Startseite | RSS | Mobil | Sitemap |
Mittwoch, 28.09.2016 07:08 Uhr
Newsletter:
Suche:
Startseite
Artikel bewerten:
AAA
23.07.2015 15:52

Editorial Glücklich, wer sie hat

von
Eine Berufsunfähigkeitspolice gilt als Muss. Doch der Weg zu ihr ist oft steinig: Ellenlange Fragebögen nerven, lügen ist ein Risiko. Eines sollten Sie aber tun: möglichst früh abschließen.
Editorial Glücklich, wer sie hat
Wolfgang Thomas Walter, biallo.de
Seit die rot-grüne Koalition im Jahr 2000 beschloss, dass Arbeitnehmer ab dem Jahrgang 1961 das Risiko einer Berufsunfähigkeit nur privat absichern können, kann man vor allem jungen Leuten nur raten: Möglichst früh eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen, am besten schon in der Ausbildung oder im Studium. Erstens sind Policen hier günstig, Vorerkrankungen meist kein Thema und die Auswahl riesengroß.

Allerdings sollten die Alarmglocken schrillen, wenn Ihnen der Versicherungsvermittler rät, den Versicherungsvertrag mit einer Rentenversicherung zu koppeln. Sinnvoll ist das meist nur für den Vermittler. Denn die gekoppelte Rentenversicherung macht den Vertrag meist teuer und unflexibel. Es profitiert in der Regel der Verkäufer, weil Rentenversicherungen hohe Provisionen einbringen.

Im Alter werden Versicherer wählerisch

Sich früh eine BU-Police zu sichern, ist auch deshalb sinnvoll, weil mit steigendem Alter der Versuch öfter scheitert, sich privat zu versichern. Die Versicherer bieten zwar zahlreiche gute Policen an, aber sie sind teurer und vor allem ausgesprochen wählerisch bei ihrer Kundschaft, der sie ihren Schutz verkaufen. Der Grund ist simpel: Sie wollen möglichst keine Kunden, die auch tatsächlich berufsunfähig werden.

Laut Statistik der deutschen Rentenversicherung arbeiten mittlerweile etwa ein Viertel aller Beschäftigten in Deutschland aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr bis zum normalen Renteneintritt im erlernten Beruf - alles potenzielle Versicherungsfälle. Und das kann im Ernstfall teuer werden für die Versicherungsunternehmen: Monatlich 1.000 oder gar 2.000 Euro – je nach Vertragshöhe der BU – und das im schlimmsten Fall über Jahre und Jahrzehnte hinweg bis zur Rente!

Mit ein Grund auch, warum beispielsweise gerade Allergien und chronische Erkrankungen stets mit Argusaugen gesehen werden, und potenzielle Kunden abgelehnt werden, die etwa in schwierigen Lebensphasen therapeutische Hilfe in Anspruch genommen haben – potenzielles Risiko für die Versicherer.

Lügen bringt nichts

Dennoch gilt: Jeder sollte sich um eine Berufsunfähigkeitsversicherung bemühen - auch wenn die teils ellenlangen Fragebögen nerven und man damit teils sogar überfordert ist: Dabei die Unwahrheit zu sagen, zahlt sich nicht aus! Wenn Sie Behandlungen oder Vorerkrankungen verschweigen, riskieren Sie Ihren späteren Versicherungsschutz, auch wenn Sie jahrelang Monat für Monat pünktlich Ihre Beiträge gezahlt haben.

Und seien Sie skeptisch, wenn ein Versicherungsmakler und Außendienstmitarbeiter das Ausfüllen der Gesundheitsfragen nicht so „eng“ sieht – ziehen Sie bei Fragen lieber Ihren Hausarzt oder Fachärzte hinzu.

Denn im Fall einer Berufsunfähigkeit zahlt Ihnen nur die Versicherung die monatliche Rente - nicht Ihr Makler.

Leserkommentare
Kommentare können sich auf eine ältere Version des Artikels beziehen.
22.07.2015 - von Sigrun Kober
BU Rente
Danke für diese wichtigen Informationen. Gibt es eigentlich auch eine BU die lebenslang zahlt und nicht nur bis zum Eintritt ins Rentenalter? Gute Informationen von Ihnen, machen Sie weiter so! Mit freundlichen Grüßen Sigrun Kober
Kommentar schreiben
Name:
E-Mail:

Ziffern hier eingeben: (neu laden)
Überschrift:
Kommentar:
Abschicken
Foto: biallo.de ID:11405
Nach oben
.
© 2016 Biallo & Team GmbH Partnerseiten: