkommentare
Kommentare können sich auf eine ältere Version des Artikels beziehen.
12.09.2016 - von Carsten
Nachteile nicht beziffert
Hallo, ich schließe mich Argusauge an, allerdings ist das so auch nicht ganz korrekt wie beschrieben. Tatsächlich wird die BU Rente mit Rürup Kombi jährlich mit einem steigenden Satz besteuert. 2017 wäre das 74%, 2020 80% danach steigt die Besteuerung um 1% bis sie 2040 100% erreicht. Der Nachteil ist nicht unerheblich, da durch die jährlich steigende Besteuerung und die Progression die jährliche Steuerlast steigt. Angenommen eine in 2017 abgeschlossene BU wird 2022 zum BU Fall. Der Musterkunde ist bei Abschluss 34 und hat 2000€ abgesichert und bei BU Fall 39. Die BU vor Steuern beträgt 2100€ (kleine Dynamik). Wäre es eine klassische BU, dann würde nur 26% besteuert werden, also gerademal 6555 und damit unter der Steuerfreigrenze. Bei der Rürup Kombi sind es: 20676. Jetzt hat man natürlich noch ein paar Abzüge also Krankenkasse und Riester z.B. macht 16676. Die monatlichen Nettobeträge zum Vergleich: klassische BU: 2100€ Rürup BU Kombi: 1952 Macht eine Lücke von 148€ monatlich Kleiner Sprung ins Jahr 2040: klassische BU: 2513€ Rürup BU Kombi: 2156€ Lücke 357€ monatlich Ein Vorteil ist jedoch, dass der Beitrag für die Rürup Rente weitergezahlt wird und häufig mit einer steigenden Dynamik (hier im Beispielt mit 3% jährlich: Beitrag Rürup 2022: 85,5, Lücke 2022 damit: 62,5€ Beitrag Rürup 2040: 145, Lücke 2040 damit: 212€ Dazu kommt, dass dieser Beitrag zweckgebunden ist, also man Ab hängigkeit vom Renditeergebnis des Anbieters ist. Nachteil über die gesamte Laufzeit: 74.000€ davon können abgezogen werden: Zahlung Rürup: 40.000 Steuervorteil: 4.000 Macht 30.000€ Nachteil Jetzt kann man natürlich argumentierten, aber dieser Nachteil entsteht doch nur im BU Fall. Ok das stimmt, aber dann weiß ich nicht wozu ich die BU abschließe wenn nicht zur Absicherung eines bestimmten Einkommens das ich benötige. Fazit: Angenommen man braucht Im BU Fall monatlich zum Leben 2100€ und rechnet mit einer Jährlichen Inflation von 1%, dann entsteht Monat für Monat eine größer werdende Lücke. Bedeutet: Originäres Ziel einer BU wird verfehlt und kann nur durch eine entsprechend höhere BU bei Abschluss ausgeglichen werden. Höhere BU = höhere Kosten und monatliche Belastung.
04.02.2011 - von Argusauge
Bitte auch Nachteile nennen
Die steuerlichen Vorteile der Kombination BU/Rürup in der „Ansparphase“ sind schon richtig. Richtig ist aber auch, dass es im Ernstfall hier bei der BU später deutliche Nachteile geben kann. So ist bei der konventionellen BU im Leistungsfall die Rente nur mit dem geringen Ertragsanteil zu versteuern. Tritt jedoch der Leistungsfall beim beschriebenen Kombinationsvertrag ein, so unterliegt die BU-Rente zu 100 Prozent dem persönlichen Steuersatz. Die Besteuerung der Leistungen erfolgt dann nämlich wie bei der normalen Rürup-Rente. Weitere mögliche Nachteile: In den meisten Fällen ist es nicht möglich, die Rürup-Rente einzeln zu kündigen, ohne auch gleichzeitig die BU zu verlieren. Und häufig hat ein guter Rürup-Renten-Anbieter nicht zwingend auch gute Berufsunfähigkeitsversicherungsbedingungen. Darauf sollte ein den Verbraucher beratendes Portal dann schon auch mit hinweisen. Eine Aktualisierung der Rürup-Steuerdaten auf 2011 wäre übrigens auch hilfreich gewesen.
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