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21.12.2015 13:03

GKV-Zusatzbeitrag 2016 Beitragsschock für jeden Dritten!

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2016 wird sich jeder dritte gesetzlich Versicherte auf deutlich gestiegene Krankenkassen-Beiträge einstellen dürfen. Am meisten erhöht die DAK.
GKV-Zusatzbeitrag 2016 Beitragsschock für jeden Dritten!
2016 langen viele Kassen bei den Zusatzbeiträgen hin - jeder Dritte ist betroffen
Die fetten Zeiten sind vorbei: Rund 24 Millionen gesetzlich Krankenversicherte, also etwa ein Drittel aller gesetzlich Versicherten, wird 2016 von überdurchschnittlich hohen GKV-Zusatzbeiträgen betroffen sein. Das geht aus einem Zeitungsbericht des Handelsblattes hervor, der sich auf Modellrechnungen verschiedener Krankenkassen bezieht. Den GKV-Zusatzbeitrag müssen Sie als Arbeitnehmer inzwischen komplett alleine bezahlen, denn der Arbeitgeber beteiligt sich seit 2015 nur noch an der Hälfte des gesetzlich festgelegten Mindestbeitrags von 14,6 Prozent vom Bruttoeinkommen. Kommen die Krankenkassen mit dem Mindestbeitrag nicht aus, dürfen Sie seither kassenindividuelle Sonderbeiträge erheben. 2015 waren das durchschnittlich 0.9 Prozent. Gestiegene Ausgaben im Krankenhausbereich, für niedergelassene Ärzte sowie für Arzneimittel haben die Rücklagen der Kassen allerdings schmelzen lassen. Große Krankenkassen und viele Betriebskrankenkassen werden deshalb 2016 ihre GKV-Zusatzbeiträge erhöhen und das teilweise kräftig.

DAK mit höchstem GKV-Zusatzbeitrag

Wenn Sie Mitglied der DAK sind, dürfen Sie 2016 mit deutlichen Mehrkosten rechnen. Denn die drittgrößte Krankenkasse mit aktuell 6,3 Millionen Versicherten katapultiert den GKV-Zusatzbeitrag im nächsten Jahr um 0,6 Prozentpunkte von derzeit 0,9 auf dann 1,5 Prozent nach oben. Mit insgesamt 16,1 Prozent vom Bruttogehalt wird die DAK im nächsten Jahr damit Deutschlands teuerste Krankenkasse. Das heißt für Sie als DAK-Mitglied konkret: Wenn Sie 3.000 Euro im Monat verdienen, zahlen Sie 2016 monatlich 18 Euro mehr Krankenkassenbeitrag. Damit liegt der GKV-Zusatzbeitrag der DAK deutlich über dem durchschnittlichen GKV-Zusatzbeitrag, den das Bundesgesundheitsministerium für das Jahr 2016 bereits um 0,2 Prozent von aktuell 0,9 Prozent auf 1,1 Prozent angehoben hat.

Auch Techniker Krankenkasse, Barmer und AOK´s erhöhen

Aber auch andere große Krankenkassen, wie die Techniker Krankenkasse, die Barmer GEK und einige AOK´s ziehen die Preise an. Die Techniker Krankenkasse (TK), mit rund 9,5 Millionen Versicherten, wird den GKV-Zusatzbeitrag 2016 um moderate 0,2 Prozent erhöhen. Damit steigt der GKV-Zusatzbeitrag für TK-Mitglieder auf 15,6 Prozent. Macht in Euro und Cent, bei einem Monatseinkommen von 3.000 Euro ein monatliches Kostenplus von sechs Euro für Sie. Wenn die Barmer GEK die Deutsche BKK schluckt, steht sie mit dann rund 9,6 Millionen Versicherten, als größte Krankenkasse an Spitze. Für Mitglieder dieser Krankenkasse steht 2016 ebenfalls eine Erhöhung des GKV-Zusatzbeitrags an. Hier geht es um 0,2 Prozentpunkte nach oben, auf dann insgesamt 15,7 Prozent.

Auch die AOK-Bayern, mit 4.3 Millionen Versicherten viertgrößte Kasse, erhöht um 0,2 Prozentpunkte und liegt dann bei 15,7 Prozent Krankenkassenbeitrag. Bei der AOK-Baden-Württemberg auf Platz fünf, steigt der GKV-Zusatzbeitrag um 0,1 Prozent. Damit werden hier 2016 insgesamt 15,6 Prozent vom Bruttogehalt fällig.

GKV-Zusatzbeitrag 2016 der fünfgrößten gesetzlichen Krankenkassen
(Quelle: gesetzliche Krankenkassen.de)

Krankenkasse Zusatzbeitrag 2015
(in Prozent)
Gesamtbeitrag 2015
(in Prozent)
Zusatzbeitrag 2016
(in Prozent)
Gesamtbeitrag 2016
(in Prozent)
Techniker Krankenkasse  0,8  15,4  1,0  15,6
Barmer GEK  0,9  15,5  1,1  15,7
DAK Gesundheit  0,9  15,5  1,5  16,1
AOK Bayern  0,9  15,5  1,1  15,7
AOK Baden-Württemberg  0,9  15,5  1,0  15,6

