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08.01.2015 13:20

GKV Vorteil Kassenpatient

von
Kassenpatienten fühlen sich häufig als Patienten zweiter Klasse. Doch sie genießen auch Vorteile, die Privatpatienten nicht bekommen.
GKV Vorteil Kassenpatient
Nicht überall haben private Krankenversicherungen die Nase vorn
Längere Wartezeiten beim Arzt, allgemein sinkende Leistungen und häufige Zuzahlungen haben im Lauf der letzten Jahre kräftig am Image der gesetzlichen Krankenversicherung genagt. Gerade, was Zahnersatz, alternative Behandlungsformen oder auch die Versorgung im Krankenhaus angeht, erhalten Privatpatienten oft deutlich bessere Leistungen, als gesetzlich Versicherte.
Doch nicht überall haben private Krankenversicherungen die Nase vorn. Stichwort: Kostenlose Familienversicherung oder die Aufnahme für jedermann ohne Gesundheitsprüfung. Doch es gibt noch mehr Extras, die nur von den gesetzlichen Krankenversicherungen angeboten werden und in den regulären Tarifen der privaten Krankenversicherungen nicht vorgesehen sind.

Krankengeld

Stellt der Arzt Arbeitsunfähigkeit fest, zahlt die gesetzliche Krankenkasse Krankengeld, um den entstehenden Lohnausfall finanziell abzufedern. In der Regel beginnt die Zahlung, wenn die Lohnfortzahlung des Arbeitgebers nach sechs Wochen endet. Wer Krankengeld erhält, muss während dieser Zeit keine Krankenkassenbeiträge zahlen. Private Krankenkassen zahlen kein Krankengeld. Wer sich gegen dieses Risiko absichern möchte, muss dazu eine extra Krankentagegeldversicherung abschließen. Auch die Krankenkassenbeiträge müssen, während der Zeit der Arbeitsunfähigkeit, ganz regulär weiter bezahlt werden.
Gesetzliche Krankenversicherung

Kinderkrankengeld

Wenn ein Elternteil wegen der Pflege eines kranken Kindes nicht arbeiten kann, springt die gesetzliche Krankenversicherung mit der Zahlung von Kinderkrankengeld ein. Bei den privaten Krankenversicherungen ist diese Leistung nicht vorgesehen.

Haushaltshilfe

Fallen Vater oder Mutter wegen Krankheit komplett aus, so dass sie sich weder um den Haushalt noch kleine Kinder unter zwölf Jahren kümmern können, haben gesetzlich Versicherte Anspruch auf eine bezahlte Haushaltshilfe. Privatversicherten steht diese Leistung grundsätzlich nicht zu, da sie nicht der unmittelbaren Heilung dient. Gegen Aufpreis kann das Zahlen einer Haushaltshilfe höchstens über eine Zusatzversicherung abgedeckt werden.

Mutterschaftsgeld

Berufstätige und gesetzlich versicherte Frauen, die Mutter werden, erhalten in der Zeit des Mutterschutzes Mutterschaftsgeld und müssen während dieser Zeit auch keine Krankenkassenbeiträge bezahlen. Privat krankenversicherten Frauen steht diese Leistung nicht zu. Auch die Beiträge müssen hier ganz regulär weiter bezahlt werden.
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Kurleistungen

Die Mutter-Vater-Kind-Kur ist eine Pflichtleistung der gesetzlichen Krankenkassen. Drohen Eltern wegen Überlastung dauerhaft krank zu werden, haben sie Anspruch auf diese Kur. Die Kosten hierfür werden komplett von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Versicherte zahlen nur die gesetzliche Zuzahlung von zehn Euro pro Tag. Private Krankenversicherungen bezahlen im Normalfall nur die Kosten für die medizinische Behandlung während des Kur-Aufenthaltes. Unterkunft und Verpflegung müssen in der Regel selbst getragen werden. Mit speziellen Kurtarifen oder mit einer Zusatzversicherung kann eine Mutter-Kind-Kur aber auch bei einer Privatkasse als Leistung mit eingeschlossen sein.

Empfängnisverhütung

Für Versicherte bis zum vollendeten 20. Lebensjahr übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung die Kosten für empfängnisverhütende Mittel, die vom Arzt verordnet werden. Kosten hierfür werden von privaten Krankenkassen nicht erstattet.

Psychotherapie

Seit 1967 ist Psychotherapie in Form der tiefenpsychologisch fundierten und der analytischen Psychotherapie eine Regelleistung der GKV. 1987 kam die Verhaltenstherapie hinzu. Pro Jahr übernimmt die GKV die Kosten für 25 psychotherapeutische Sitzungen plus fünf bzw. acht vorgeschaltete Probesitzungen. Auf Antrag wird meist auch eine weiterführende Therapie bewilligt. Bei einer analytischen Psychotherapie können sogar bis zu 300 Stunden zusammenkommen. Bei privaten Krankenversicherungen ist Psychotherapie dagegen nicht automatisch Bestandteil des Versicherungsvertrages. In vielen Verträgen ist diese Leistung auch ausgeschlossen bzw. der Leistungsumfang auf ein relativ niedriges Niveau beschränkt.

Präventionskurse

Gesetzliche Krankenkassen müssen, laut Paragraf 20 Sozialgesetzbuches V, in ihrer Satzung Leistungen zur Förderung der Gesundheit und zur Vorbeugung von Krankheiten anbieten. Gesetzlich Versicherte profitieren davon in Form von Präventionskursen und Gesundheitsreisen, deren Kosten auf Antrag größtenteils übernommen werden. Ein Rezept vom Arzt ist hierfür nicht nötig. Private Krankenkassen übernehmen in der Regel keine Kosten für Maßnahmen, die nicht vom Arzt verordnet wurden.

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Leserkommentare
Kommentare können sich auf eine ältere Version des Artikels beziehen.
24.01.2014 - von Egeler
Private versus gesetzliche KV
Und noch viel gravierender ist die Tatsache, daß die Bei träge zur privaten Krankenversicherung im Rentenalter manchmal die ganze Rente(und mehr) auffressen können!
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