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27.03.2015 14:59

Sport-Check-up Immer mehr Kassen zahlen

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Der Sport-Check-up ist eine IGel-Leistung, die gesetzlich Versicherte selbst bezahlen müssen. Immer mehr Krankenkassen erstatten aber inzwischen auch Kosten.
Sport-Check-up Immer mehr Kassen zahlen
Immer mehr Krankenkassen bezahlen den Sport-Check-Up beim Arzt
Wir bewegen uns zu wenig und essen zu viel. Die Folgen sind typische Zivilisationskrankheiten, wie Rückenschmerzen, Übergewicht, Bluthochdruck und Co, von denen zunehmend mehr Menschen betroffen sind. Facharztverbände prangern diese Entwicklung an und appellieren dazu, sich bewusst mehr zu bewegen und regelmäßig Sport zu treiben. Doch nicht jede Sportart bzw. Trainingsintensität ist für jeden gleichermaßen geeignet.

Im Gegenteil: Personen, die untrainiert oder mit Vorerkrankungen spontan zum Tennisschläger greifen oder sich auf die Skier schwingen, können ihrer Gesundheit sogar mehr schaden als nutzen. „Wer sich zu viel oder für ihn Falsches zumutet, riskiert ernsthafte Probleme und Verletzungen, wer andersherum zu wenig tut, verschenkt ein Gros der positiven Effekte“, erklärt Rüdiger Reer, Generalsekretär des Deutschen Sportärztebundes (DGSP). „Wer effektiv und ohne Probleme Sport treiben möchte, sollte deshalb regelmäßig eine sportmedizinische Untersuchung durchführen lassen“, so Reer.
Gesetzliche Krankenversicherung

Ab 35 zum Sport-Check-up

Sportmedizin-Experte Reer rät grundsätzlich jedem, der Sport treibt, alle ein bis zwei Jahre einen Sport-Check-up durchführen zu lassen. „Besonders wichtig ist diese Untersuchung aber für Personen über 35 Jahren, Sport-Ein- und -Wiedereinsteiger sowie Menschen mit Hinweisen oder Risiken für Herzerkrankungen oder andere schwerwiegende chronische Krankheiten“, betont Reer.

Infos zum Sport-Check-up

Was passiert beim Sport-Check-up?

Der Sport-Check-up setzt sich grundsätzlich aus drei Teilen zusammen: Der Anamnese, in der der Arzt im Gespräch mit dem Patienten dessen Krankengeschichte erfragt. Der körperlichen Untersuchung: Hier begutachtet der Arzt alle wichtigen Organe, Muskeln und Gelenke, misst den Blutdruck und bestimmt den BMI. Außerdem werden entscheidende Blutparameter bestimmt. Anschließend folgen apparative Untersuchungen, wie das Ruhe- sowie Belastungs-EKG. „Hier sieht man, wie gut das Herz arbeitet und, ob möglicherweise bisher unerkannte Erkrankungen vorliegen“, weiß Reer. „Der Lungenfunktionstest zeigt, wie fit die Lunge ist. Mit dem Laktat-Test lässt sich die körperliche Leistungsfähigkeit des Patienten bestimmen.“ Eine Beratung für das optimale Training rundet den Sport-Check-up ab. „Dabei orientieren wir uns immer sehr an den persönlichen Bedürfnissen und Möglichkeiten des Einzelnen und finden Alternativen“, betont der Sportmediziner. „Was nützt dem Patienten die Empfehlung, dreimal die Woche schwimmen zu gehen, wenn derjenige kein Wasser mag oder einfach kein Schwimmbad in der Nähe ist?“

Was kostet der Sport-Check-up?

Die Basisversion des Sport-Check-ups mit Anamnese, körperlicher Untersuchung und abschließender Besprechung kostet rund 80 Euro. Der erweiterte Sport-Check-up mit zusätzlichem EKG, Lungenfunktionstest und/oder Laboruntersuchung wird mit rund 170 Euro in Rechnung gestellt. Wird zusätzlich noch eine Laktatuntersuchung durchgeführt, erhöhen sich die Kosten nochmal um rund 40 Euro auf dann etwa 210 Euro. Private Krankenkassen übernehmen in der Regel die Kosten. Gesetzlich Versicherte müssen sie grundsätzlich selbst bezahlen, denn die sportmedizinische Untersuchung ist nicht Teil des Leistungskatalogs der gesetzlichen Krankenkassen, sondern wird als sogenannte IGel-Leistung für Selbstzahler angeboten.
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Krankenkassen erstatten bis zu 90 Prozent

Im Zuge freiwilliger Mehrleistungen beteiligen sich aber inzwischen auch immer mehr gesetzliche Krankenkassen an den Kosten. „Immer mehr Kassen haben die Zeichen der Zeit erkannt und übernehmen die Kosten oder einen Großteil der Kosten der sportmedizinischen Untersuchung“, erklärt Reer. Die BKK Mobil Oil zum Beispiel bezuschusst den Sport-Check-up alle zwei Jahre mit bis zu 90 Prozent und maximal 130 Euro. Bis zu 140 Euro zweijährlich gibts von der SBK vowie der BKK vor Ort dazu. Ebenfalls bis zu 140 Euro Zuschuss - allerdings jährlich - leistet auch die BKK RWE. „Die Tendenz der Kassen, hier zu zahlen, ist eindeutig steigend“, sagt Reer. „Wir gehen davon aus, dass in den nächsten Jahren noch mehr Kassen dazu kommen.“

Sport-Check-up: Diese Kassen leisten

Wenn Sie wissen möchten, welche Kassen bereits jetzt für den Sport-Check-up zahlen, können Sie das auf den Seiten der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention einsehen.
Info: Wann lohnt ein Kassenwechsel?

Wenn Sie außerdem wissen möchten, ob sich ein Wechsel für Sie zu einer dieser Krankenkassen lohnt, vergleichen Sie auch die anderen Zusatzleistungen der Krankenkassen, wie etwa kostenlose professionelle Zahnreinigung, Osteopathie, Bonuszahlungen unr vieles mehr, miteinander. Das geht ganz einfach mit unseren Biallo-GKV-Rechner: Hier sehen Sie auch gleich, wie teuer die unterschiedlichen Krankenkassen sind und wieviel Geld Sie beim Wechsel in eine günstigere Kasse sparen können.

Übrigens: Ein Krankenkassenwechsel ist ganz einfach und risikolos möglich: Sie können jederzeit wechseln, wenn Sie mindestens schon 18 Monate Mitglied Ihrer bisherigen Kasse sind. Jede Kasse, die für ihr Gebiet zugelassen und allgemein geöffnet ist muss sie aufnehmen, auch wenn Sie schon älter oder chronisch krank sind.

 

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