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02.11.2016 11:14

Sozialversicherungsbeiträge 2017 Beitragsbemessungsgrenze steigt um bis zu 300 Euro

von Max Geißler Autor
Besserverdiener müssen ab Januar mit höheren Abgaben rechnen. Die Beitragsbemessungsgrenzen in den Sozialversicherungen sollen um bis zu 300 Euro steigen.
Sozialversicherungsbeiträge 2017 Höhere Beitragsbemessungsgrenzen belasten Gutverdiener
Höhere Beitragsbemessungsgrenzen verschlingen 2017 mehr Gehalt
Jährlich legt die Bundesregierung die Einkommensgrenzen für die Berechnung der Sozialversicherungsbeiträge neu fest. Die Rechengrößen werden maßgeblich durch die Entwicklung der Brutto-Arbeitseinkommen in Deutschland bestimmt. Da die Löhne 2015 deutlich gestiegen sind, klettern die Beitragsbemessungsgrenzen signifikant nach oben.
Folgende Beitragsbemessungsgrenzen sollen zum 1. Januar 2017 wirksam werden:
  • Beitragsbemessungsgrenze in der Renten- und Arbeitslosenversicherung: Die Beitragsbemessungsgrenze für die gesetzliche Renten- und Arbeitslosenversicherung soll ab 2017 in den alten Bundesländern um 150 Euro steigen. Der beitragspflichtige Höchstbetrag liegt dann bei 6.350 Euro pro Monat (Jahresgrenze 76.200 Euro). In Ostdeutschland sollen die Werte gar um 300 Euro auf 5.700 Euro bzw. 68.400 Euro klettern. Beim aktuellen Beitragssatz von 18,7 Prozent müssen Gutverdiener im Westen mit einer Mehrbelastung von 14 Euro im Monat rechnen, im Osten sind es satte 28 Euro. Den gleichen Betrag steuert der Arbeitgeber bei.
     
  • Beitragsbemessungsgrenze in der Krankenversicherung: Höhere Beitragslasten für Gutverdiener warten auch in der gesetzlichen Krankenversicherung. Hier gilt eine bundeseinheitliche Beitragsbemessungsgrenze, so dass Arbeitnehmer mit hohem Gehalt auch im Osten mit höheren Lasten rechnen müssen. Die Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) wird von derzeit 4.237,50 Euro auf 4.350 Euro im Monat angehoben. Das entspricht einem Jahreseinkommen von 52.200 Euro. Für die aktuellen Beitragssätze bedeutet dies eine Mehrbelastung von Minimum 9,50 Euro im Monat, wenn das Gehalt die Beitragsbemessungsgrenze übersteigt. Zudem erheben fast alle Krankenkassen Zusatzbeiträge.
     
  • Versicherungspflichtgrenze 2017: Unabhängig von der Beitragsbemessungsgrenze existiert die Versicherungspflichtgrenze, also die Einkommensgrenze bis zu der Arbeitnehmer der gesetzlichen Krankenversicherungspflicht unterliegen. Ab 2017 müssen sich Beschäftigte bis zu einem Monatseinkommen von 4.800 Euro (Jahresbrutto: 57.600 Euro) gesetzlich versichern, bislang lag dieser Satz bei 4.687,50 Euro (Jahresbrutto: 56.250 Euro). Weiterhin gilt: Wer in diesem und auch im Folgejahr Einkünfte über der Beitragsbemessungsgrenze erzielt, der darf – unter Einhaltung bestimmter Kündigungsfristen – in eine private Krankenkasse wechseln.

Beitragsbemessungsgrenze unterschreiten

Die neuen Beitragsbemessungsgrenzen sollen ab 1. Januar 2017 gelten. Arbeitnehmer besitzen allerdings eine ganz legale Möglichkeit, Sozialbeiträge zu sparen: die betriebliche Altersvorsorge (bAV). Diese Form der Altersvorsorge soll künftig deutlich attraktiver werden: Statt bislang vier Prozent sollen künftig bis zu sieben Prozent der Einzahlungen bis zur Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung von Sozialabgaben verschont bleiben. Konkrete Zahlen oder Obergrenzen gibt es allerdings noch nicht. Wann die Neuerungen in Kraft treten, steht ebenfalls noch nicht fest.

Biallo-Tipp: Ausführliche Informationen und Vergleiche zum Thema gesetzliche und private Kranken- und Rentenversicherung finden Sie unter www.biallo.de/versicherungen.

Vergleich Private Krankenversicherung
Sämtliche Angaben ohne Gewähr

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Leserkommentare
Kommentare können sich auf eine ältere Version des Artikels beziehen.
11.09.2015 - von Erwin Meyer
Manche sparen auch
Privatversicherte bekommen mehr Geld vom Arbeitgeber, da der ja seine Zuazahlungen auf die Hälfte des durch die Beitragsbemessungsgrenze deckelt. Steigt die - steigt die Beteiligung des Arbeitgebers.
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Foto: minijob_Zadorozhnyi-Viktor_sh ID:7306
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