Auch viele Betriebskrankenkassen erhöhen

Über dem durchschnittlichen GEK-Zusatzbeitrag von 1,1 Prozent und damit richtig teuer, werden 2016 auch besonders viele Betriebskrankenkassen. So wird die BKK Gildemeister Seidensticker 2016 den GKV-Zusatzbeitrag um 0,5 Prozent auf 1,2 Prozent anheben und damit bei insgesamt 15,8 Prozent liegen. Die Siemens Betriebskrankenkasse verlangt 2016 sogar 15,9 Prozent, ebenso, wie die BKK Vital oder auch die Brandenburgische BKK. Die bundesweit geöffnete BKK Pfalz wird 2016 sogar 16,0 Prozent vom Bruttoeinkommen berappen und dabei 1,4 Prozent GKV-Zusatzbeitrag verlangen.
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Kaum noch Kassenbeitrag unter 15 Prozent

Unter 15 Prozent liegen 2016 nicht mal mehr eine Handvoll Krankenkassen: Freuen dürfen sich Mitglieder der AOK Plus. Die regionale Krankenkasse für Sachsen und Thüringen bleibt auch 2016 beim niedrigen GKV-Zusatzbeitrag von nur 0,3 Prozent und kostet Sie damit nur insgesamt 14,9 Prozent vom Bruttogehalt. Das Gleiche gilt für die AOK Sachsen-Anhalt sowie die BKK MEM in Thüringen. Am billigsten bleibt die Metzinger BKK für Baden-Württemberg. Sie wird auch 2016 keinen GKV-Zusatzbeitrag erheben und damit bei günstigen 14,6 Prozent liegen. Die HKK, bislang Deutschlands günstigste überregional geöffnete Krankenkasse, erhebt 2016 einen GKV-Zusatzbeitrag von moderaten 0,59 Prozent und kann mit dann nur 15,19 Prozent weiterhin ihre Spitzenposition verteidigen.

GKV-Zusatzbeitrag 2020 bei zwei Prozent

Bald schon werden wir uns aber auf noch viel höhere GKV-Zusatzbeiträge einstellen dürfen. Der Finanzexperte Dr. Jens Boysen-Hogrefe vom Deutschen Institut für Weltwirtschaft (IfW) an der Universität sieht im Anstieg der GEK-Zusatzbeiträge kein Ende in Sicht. Bis 2020 prognostiziert er, dass den gesetzlichen Krankenkassen, bei der für die nächsten Jahre zu erwartenden Ausgabendynamik über 10 Mrd. Euro fehlen werden. Um dieses Loch zu stopfen müsste der durchschnittliche GKV-Zusatzbeitrag bis dahin auf 1,8 Prozentpunkte ansteigen. Die Vorstandsvorsitzende vom Verband der Ersatzkassen Ulrike Elsner befürchtet, gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, bis 2020 sogar einen Anstieg des GKV-Zusatzbeitrags auf zwei Prozent. Die Gesamtbeträge zur Krankenversicherung lägen damit in naher Zukunft bei teuren 16,6 Prozent.

Bis 540 Euro Krankenkassenbeitrag sparen

Solange die Politik nichts ändert, bleibt Ihnen als Ausweg eigentlich nur zu einer günstigeren Krankenkasse zu wechseln. Sobald Ihre eigene Krankenkasse Ihnen mitteilt, dass sie den GKV-Zusatzbeitrag 2016 erhöhen, steht Ihnen hier übrigens ein Sonderkündigungsrecht zu. Sie können dann sofort kündigen und mit einer Kündigungsfrist von vollen zwei Monaten und zu einer billigeren Krankenkasse wechseln. Beispiel: Wechseln Sie von der DAK mit bald schon 16,1 Prozent Kassenbeitrag zur HKK mit dann 15,19 Prozent, sparen Sie bei einem Bruttoeinkommen von 3.000 Euro fast 330 Euro Krankenkassenbeitrag proJahr. Als Baden-Württemberger können Sie bei einem Wechsel zu Metzinger BKK sogar 540 Euro sparen.
Gesetzliche Krankenversicherung
Leserkommentare
28.12.2015 - von liebschen
KK Zusatzbeitrag
Sie erwähnten die niedrigeren Zuschüsse an die KK als Grund der Preisexplosion, hinzu kommen sicher noch andere Faktoren, die m. e. unerwähnt bleiben: Arzneimittelpreise gegenüber vergleichbaren EU-Nachbarländern und die Aushebelung des paritätischen Prinzips ...
22.12.2015 - von erasmus
GKV-Beitragserhöhungen in 2016
Meine KV hat mir mitgeteilt, dass sie auch in 2016 keine Zusatzbeiträge erhebt und den Beitrag konstant hält.Damit bin ich in einer KV versichert,die wahrscheinlich den niedrigsten Beitragssatz hat, der auf dem Markt vorzufinden ist.Im letzten Jahr bekammen meine Frau und ich eine erfreuliche Rückvergütung von der KV.Mir sind andererseits diese Beitragserhöhungen auch erklärbar.Hunderdtausende der Zuwanderer belasten unser Gesundheitssystem, ohne dass sie Beiträge einzahlen, aber medizinisch versorgt werden müssen.Das ist mit ein Grund, warum die Beiträge steigen.Da es sich um eine Solidargemeinschaft handelt, muuss eben jeder für den anderen bezahlen.Ich war über lange Zeit bei der KKH versichert, zahlte monatlich über 600 € an Beitrag, Dann kam der Zusaatzbeitrag auf, was mich im Jahr zusätzlich 250 € kostete.Bin dann gewechselt von der KKH zu einer Kasse, die keinen Zusatzbeitrag verlangte. Bei der KKH zahlte ich im Jahr 7800 € an Beitrag, als freiwillig Versicherter. Durch den Zusatzbeitrag pro Jahr in Höhe von 192 €,verlor die Kasse ein Mitglied, welches 7800 € an Beiträgen zahlte.Durch den Wechsel in eine andere KV spare ich eine ordentlich Summe an Beiträgen. Es geht auch anders. .
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