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23.03.2016 13:09

GKV - Rezeptgebühr & Co Holen Sie sich Ihre Zuzahlung zurück!

von Anja Lang Autor
Zuzahlungen für Rezepte, Krankenhaus und Co müssen Sie als gesetzlich Versicherter nur bis zu einer bestimmten Höhe leisten. Den Rest können Sie sich zurückholen.
GKV - Rezeptgebühr & Co Holen Sie sich Ihre Zuzahlung zurück!
Versicherte der GKV können sich Zuzahlungen teils erstatten lassen.
Rezeptgebühr, Krankenhausgebühr, Zuzahlung für die Kur - seit 2004  müssen gesetzlich Krankenversicherte ab 18 Jahren für viele medizinische Leistungen Zuzahlungen leisten. Nach inzwischen über elf Jahren haben wir uns zwar an die Eigenbeteiligung gewöhnt, ärgerlich sind die Zuzahlungen aber trotzdem.

Zu einer echten finanziellen Belastung können sie werden, wenn in einem Jahr besonders viele Zuzahlungen anfallen. So sind z.B. für zwei Wochen Krankenhaus plus anschließender Reha Zuzahlungen von 280 Euro fällig. Kommen im Anschluss noch weitere Zuzahlungskosten für Medikamente, Hilfsmittel wie Gehstöcke oder auch für Krankengymnastik, Massagen, Fahrtkosten, etc. hinzu, kann das für Geringverdiener, Rentner oder auch eine Familie finanziell einfach zuviel werden.
Übersicht der Zuzahlungen 2016
Leistung Zuzahlung
Verschreibungspflichtige Arznei- und Verbandmittel 10 % des Preises*
Fahrkosten Pro Fahrt 10 % des Preises*
Häusliche Krankenpflege 10 % der Kosten, zuzüglich 10 Euro je Verordnung (begrenzt auf 28 Tage pro Kalenderjahr)
Haushaltshilfe 10 % der kalendertäglichen Kosten* (entfällt bei Schwangerschaft oder Entbindung)
Heilmittel 10 % der Kosten des Mittels, zuzüglich 10 Euro je Verordnung
Hilfsmittel 10 % für jedes Mittel*, Ausnahme: Hilfsmittel, die zum Verbrauch bestimmt sind: 10 % je Verbrauchseinheit, maximal 10 Euro pro Monat
Krankenhausbehandlung 10 Euro pro Kalendertag (maximal 28 Tage pro Kalenderjahr); Tage werden gegebenenfalls mit Reha zusammengezählt. 
Stationäre Vorsorge 10 Euro pro Tag  
Medizinische Rehabilitation (ambulant und stationär) 10 Euro pro Tag; bei Anschlussrehabilitation begrenzt auf 28 Tage pro Kalenderjahr 
Medizinische Vorsorge und Rehabilitation für Mütter und Väter 10 Euro pro Tag  
Soziotherapie 10 % der kalendertäglichen Kosten*
* jedoch mindestens 5 Euro, höchstens 10 Euro

  Kinder und Jugendliche sind bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres generell von Zuzahlungen befreit.
  Ausnahmen: Zahnersatz und Fahrkosten.

Quelle: GKV-Spitzenverband; Bundesgesundheitsministerium; Stand: 11.03.2016

 
Gesetzliche Krankenversicherung


Zuzahlung: Ihre Belastungsgrenze ist entscheidend

Um das zu verhindern, hat der Gesetzgeber eine sogenannte persönliche Belastungsgrenze festgelegt, bis zu der Zuzahlungen für einen kompletten Haushalt als zumutbar gelten: Das sind zwei Prozent des gesamten Bruttojahreseinkommens einer Familie. Wenn Sie chronisch krank sind, müssen Sie nur bis ein Prozent Ihres Bruttojahreseinkommens für Zuzahlungen in der gesetzlichen Krankenversicherung ausgeben.
Mein Tipp: Bei der Berechnung der persönlichen Belastungsgrenze werden auch Unterhaltsverpflichtungen gegenüber Dritten, wie etwa gegenüber dem Ehepartner und den eigenen Kindern, in Freibeträgen berücksichtigt.

