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14.07.2016 13:16

ZahnersatzWas die Krankenkasse noch leistet

von Annette Jäger Autor
Was die Krankenkasse an medizinischer Leistung gewährt, ist ausreichend. Das gilt nicht für den Zahnarztbesuch. Diese Kosten trägt die Kasse:
Zahnarzt Was die Krankenkasse noch leistet
Bei vielen Zahnbehandlungen müssen Patienten heutzutage zuzahlen.
Die Kassenlösung beim Zahnersatz ist nicht immer die ästhetisch wünschenswerte. Kritiker sagen, es handelt sich bei der Kassenlösung um eine einfache, medizinisch fast schon veraltete Art von Zahnersatz. Jede Art von höherwertigem Zahnersatz - beispielsweise ein Implantat statt einer Brücke – bedeutet einen höheren Eigenanteil für den Versicherten. Er muss sich nämlich an den Kosten des Zahnersatzes beteiligen.

Die Kosten werden vor allem dann zum Thema, wenn es um Zahnersatz geht. Gemeint sind:
  • Kronen
  • Teilkronen
  • Brücken
  • Brückenglieder
  • Prothesen
  • Inlays
  • Implantate
  • Reparaturen von Zahnersatz

Kasse gewährt Festzuschüsse für Zahnersatz

Im Jahr 2005 wurden die sogenannten Festzuschüsse in der gesetzlichen Krankenkasse eingeführt - wer Zahnersatz benötigt, erhält einen Zuschuss von seiner Krankenkasse. Allerdings gibt es feste Beträge, die sich am jeweiligen Befund orientieren und nicht an der Art der Versorgung. Man spricht von „befundorientiertem Festzuschuss“: Alle Patienten erhalten bei gleichem Befund denselben Zuschuss, unabhängig davon, für welche Art von Versorgung sich der Patient entscheidet. Für jeden Befund wurde eine medizinisch notwendige Regelversorgung definiert, die die Basis für die Kostenerstattung der Kasse bildet.

Der Vorteil: Die Krankenkasse gewährt den Zuschuss pauschal und damit auch für Behandlungsmethoden die nicht im Leistungskatalog vorgesehen sind, wie beispielsweise Implantate.

Mein Tipp: In unserem Rechner für Zahnzusatzversicherungen können Sie die verschiedenen Angebote vergleichen und Ihre persönlich passende Police finden.
Die Festzuschüsse decken jedoch nur etwa die Hälfte der Regelversorgungsleistung (Standardtherapie) ab. Bei der Regelversorgung hat der festsitzende Zahnersatz Priorität vor herausnehmbaren Gebissteilen. Die Kosten, die über dem Zuschussbetrag liegen, muss der Patient komplett selbst bezahlen. Je nachdem, ob er sich für eine einfache Standardlösung oder die Luxus-Gebisssanierung entscheidet, ist sein Eigenanteil unterschiedlich hoch.


Mit Bonusheft Zuschuss für Zahnersatz steigern

Die Krankenkassen belohnen regelmäßige Besuche beim Zahnarzt mit einem höheren Zuschuss. Wer einmal jährlich – Kinder halbjährlich – zu seinem Zahnarzt geht, sollte deshalb diesen Besuch in seinem Bonusheft vermerken lassen. Wer über fünf aufeinander folgende Jahre hinweg jedes Jahr einmal einen Kontrollbesuch beim Zahnarzt macht, erhält einen Aufschlag von 20 Prozent zum Festzuschuss.

Wer sogar zehn Vorsorgejahre aufweisen kann, erhält einen Bonus von 30 Prozent. Die Bonushefte gibt es kostenlos in den Zahnarztpraxen. Aufgepasst: der Bonus bezieht sich allein auf den Festbetrag der gesetzlichen Krankenkasse.

