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17.03.2016 11:00

Hilfsmittel in der Krankenversicherung Nicht sparen bei Rollstühlen, Prothesen oder Sehhilfen

von Annette Jäger Autor
Mit Hilfsmitteln ist das so eine Sache. In der privaten Krankenversicherung sind die Leistungen oft nicht ausreichend und bei den gesetzlichen Krankenkassen bleiben Versicherte oft auf einem Eigenanteil sitzen. Das sollten Sie wissen.
Hilfsmittel in der Krankenversicherung Nicht sparen bei Rollstühlen, Prothesen oder Sehhilfen
Seehilfen wie Brillen werden von vielen Krankenkassen längst nicht immer erstattet
Wenn Sie an den Abschluss einer privaten Krankenversicherung denken, kommen Ihnen vermutlich nicht als erstes die Leistungen für Hilfsmittel in den Sinn: Einen elektrischen Rollstuhl, Krücken, Inkontinenzmaterial, Prothesen, orthopädische Schuhe oder einen Sprachcomputer benötigen Sie jetzt nicht – und hoffentlich auch nicht in Zukunft.

Allerdings: Hilfsmittel sind ein Kostenrisiko. Ein elektrischer Rollstuhl kostet leicht 25.000 bis 45.000 Euro. Wenn Ihr Tarif solche Kosten nicht deckt, schwinden im Ernstfall die Vorzüge einer privaten Krankenversicherung rasch dahin. Und das kann leicht passieren, denn die Tarife in der privaten Krankenversicherung leisten höchst unterschiedlich.
 

Vergleichen Sie die Leistungen für Hilfsmittel in der privaten Krankenversicherung

Knackpunkt ist die Frage, ob dem Tarif in der privaten Krankenversicherung ein geschlossenes Hilfsmittelverzeichnis zugrunde liegt, oder ein offenes. Beim geschlossenen gilt ein bei Vertragsabschluss festgelegtes Hilfsmittelverzeichnis, in dem alle Hilfsmittel aufgelistet sind, die durch den Tarif abgedeckt sind. Das Verzeichnis ist über die Vertragslaufzeit unveränderbar. Zwar liegen die Sätze hier meist über den Summen, die die gesetzliche Krankenkasse (GKV) für Hilfsmittel gewährt, doch wenn ein Hilfsmittel nicht aufgelistet ist, zahlt die private Krankenversicherung gar nicht. In manchen Verträgen sind sogar genaue Summen festgeschrieben, die für einzelne Hilfsmittel gewährt werden. Bedenken Sie die Vertragslaufzeit: Was sind ein paar hundert Euro Zuschuss für einen elektrischen Rollstuhl in 20 Jahren noch wert?
Deshalb empfiehlt es sich, auf ein offenes Hilfsmittelverzeichnis zu achten. „Zumindest bei lebenserhaltenden Hilfsmitteln sollten keine Leistungseinschränkungen gelten“, rät Charlotte Henkel von der Verbraucherzentrale Hamburg. Offenes Verzeichnis heißt auch, dass die Liste der erstattungsfähigen Hilfsmittel ständig erneuert, erweitert und auch neuentwickelte Hilfsmittel Berücksichtigung finden. Diese offenen Verzeichnisse finden Sie meist bei leistungsstarken Tarifen vor. Hier ist mehr Beitrag im Monat fällig, aber es lohnt sich. Denn später den Tarif aufzustocken, wird meist noch teurer. Sie sind dann älter geworden, haben eventuell schon Vorerkrankungen und es fallen möglicherweise sogar Risikozuschläge an.


Hilfsmittel in der GKV: Mehrkosten nicht hinnehmen

In der GKV sind Patienten gut versorgt, es gilt ein offenes Hilfsmittelverzeichnis, das so dick wie ein Telefonbuch ist. Hilfsmittel verordnet der Arzt Ihnen per Rezept, das Sie in einem Sanitätshaus einlösen können. An Zuzahlungen fallen maximal zehn Euro an. Trotzdem gibt es auch hier immer wieder Ärger mit den Leistungen. Benötigen Sie ein Hilfsmittel, sind Sie nicht nur gezwungen, ein bestimmtes Sanitätshaus aufzusuchen, mit dem die jeweilige Krankenkasse einen Versorgungsvertrag abgeschlossen hat. Gleichzeitig müssen Sie mit dem Produkt Vorlieb nehmen, mit dessen Hersteller Ihre Kasse einen Vertrag abgeschlossen hat. Wünschen Sie ein Produkt in besserer Qualität, müssen Sie den Mehrpreis selbst bezahlen.
Mein Tipp: Hatten Sie als Kassenpatient im vergangenen Jahr hohe Ausgaben für Zuzahlungen zu Medikamenten oder Arztrezepten? Dann steht ihnen eine Erstattung und Zuzahlung zu. Denn mehr als zwei Prozent Ihres Jahresbruttoeinkommens müssen Sie nicht aufbringen.
Gesetzliche Krankenversicherung
Doch aufgepasst: Viele Versicherte sind allzu schnell bereit, Mehrkosten selbst zu tragen. Das müssen sie jedoch nicht, wenn das Produkt nicht für sie geeignet ist, wenn etwa Windeln nicht passen oder wenn es zu Unverträglichkeiten wie einer Allergien kommt. In diesem Fall muss die Krankenkasse für die Mehrkosten aufkommen. Der Patient hat das Recht auf die medizinisch notwendige Versorgung. „Notfalls müssen Versicherte hier Widerspruch einlegen, wenn sich die Krankenkasse weigert, zu zahlen“, rät Henkel. Dabei legt der Patient schriftlich Widerspruch gegen den Kassenbescheid ein und fügt eine Kostenaufstellung der notwendigen Hilfsmittel an. „Gut ist, den Arzt einzubinden, der die medizinische Notwendigkeit erneut betont“, rät Henkel. „Patienten sollten gegenüber ihrer Krankenkasse ruhig selbstbewusst auftreten und sich nicht abwimmeln lassen.“
Mein Tipp: GKV-Zusatzbeitrag steigt 2016: Für jeden dritten gesetzlich Versicherten sind die Krankenkassen-Beiträge heuer gestiegen. Ein Wechsel der Kasse kann Ihnen jährlich bis zu 540 Euro Krankenkassenbeitrag ersparen.
Vergleich Private Krankenversicherung
Sämtliche Angaben ohne Gewähr

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