Jährliche Freibeträge bei der Zuzahlung 2016

5.229 Euro für den ersten Angehörigen (Ehegatte oder Partner eingetragene Lebensgemeinschaft) 
7.248 Euro für jedes gemeinsame Kind verheirateter Paare bzw. eingetragener gleichgeschlechtlicher Paare
3.624Euro wenn es das Kind nur eines Partners ist
7.248 Euro  für jedes Kind eines alleinerziehenden Versicherten
Quelle: betanet, Stand: 11.03.2016


GKV: So sparen Sie Zuzahlung!

Rechnen Sie einfach mal alles in Ruhe zusammen. Oft ist dann die Belastungsgrenze auch für Ihren Haushalt schneller erreicht, als Sie gedacht hätten.

Beispiel: Eine Familie mit drei Kindern hat ein Jahresbruttoeinkommen von 40.000 Euro. Für den Ehepartner darf sie einen Freibetrag von 5.229 Euro geltend machen und pro Kind nochmal einen Freibetrag von drei Mal 7.248 Euro. Das ergibt insgesamt 26.973 Euro Freibetrag für diese Familie. Damit bleiben 13.027 Euro zur Berechnung, von denen zwei Prozent als persönliche Belastungsgrenze gelten. Damit muss diese Familie pro Jahr Zuzahlungen nur bis zu einer Höhe von rund 260 Euro bezahlen. Nach einem fünftägigen Krankenhausbesuch mit drei Wochen anschließender Reha, wäre also beispielsweise hier bereits die persönliche Zuzahlungsgrenze erreicht. Die Familie könnte sich dann für den Rest des Jahres von weiteren Zuzahlungen befreien lassen. Wenn Vater oder Mutter nachweislich chronisch krank ist, gilt sogar die Ein-Prozent-Regel. Das heißt, hier wäre die Zuzahlungsgrenze bereits bei rund 130 Euro pro Jahr erreicht.


Zuzahlung: Das gilt, wenn Sie besonders bedürftig sind

Wenn Sie Sozialhilfeempfänger sind, Arbeitslosengeld II beziehen oder Grundsicherung im Alter erhalten, gilt eine Sonderregelung. Hier wird als Bruttoeinkommen für die gesamte Familie jeweils der Regelsatz der Regelbedarfsstufe 1 als Bruttoeinkommen für die gesamte Bedarfsgemeinschaft gezählt. Der jährliche Zuzahlungsgesamtbetrag beträgt 2016 damit 96,96 Euro, bei chronisch Kranken 48,48 Euro. 
 
Mein Tipp: Heben Sie immer sämtliche Quittungen und Zuzahlungsbelege auf. Viele Apotheken unterstützen Sie dabei, indem sie Unterlagen, Computerausdrucke oder auch Hefte bereithalten, in denen Sie die Zuzahlungen quittiert lassen können.

Sobald Sie die Belastungsgrenze innerhalb eines Kalenderjahres erreicht haben, können Sie bei Ihrer Krankenkasse eine Befreiung beantragen. Sie müssen dann für den Rest des Jahres keine Zuzahlungen mehr leisten. Diese Zuzahlungsbefreiung gilt für die gesamte Familie.
 

So holen sie Zuzahlungen zurück

Möglicherweise haben Sie in den vergangenen Jahren auch schon Ihre persönliche Belastungsgrenze überschitten und zuviel Zuzahlung bezahlt. Dann ärgern Sie sich jetzt nicht: Zuviel gezahlte Zuzahlungen können Sie nämlich noch bis zu vier Jahre rückwirkend von Ihrer Krankenkasse zurückfordern.

Hier müssen Sie allerdings immer selbst aktiv werden.
Die Krankenkassen haben keinerlei Verpflichtung Sie darüber zu informieren, wann Ihre persönliche Belastungsgrenze erreicht ist. Können Sie einen zuviel gezahlten Eigenanteil nachweisen, überweisen die Krankenkassen die Beträge in der Regel problemlos wieder zurück auf Ihr Konto.
Mein Tipp: Rund 24 Millionen gesetzlich Krankenversicherte zahlen 2016 überdurchschnittlich hohe GKV-Zusatzbeiträge. Jetzt Kasse wechseln und sparen!