Beispiel für Kosten von Zahnersatz

Ein Rechenbespiel verdeutlich das:
Vollprothese (Standardversorgung der Kasse im zahnlosen Kiefer)
Gesamtkosten:
ca. 1.400 Euro
Festzuschuss bei
Bonus 0 %:
ca. 570 Euro
Bonus 20 %:
ca. 685 Euro
Bonus 30 %:
ca. 742 Euro
Eigenanteil je nach Bonus:
830 Euro, 715 Euro, 658 Euro
(Quelle: zahnwissen.de)


Härtefallregelung

Können Sie die Kosten für den Zahnersatz keinesfalls selbst tragen? Dann sind Sie vielleicht ein sogenannter Härtefall und können den doppelten Festzuschuss von der gesetzlichen Krankenkasse erhalten. Dieser reicht in der Regel aus, um die Standardversorgung zu begleichen. Ein Härtefall liegt vor, wenn Sie als Single monatlich nicht mehr als 1.162 Euro brutto verdienen.

Reicht bei einem Härtefall und ausschließlicher Regelversorgung der doppelte Festzuschuss nicht aus, sind die Krankenkassen nach Satzungsrecht verpflichtet, auch die Kosten zu übernehmen, die die doppelte Festzuschusshöhe überschreiten. Die finanzielle Lage müssen Sie bei der Krankenkasse natürlich nachweisen.

Wenn Sie nur wenig mehr als die Härtefall-Grenze verdienen, sprechen Sie mit Ihrer Krankenkasse. Sie können dann unter Umständen die "gleitende Härtefallregelung" in Anspruch nehmen und Ihren Zuschuss doch noch etwas steigern.

Keine Leistungen bei Zahnbehandlungen

Neben dem Zahnersatz gibt es viele Zahnbehandlungen, die die Kasse nicht in vollem Umfang bezahlt oder eben auch hier nur das medizinisch Notwendige. Füllungen sind ein gutes Beispiel. Amalgamfüllungen sind beispielsweise immer noch die Standardversorgung in der gesetzlichen Krankenkasse. Die Kasse zahlt kein
  • Gold-Inlay (Kostenpunkt: 300 bis 400 Euro pro Zahn)
  • Keramik-Inlay (Kostenpunkt 350 bis 500 Euro pro Zahn)
  • Kunststofffüllung hochwertig (Eigenanteil 30 bis 80 Euro pro Füllung).
Füllt der Zahnarzt jedoch einen Zahn im sichtbaren vorderen Kieferbereich mit Kunststoff, übernimmt die Krankenkasse die vollen Kosten.

Viele Zahnbehandlungen bezahlt die Krankenkasse nicht: eine professionelle Zahnreinigung zur Vorbeugung von Karies und Zahnfleischerkrankungen gehört dazu. Wer eine besondere Art von Schmerztherapie wünscht, wie Akupunktur, muss dafür ebenfalls eine Zusatzversicherung abschließen oder den Betrag selbst bezahlen. Auch bei einer kieferorthopädischen Behandlung kann ein Plus an Leistung wünschenswert sein.


Private Zahnzusatzversicherungen decken Lücke

Private Zahnzusatzpolicen decken die Versorgungslücke wenigstens zu einem Teil. Angebote für Policen gibt ab zehn Euro bis zu 50 Euro im Monat - es kommt darauf an, was Sie alles versichern wollen. Wichtigster Leistungsbaustein einer Police ist die Übernahme von Kosten für Zahnersatz, denn dies ist die teuerste Zahnarztleistung. Policen, die nur den Zahnersatz versichern, bekommen Sie bereits ab 15 Euro im Monat.
Lese-Tipp: Zahnersatz ist teuer und die Krankenkassen beteiligen sich nur minimal an den Kosten. Es gibt dennoch einige Sparmöglichkeiten, mit denen Sie sogar 50 bis 70 Prozent Kostenersparnis rausholen können. Lesen Sie dazu unseren Artikel "Aktion, Ausland, Studenten: So sparen Sie beim Zahnersatz".
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Sämtliche Angaben ohne Gewähr

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Leserkommentare
Kommentare können sich auf eine ältere Version des Artikels beziehen.
29.07.2010 - von c.reimer
Was die Gesetzliche Krankenkasse noch leistet
Sehr gut
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Foto: santypan / Shutterstock.com ID:4149
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