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29.01.2016 16:39

Haushaltshilfen aus Osteuropa So funktioniert die Pflege daheim

von Annette Jäger Autor
Haushaltshilfen aus Osteuropa sind gefragter denn je: Vor einigen Jahren noch ein Novum und oft illegal beschäftigt, arbeiten sie heute legal und sind für Pflegebedürftige eine echte Alternative zum Heim.
Haushaltshilfen aus Osteuropa So funktioniert die Pflege daheim
Haushaltshilfen aus Osteuropa - für viele Pflegebedürftige eine bezahlbare Alternative zum Pflegeheim

Wer darf arbeiten?

Seit Juli 2015 gilt für alle osteuropäischen Beitrittsstaaten zur EU – zuletzt kamen Bulgarien, Rumänien und Kroatien hinzu – die Arbeitnehmerfreizügigkeit: Bürger dieser Staaten dürfen uneingeschränkt in Deutschland arbeiten. Oft ist von Pflegekräften aus Osteuropa die Rede, rechtlich aber handelt es sich um Haushaltshilfen, betont Florian Bohne von der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit. Hausarbeiten sind erlaubt, bei der Pflege jedoch nur Alltagshilfen: bei der Körperpflege, beim An- und Auskleiden, beim Essen oder bei der Fortbewegung. Medizinische Handgriffe wie Verbände wechseln oder Spritzen geben sind nicht gestattet. „Eine solche Hilfskraft ersetzt keinen ambulanten Pflegedienst“, sagt Bohne. Und sie ist auch keine 24-Stunden-Betreuung.
 

Was kostet eine Haushaltshilfe?

„Das Modell ist meist nicht günstiger als ein Pflegeheim“, betont Bohne. Als Bezahlung ist als Minimum der Mindeststundenlohn von 8,50 Euro anzusetzen. Vermittelt die ZAV eine Haushaltshilfe, legt sie den Tarifvertrag zugrunde, der für deutsche Haushaltshilfen gilt: Je nach Bundesland fallen zwischen 1.600 und 1.800 Euro an, plus Sozialversicherungsbeiträge und Beiträge zur gesetzlichen Unfallversicherung, etwa 380 Euro insgesamt. Hinzu kommen Kosten für Verpflegung und die Unterkunft. Eigentlich dürfen diese Kosten in einem Wert von rund 425 Euro auf den Lohn angerechnet werden. In der Praxis wird aber oft darauf verzichtet, als „Lockmittel“, wie Bohne es ausdrückt. Denn die Nachfrage nach Hilfen übersteigt immer öfter die verfügbaren Arbeitskräfte.

Wie findet man eine Haushaltshilfe?

„Die meisten Haushaltshilfen kommen als entsandte Arbeitnehmer hierher“, sagt Gudrun Matusch, Juristin bei der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Das heißt, sie sind dann bei einem ausländischen Unternehmen angestellt, das auch weisungsbefugt ist. „Das kann in der Praxis umständlich sein“, so Matusch, denn direkte Absprachen mit der Haushaltshilfe sind nicht möglich. Auch hier gilt der Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde. „Man sollte sich von dem Unternehmen oder der Haushaltshilfe die Entsendebescheinigung, A1 genannt, vorlegen lassen“, rät Matusch. Diese ist ein Beleg dafür, dass Sozialversicherungsbeiträge im Heimatland abgeführt werden. Alternativ vermittelt die ZAV eine Hilfe. Dann wird der Pflegebedürftige – oder ein Angehöriger – selbst zum Arbeitgeber und muss sich um die Berechnung und Bezahlung der Sozialversicherungsbeiträge sowie der Lohnsteuer kümmern. „Dieser organisatorische Aufwand überfordert viele“, hat Matusch erfahren. Es sei überlegenswert, einen Steuerberater hinzuzuziehen. Der Vorteil des Modells: Der Arbeitgeber, also Sie, ist selbst weisungsbefugt und kann das Arbeitsverhältnis individuell gestalten.

Die Finanzierung

Wer zuhause gepflegt wird, erhält das Pflegegeld aus der gesetzlichen Pflegekasse. Je nach Pflegestufe sind das zwischen 123 und 728 Euro im Monat – Geld, das zur Finanzierung einer Haushaltshilfe verwendet werden kann. Wer zusätzlich über eine private Pflegetagegeldversicherung verfügt, hat maximalen finanziellen Spielraum bei Pflegebedürftigkeit. So lässt sich mit dem vereinbarten Tagessatz die Haushaltshilfe bezahlen. Gut sind Verträge, die auch bei Demenz leisten und bei ambulanter wie stationärer Pflege denselben Tagessatz gewähren. Tarifvergleiche finden Sie unter www.biallo.de.
Vergleich Pflegetagegeldversicherung
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