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25.02.2015 15:27

Kosten der Krankenversicherung Was ist steuerlich absetzbar?

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Krankenschutz ist teuer: Aber es gibt finanzielle Unterstützung vom Staat, denn die Beiträge und Prämien für die Krankenversicherung gelten bei der Steuer als Sonderausgaben.
Kosten der Krankenversicherung Was ist steuerlich absetzbar?
Der Fiskus erkennt Kosten für die Krankenversicherung als Sonderausgaben an
Absetzbar sind zunächst einmal alle Beiträge der Krankenversicherung bei der Steuer, die eine Grundabsicherung auf dem Niveau der gesetzlichen Kassen sicherstellen. Das heißt: Kassenbeiträge können immer voll abgesetzt werden – nur wenn das Krankentagegeld auch mitversichert ist, werden vier Prozent der Beitragssumme nicht anerkannt. Absetzbar sind auch Zusatzbeiträge, die gesetzlich Versicherte aufbringen müssen, weil ihrer Kasse das Geld aus dem Gesundheitsfonds nicht ausreicht. Was bei der privaten Krankenversicherung über den Basisschutz auf dem Niveau der gesetzlichen Krankenkassen hinausgeht, ist bei der Steuer auch nicht absetzbar – gedeckelt ist die Absetzbarkeit auch bei Privatversicherten auf die Basisversorgung.

Private Krankenversicherung: Nicht alle Kosten sind über die Steuer absetzbar

Die Regelung führt vor allem dazu, dass bei der Steuer Wahl- und Zusatztarife der Krankenversicherung nicht absetzbar sind. Auch klassische Zusatzversicherungen werden nicht als Krankenversicherung steuerlich anerkannt: Dazu gehören Prämien für eine Auslandsreisekrankenversicherung, die Kosten für private Krankengeld-, Krankentagegeld- oder Krankenhaustagegeldversicherungen sowie die Beiträge für eine private Kurkostenversicherung oder eine private Pflegezusatzversicherung. Die einzige Ausnahme: Wer weniger als 1.900 bzw. 2.800 Euro im Jahr an Krankenversicherungsbeiträgen steuerlich geltend machen kann, darf diese Grenzen mit anderen Versicherungen auffüllen.

Beispiel: Der ledige Steuerzahler A zahlt für seine Basis-Krankenversicherungen 300 Euro im Monat. Damit kann er 3.600 Euro im Jahr steuerlich absetzen. Weitere Versicherungskosten laufen damit ins Leere, weil schon der Basis-Krankenschutz über der Grenze von 1.900 Euro liegt.

Der ledige Steuerzahler B zahlt für die Basis-Krankenversicherung 100 Euro im Monat, mithin 1.200 Euro im Jahr. Weil er unterhalb der 1.900 Euro bleibt, kann er die restlichen 700 Euro mit weiteren Versicherungsbeiträgen auffüllen: Das können die Prämien für private Wahl- und Zusatztarife eine privaten Krankenversicherung sein, aber auch Kosten für ganz andere Versicherungen, die steuerlich anerkannt werden.

Krankenversicherung und Steuer: Wessen Prämien und Beiträge sind absetzbar?

Neben der Frage, was steuerlich anerkannt wird, ist auch die Frage entscheidend, wessen Prämien steuerlich geltend gemacht werden können. Absetzbar sind neben den eigenen Krankenversicherungskosten die Prämien und Beiträge für die Ehefrau und die Kinder. Absetzbar sind dabei auch die Prämien für Kinder, die bereits über 25 Jahre alt sind, für die kein Kindergeldanspruch mehr besteht, für die Sie aber als Versicherungsnehmer eine Versicherung abgeschlossen haben.
Wer für den geschiedenen oder dauernd getrennt lebenden Ehegatten die Krankenversicherung bezahlt, kann die Kosten ebenfalls bei der Steuer geltend machen. Die Beiträge können über den eigentlichen Unterhaltshöchstbetrag von 13.805 Euro abgesetzt werden. Der Empfänger muss die Leistungen zwar versteuern, kann aber seinerseits die Prämien und Beiträge steuerlich geltend machen, so dass er in der Regel nicht zusätzlich durch die Steuer belastet wird. Wer die Kosten der Krankenversicherung für einen Partner in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft trägt, kann auch von Vorteilen bei der Streuer profitieren: Versichern Sie Ihren Partner in Ihrem Vertrag mit, können Sie die Kosten als Sonderausgaben absetzen. Zahlen Sie die Beiträge für den Partner, der eine eigene Krankenversicherung hat, kann der Partner die Kosten als Sonderausgaben absetzen.
Gesetzliche Krankenversicherung
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Krankenversicherung: Steuer-Bonus geringer bei Erstattungen?

Nicht jeder zahlt seine Krankenversicherungsbeiträge selbst – Angestellte erhalten 50 Prozent der Beiträge vom Chef erstattet. Privatversicherte erhalten zusätzlich Erstattungen von der privaten Krankenversicherung, wenn über einen bestimmten Zeitraum keine Leistungen in Anspruch genommen wurden. Solche Erstattungen müssen immer von den Prämien abgezogen werden, die Sie steuerlich geltend machen.

Krankenversicherung: Beitragsentlastungstarife steuerlich absetzbar?

Zusätzlich zu Ihren regulären Prämien wird vielen Privatversicherten heute die Möglichkeit geboten, sogenannte Beitragsentlastungstarife zu vereinbaren. Sie zahlen dann heute einen Aufschlag, um im Rentenalter in den Genuss von Beitragsermäßigungen zu kommen. Die Kosten für solche Beitragsentlastungstarife sind in dem Maße steuerlich absetzbar, wie sie auf eine spätere Entlastung der Basisabsicherung entfallen. Die private Krankenversicherung stellt für die Steuer  entsprechende Bescheinigungen aus.
Vergleich Private Krankenversicherung
Sämtliche Angaben ohne Gewähr

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Leserkommentare
Kommentare können sich auf eine ältere Version des Artikels beziehen.
09.04.2013 - von Traumtaenzer
Bonuszahlungen
Meine Frau und ich erhalten jährlich gemeinsam zirka 340,00 € von unserer Krankenkasse im Rahmen der Teilnahme an verschiedenen Vorsorgeuntersuchungen, Sport etc. zurück. Die Krankenkassen melden jährlich die Bonuszahlungen an das Finanzamt. Daher müssen wir auch die erhaltenen Zahlungen in der Steuererklärungen angegeben. d. h. von der geleisteten Zahlung für die Krankenversicherung in Abzug bringen. Sachpreise soviel mir bekannt ist dagegen nicht, da diese auch einen nicht so hohen Geldwert darstellen.
29.03.2012 - von Carolina
Bonusheft
Wie steht es denn mit den Bonuszahlungen, wenn man bei der GKV ein Bonusheft aufgrund des gesunden Lebensstils hat? Bei manchen wir Geld zurück gezahlt, bei manchen auch Sachpreise. Muss man diese Prämien auch von den Versicherungsbeiträgen abziehen?
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