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27.04.2014 09:24

Homöopathie Immer mehr Krankenkassen zahlen

von Anja Lang Autor
Jeder zweite Deutsche vertraut auf die sanften Heilkräfte der Homöopathie. Immer mehr gesetzliche Krankenkassen übernehmen hierfür jetzt auch die Kosten.
Homöopathie Immer mehr Krankenkassen zahlen
Globuli auf Rezept? Manche Krankenkasse leisten für Homöopathie
Laut einer Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach, greifen immer mehr Menschen hierzulande zu homöopathischen Mitteln statt zu konventionellen Medikamenten. Die Homöopathie geht davon aus, dass sich Gleiches mit Gleichem heilen lässt. Das heißt, dass Wirkstoffe, die beim Gesunden bestimmte Symptome hervorrufen, in stark verdünnter Konzentration beim Kranken, der unter denselben Symptomen leidet, zur Heilung führen. Beliebt sind die kleinen weißen Kügelchen vor allem wegen ihrer guten Verträglichkeit und den geringen Nebenwirkungen. Damit Globuli und Co. zur gewünschten Wirkung führen, sollten die Medikamente aber nicht einfach selbst ausprobiert werden, sondern im Rahmen einer homöopathischen Behandlung durch einen Arzt oder Heilpraktiker verordnet werden. Hier können allerdings Kosten entstehen, denn die Homöopathie ist keine Regelleistung der gesetzlichen Krankenkassen. Damit besteht grundsätzlich auch kein Anspruch auf Kostenübernahme.

Kosten einer homöopathischen Behandlung

Da die Homöopathie ganzheitlich und nicht symptombezogen arbeitet, steht zu Beginn der Behandlung immer eine ausführliche Anamnese, in der der Arzt oder Heilpraktiker die Vorgeschichte des Patienten, die konkreten Beschwerden und das Umfeld der Erkrankung erfragt. Diese Erstanamnese dauert in der Regel eine bis zwei Stunden und kostet beim Arzt etwa zwischen 120 Euro bis 180 Euro pro Stunde und beim Heilpraktiker zwischen 30 Euro und 82 Euro. Jeder Folgebesuch von mindestens einer halben Stunde kostet dann beim Arzt nochmals etwa zwischen 60 Euro und 90 Euro und beim Heilpraktiker zwischen 15 und 40 Euro.

Kosten einer Homöopathie-Behandlung beim Arzt bzw. Heilpraktiker


Therapie

Heilpraktiker-

Kosten

Arzt -

Kosten

 

Kostenfaktor

Mindestens einstündige Erstanamnese inkl. Ausarbeitung

30,80 Euro - 82 Euro

52,46 Euro

1-facher Satz (Grundgebühr)

 

 

120,66 Euro

2,3-facher Satz

 

 

183,61 Euro

3,5-facher Satz

Mindestens halbstündige Folgeanamnese

15,40 Euro - 41 Euro

26,23 Euro

1-facher Satz (Grundgebühr)

 

 

60,33 Euro

2,3-facher Satz

 

 

91,81 Euro

3,5-facher Satz

Quelle: Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ); Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker (Gebüh); Stand: April 2014

Homöopathie auf Chipkarte

Wer die Kosten der homöopathischen Behandlung selbst bezahlt, muss also in der Regel beim Heilpraktiker mit weniger Kosten rechnen als beim Arzt. Inzwischen übernehmen aber auch viele gesetzliche Krankenkassen die Kosten einer homöopathischen Behandlung und zwar komplett. Möglich machen das sogenannte Selektivverträge der Krankenkassen mit dem Zentralverband der homöopathischen Ärzte (DZVHAE). Bereits über 80 Krankenkassen haben solche Selektivverträge abgeschlossen, bei denen die homöopathische Behandlung bei ausgewählten Vertragsärzten komplett über die Chipkarte abgerechnet werden kann. Mit von der Partie sind sehr viele Betriebskrankenkassen, wie die Deutsche BKK, die BKK Wirtschaft und Finanzen oder auch die BKK Mobil Oil, aber auch Innungskrankenkassen wie die Big direkt gesund oder auch die Knappschaft und die Techniker Krankenkasse.
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Wenn Sie wissen möchten, welche Krankenkassen die Kosten einer homöopathischen Behandlung übernehmen, können Sie dazu einfach den neuen Biallo-Vergleich von gesetzlichen Krankenkassen nutzen. Mit nur wenigen Klicks sehen Sie gleich, welche Kassen hier leisten. Eine Liste sämtlicher Krankenkassen, die einen Selektivvertrag „klassische Homöopathie“ mit dem DZVHAE abgeschlossen haben, finden Sie außerdem bei der Managementgesellschaft des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte.