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Leserkommentare
24.03.2016 - von Redaktion Biallo.de
@betroffen: Bitte genauer lesen
Für mich alles zu ungenau: Bruttoeinkommen? Ist das richtig, oder Gesamtbetrag der Einkünfte? Das Bruttoeinkommen zum Lebensunterhalt ist als Familienbruttoeinkommen zu verstehen. Es errechnet sich aus dem Bruttoeinkommen des Versicherten und den Bruttoeinkommen aller Angehörigen des Versicherten, die mit ihm in einem gemeinsamen Haushalt leben. Eine Familie darf für den Ehepartner einen Freibetrag von 5.229 Euro geltend machen?! Hier stimmt was nicht, was ist wenn die Familie zwei Ehepartner hat? Doch das stimmt. Wenn es sich um Eheleute ohne Kinder handelt, darf für den ersten im gemeinsamen Haushalt lebenden Angehörigen des Versicherten (z.B. Ehegatte) ein Freibetrag von 5.229,- € geltend gemacht werden. Und pro Kind nochmal einen Freibetrag von drei Mal 7.248 Euro?! Das halte ich für überhöht! Das mögen Sie für überhöht halten, ist aber so. Pro Kind gemeinsamer Eltern gilt ein Freibetrag von 7.248 Euro (siehe Tabelle) Bei drei gemeinsamen Kindern sind es also drei mal 7.248 Euro. ...von denen gelten 2% als persönliche Belastungsgrenze?! Wieso persönlich? Hier geht`s doch um eine Familie! Persönliche Belastungsgrenze für eine Einzelperson, ein Ehepaar bzw. eine Familie mit Kindern – je nachdem wie groß der jeweilige Haushalt ist in Abhängigkeit vom Familieneinkommen und den Freibeträgen, die wiederum von der Familiengröße anhängen. Rund wären es 270 €! 2 Prozent von 13.027 Euro sind laut meinem Taschenrechner genau 260,5426 Euro. Also rund 260 Euro – wie kommen Sie auf 270 Euro? Fünf Tage Krankenhaus und drei Wochen Reha?! Ist es nicht so, dass man den Reha-Eigenanteil an die Rentenversicherung zahlt? ALSO - Ich hätte das Ganze gerne etwas genauer... B Alle Leistungen der medizinischen Rehabilitation sind Pflichtleistungen der gesetzlichen Krankenkassen, sowohl im ambulanten wie im stationären Bereich. Hierzu zählen auch Leistungen der geriatrischen Rehabilitation. Wenn die Erwerbsfähigkeit durch Krankheit oder Behinderung eingeschränkt oder gefährdet ist kann es auch sein, dass die Rentenversicherung oder Unfallversicherung zuständig ist. Insgesamt gibt es in Deutschland sieben so genannte Rehabilitationsträger, die für eine medizinische Rehabilitation, bzw. für die Kostenübernahme in Frage kommen. Nachzulesen beim Bundesministerium für Gesundheit, falls Sie es nicht glauben.
23.03.2016 - von betroffen
Für mich alles zu ungenau
Bruttoeinkommen? Ist das richtig, oder Gesamtbetrag der Einkünfte? Eine Familie darf für den Ehepartner einen Freibetrag von 5.229 Euro geltend machen?! Hier stimmt was nicht, was ist wenn die Familie zwei Ehepartner hat? -Und pro Kind nochmal einen Freibetrag von drei Mal 7.248 Euro?! Das halte ich für überhöht! ...von denen gelten 2% als persönliche Belastungsgrenze?! Wieso persönlich? Hier geht's doch um eine Familie! Rund wären es 270 €! Fünf Tage Krankenhaus und drei Wochen Reha?! Ist es nicht so, dass man den Reha-Eigenanteil an die Rentenversicherung zahlt? ALSO - Ich hätte das Ganze gerne etwas genauer... b
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