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21.01.2016 13:59

Krankengeld Endlich weniger Papierkrieg!

von Anja Lang Autor
Ab sofort können Sie Krankengeld deutlich unbürokratischer beantragen, als die Jahre zuvor. Was sich aktuell beim Krankengeld-Antrag verbessert hat.
Krankengeld Endlich weniger Papierkrieg!
Ärger mit dem Krankengeld-Antrag? Das soll sich sich jetzt ändern!
Auch schon mal über den Papierkrieg beim Krankengeld-Antrag geärgert? Dann dürfen Sie jetzt aufatmen. Denn zum Jahreswechsel ist der Antrag auf Krankengeld deutlich einfacher geworden.


Nur noch ein Krankengeld-Formular

Seit dem ersten Januar 2016 gibt es jetzt nämlich nur noch ein Formular für den Antrag auf Krankengeld – den „gelben Schein“. Der sogenannte Auszahlschein zum Bezug des Krankengeldes von der Krankenkasse als Extraformular wurde ersatzlos gestrichen. Damit haben der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen (GKV-Spitzenverband) und die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) auf die massive Kritik der Unabhängigen Patientenberatung Deutschlands (UPD) reagiert. Sie hatte in ihrem dritten Jahresbericht 2015 das bisherige Krankengeld-Antragsverfahren als deutlich zu kompliziert bemängelt.


Wichtig: Nahtloser Nachweis der Arbeitsunfähigkeit

Bis vor kurzem noch durfte Sie, nach der sechswöchigen Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber, nämlich nicht der behandelnde Arzt direkt weiter krankschreiben, sondern Sie mussten sich, für den weiteren Bezug von Krankengeld, von Ihrer Krankenkasse einen sogenannten Auszahlschein zuschicken lassen. Diese Auszahlscheine gab es in verwirrender Vielzahl, denn jede Kasse hatte hier ihre eigenen Formulare. Besonders umständlich: Die Auszahlscheine mussten in der Regel per Post verschickt werden, da sie nur von Hand ausgefüllt werden konnten. Lag der Auszahlschein endlich im Briefkasten, mussten Sie damit wieder zum Arzt, um sich die weitergehende Arbeitsunfähigkeit manuell bestätigen lassen. Oft gab es von Seiten der Ärzte dann aber wieder Nachfragen bei den Kassen, wie der Schein genau auszufüllen sei. Endlich ausgefüllt, mussten Sie den Auszahlschein dann wieder an die eigene Krankenkasse zurückschicken.
Gesetzliche Krankenversicherung

Krankengeld-Lücken vorprogrammiert

Durch das umständliche Antrags-Prozedere, kam es aber immer wieder zu Zeitverzögerungen, was dann wiederum zu Lücken beim Nachweis der Arbeitsunfähigkeit führte. Dabei muss man wissen, dass für den Krankengeld-Bezug entscheidend ist, dass die neue Krankschreibung nahtlos an die alte anschließt. Nach neuester Regelung muss die neue Krankschreibung spätestens am nächsten Werktag nach dem Ende der letzten erfolgen. Beispiel: Sie sind bis Dienstag krankgeschrieben und weiterhin krank, dann muss die neue Krankschreibung spätestens am Mittwoch beginnen. Endet die Krankschreibung am Freitag, muss die Folgekrankschreibung spätestens ab Montag erfolgen. Der Samstag gilt hier nicht als Werktag.
Aber Achtung: Entstehen hier Lücken, hat das für Sie als Patient fatale Folgen: So kann Ihnen für die fehlenden Tage das Krankengeld gestrichen werden und schlimmstenfalls kann sogar der komplette Krankengeld-Anspruch verloren gehen.
 

Deutlich weniger Bürokratie beim Krankengeld

Damit das nicht so einfach passieren kann, hat der Gesetzgeber jetzt gehandelt. Seit dem 1. Januar 2016 wurde der bisherige Auszahlschein in die Arbeitsunfähigkeits-¬Bescheinigung integriert. Auf dem neuen Formular kann der Arzt jetzt sowohl eine Arbeitsunfähigkeit während der Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber bis sechs Wochen, als auch eine Arbeitsunfähigkeit während der Krankengeldzahlung durch die Krankenkasse ab der siebten Krankheitswoche direkt bestätigen.
Vorteil für Sie und den Arzt: Es gibt jetzt nur noch ein Formular für die Krankschreibung, das außerdem bundesweit einheitlich gestaltet ist. Das neue Arbeitsunfähigkeits-Formular 2016 kann außerdem elektronisch abgerufen und auch elektronisch ausgefüllt werden kann, so dass es in den Arztpraxen stets verfügbar ist.
 

Kopie für den Patienten

Neu: Als Patient erhalten Sie außerdem jetzt immer eine Kopie der Arbeitsunfähigkeits-Bescheinigung. So können Sie leichter kontrollieren, ab wann spätestens eine erneute AU-Bescheinigung ausgestellt werden muss, um den nahtlosen Arbeitsunfähigkeits-Nachweis zu gewährleisten. Mit dem neuen Formular erhält jetzt auch der Arbeitgeber einen Durchschlag – natürlich ohne Diagnose. Damit müssen Sie die Arbeitsunfähigkeit gegenüber dem Arbeitgeber jetzt nicht mehr wie bisher durch geschwärzte Kopien des Auszahlscheines oder zusätzlich vom Arzt ausgestellte AU-Bescheinigungen nachweisen.

Das hat sich 2016 beim Krankengeldantrag geändert
 Bis Ende 2015  Neu! Ab 2016
Krankschreibung während der Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber:

Arzt stellt AU-Bescheinigung aus; eine Kopie zur Information für den Arbeitgeber ist Bestandteil des Formulars

Krankschreibung während der Lohn-fortzahlung durch den Arbeitgeber:


Arzt stellt AU-Bescheinigung aus;
eine Kopie zur Information für den Versicherten und ein Durchschlag für den Arbeitgeber sind Bestandteil des Formulars

Krankschreibung während des Krankengeldbezuges:

1. Versand des Auszahlscheins durch die Kasse an den Versicherten
2. Ausfüllen des Auszahlscheins durch den Arzt
3. Versand des ausgefüllten Auszahl-scheins durch den Versicherten an die Kasse
4. Nachweis der Arbeitsunfähigkeit gegenüber dem Arbeitgeber durch vom Versicherten geschwärzte Kopie des Auszahlscheins oder zusätzlich vom Arzt erstellte AU-Bescheinigung
Krankschreibung während des Krankengeldbezuges:

1. Bescheinigung der Arbeitsunfähigkeit durch den Arzt
2. Vorlage der AU-Bescheinigung bei der Krankenkasse
3. Eine Kopie zur Information für den Versicherten und Durchschlag für den Arbeitgeber sind Bestandteil des Formulars
Quelle: GKV-Spitzenverband
 
Krankentagegeldversicherung
Biallo-Tipp: In den ersten sechs Wochen zahlt der Arbeitgeber noch Ihr Gehalt weiter. Das Krankengeld, das Sie anschließend von der Krankenkasse erhalten, ist aber deutlich geringer, als Ihr letztes Gehalt. Mit einer privaten Krankentagegeldversicherung können Sie rechtzeitig vorsorgen und finanzielle Lücken bei längerer Krankheit verhindern.
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