Keine Kostenübernahme von Heilpraktiker-Leistungen und Globuli

Wichtig: Krankenkassen, die einen Selektivvertrag mit dem Zentralverband der homöopathischen Ärzte abgeschlossen haben, bezahlen nur für die Behandlung durch Ärzte, die Mitglieder im DZVHAE sind. Heilpraktiker-Leistungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen. Auch die Kosten für homöopathische Medikamente werden zwar für Kinder, nicht aber für Erwachsene bezahlt. Globuli und Co. sind allerdings verhältnismäßig günstig und in der Apotheke oder übers Internet für höchstens fünf bis zehn Euro zu bekommen.

Kassenwechsel kann sich lohnen

Falls Sie eine homöopathische Behandlung wünschen, Ihre Krankenkasse aber keine Kostenübernahme anbietet, kann sich ein Wechsel der Krankenkasse also durchaus lohnen. Wechseln geht ganz einfach und ohne Risiko. Sie müssen dazu nur bereits 18 Monate bei Ihrer bisherigen Kasse versichert sein und schon können Sie mit einer Kündigungsfrist von zwei Monaten zum Monatsende zu jeder gesetzlichen Krankenkasse wechseln, die für Ihr Gebiet zugelassen ist.
Gesetzliche Krankenversicherung
Wünschen Sie keinen Kassenwechsel, besteht aber auch die Möglichkeit eine Zusatzversicherung für die Kostenübernahme von homöopathischen Leistungen abzuschließen. In der Regel wird dann auch die Behandlung durch einen Heilpraktiker bezahlt. Meist werden auch die Kosten für die verordneten homöopathischen Medikamente übernommen.

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Leserkommentare
30.04.2014 - von Schaufel
Verzweiflung
Nun mal nicht aus Verzweiflung ausfällig werden, danke. Es gibt nicht eine einzige reproduzierbare Studie, die wisssenschaftlichen Standards genügt, und dabei der Homöopathie eine Wirkung bescheinigt. Es gibt aber unzählige Studien, die der Homöopathie bescheinigen, dass Sie nichts weiter als eine Placebotherapie ist. Ergo Homöopathie = Placebo. Ein 1600facher überteuerter Placebo, mit der sich die Pharmaindustrie, der Apothekengrosshandel und der Apotheker eine goldene Nase an sich selbst regulierenden Wehwechen verdient. Untermauert mit einem esotherischen, völlig unethischen und gemeingefährlichen Weltbild, dass sämtliche Naturgesetze widerspricht. Wie verblendet muss man sei, daran zu glauben.
30.04.2014 - von Thomas Früchtl
Falschbehauptungen,
die aufgrund von Unkenntnis abgegeben werden, dazu noch unsachlich, (evtl. auch noch anonym) sind selten hilfreich. Studien zur Homöopathie, die die Wirksamkeit belegen, gibt es zuhauf. Einige Beispiele: http://www.informationen-zur-homoeopathie.de/?p=789 http://www.carstens-stiftung.de /service/datenbanken http://www.hevert.com/market-de/arzt/de/meine_praxis/medizin_aktuell/artikel /homoeopathische-begleittherapie-bei-krebs-laengere-ueberlebenszeit http://www.ikom.unibe.ch/unib e/medizin/kikom/content/e361435/linkliste361436/SFD2013Abstract_ADHD_ger.pdf http://www.homoeopat hie-tv.com/homoopathie-bei-multipler-sklerose/
29.04.2014 - von William
Homöopathie
Wenn ich alleine die Schreibfehler in den beiden Kommentaren sehe, ist mir klar, welche Kleingeister dahinter zu finden sind. Ich habe der Homöopathie sehr viel zu verdanken und bin mehr als dankbar dafür.
28.04.2014 - von Schaufel
Skandal
Es ist ein ungeheuerlicher Skandal, dass es esotherische Irrleheren wie die Homöpathie geschafft ahebn Gelder aus der GKV zu erhalten. Es ist dieser Quackslaberei in 200 Jahren nicht bei einer Erkrankung gelungen eine Wirksamkeit nach wissenschaftlichen Standards zu belegen. Globulis und geschüttelte Wässerchen wirken nicht besser als Placebo. Für Pflege und diverse Therapieformen, die Ihre Wirksamkeit belegt haben, fehlt das Geld. Aber für eine hochgardig unethische und gefährliche Scheinbehandlung werden Millionen verpulvert.
27.04.2014 - von Dr. E. Berndt
Aberglauben hat Konjunktur
Der Geist wirkt nicht nur in Rom sondern auch in Germanien. Früher musste man noch umständlich Wallfahren, um gesund oder geheilt zu werden. Tausende Votivtafeln künden heute noch von Tausenden Heilungen und Wundern. Von Alt Ötting bis Lourdes, von Maria Zell bis Fatima - er wirkten Gott und Maria wunderbar. Heute sind es die wundersamen Globuli, die uns von allen Krankheiten, den Übeln der Zivilisation, der modernen Medizin, den Antibiotika und was es sonst noch alles für neumodisches Zeugs gibt ...erlösen, heilen und befreien.
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