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28.01.2016 10:47

Private Krankenversicherung Neue Leitlinien erleichtern Tarifwechsel

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Ein Tarifwechsel in der privaten Krankenversicherung war bislang für Kunden ein Buch mit sieben Siegeln. Seit 2016 gelten Leitlinien, die den Wechsel vereinfachen sollen. Lesen Sie, was das bringt.
Private Krankenversicherung Neue Leitlinien erleichtern Tarifwechsel
Im Tarif-Dschungel können sich Verbraucher schnell verirren. Das soll sich jetzt ändern.
Ein Tarifwechsel in der privaten Krankenversicherung ist oft die einzige Möglichkeit, stetig steigende Beiträge abzumildern. Sollten Sie zu den älteren Kunden gehören, die schon lange in der privaten Krankenversicherung sind, ist Ihnen der nicht selten horrende Kostenanstieg sicherlich nicht unbekannt. Das Recht, bei einem Beitragsanstieg in einen gleichartigen Tarif beim selben Unternehmen zu wechseln, steht Ihnen gesetzlich zu. Doch wenn es konkret werden sollte, wurden die Versicherten bislang häufig alleingelassen. Die Unternehmen haben die Wechselmöglichkeit von sich aus nicht propagiert, gleichzeitig haben die Kunden selbst kaum Einblick in die oft komplizierte Tarifstruktur - so manches Unternehmen bietet an die 100 Tarife an. Wie soll sich da jemand zurechtfinden?

Leitlinien vereinfachen Tarifwechsel

Das soll nun anders werden. Der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) hat "Leitlinien für einen transparenten und kundenorientierten Tarifwechsel" erarbeitet, um Kundenrechte weiter zu stärken. Schon 2015 konnten sich erste Unternehmen anschließen, jetzt im neuen Jahr sollen die Regeln umfassend greifen. "Durch diese Leitlinien haben Versicherte jetzt garantierte Rechte gegenüber ihrem Versicherer", sagt Elke Weidenbach, Versicherungsexpertin bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

Mit den Leitlinien verpflichten sich die Unternehmen Wechselanfragen innerhalb von 15 Arbeitstagen zu beantworten sowie eine qualifizierte, objektive Beratung zu Tarifalternativen anzubieten, heißt es beim Verband der privaten Krankenversicherung. Die Tarifauswahl würde von einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer kontrolliert. Zudem wollen sie Kunden schon ab 55 Jahren - und nicht wie gesetzlich vorgegeben ab 60 Jahren - auf gleichartigen Versicherungsschutz hinweisen, der zu einer Beitragsreduzierung führen würde.

Leitlinien mit Manko

Einen Mangel haben die Leitlinien: Sie geben zwar vor, wie ein Tarifwechsel im Idealfall laufen soll, haben aber keine Konsequenzen verankert, wenn die Vorgaben nicht eingehalten werden. "Ansprüche bei Nichteinhaltung sind aber besser durchzusetzen als ohne Leitlinien", sagt Weidenbach pragmatisch. Wie sich das in der Praxis umsetzen lässt, wird sich noch zeigen. Und noch ein Manko gibt es, laut Weidenbach: die Versicherer können sich freiwillig den Leitlinien anschließen und nur dann sind sie auch verbindlich. Wer sich nicht anschließt, muss sie auch nicht umsetzen. Bislang haben sich 25 private Krankenversicherer angeschlossen – das sind mehr als Zweidrittel der Unternehmen auf dem Markt - darunter große Versicherer wie Allianz, Axa, Barmenia, Debeka oder Gothaer. Es fehlen jedoch noch andere große Spieler: die Central oder die LKH.
 
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Private Krankenversicherung: werden Sie selbst zum Tarifwechsel-Experten

Auch wenn Sie als Kunde der privaten Krankenversicherung künftig eine bessere, transparentere Beratung beim Tarifwechsel von Ihrer Krankenversicherung erhalten, ändert das nichts daran, dass Sie selbst auch zum Tarif-Experten werden sollten. Die Leistungen der Tarife sind nicht immer leicht zu verstehen. Schnell ist eine Leistung aus dem Tarif gestrichen, um Geld zu sparen. Erst später merken Sie vielleicht, wie wichtig sie gewesen wäre. Portale im Internet bieten an, beim Tarifwechsel zu unterstützen und ihn abzuwickeln. In Einzelfällen werden dafür bis zu 1.000 Euro kassiert, was völlig überteuert ist. Günstiger wird es, wenn Sie sich an einen Versicherungsberater wenden, der ein Stundenhonorar verlangt, um eine Zweitmeinung einzuholen. Oder Sie wenden sich an die Verbraucherzentralen, die ebenfalls eine Beratung anbieten. Denn eines müssen Sie im Auge haben: für Leistungen, die sie jetzt aus dem Vertrag streichen, später aber wieder aufstocken wollen, fällt eine Gesundheitsprüfung an und damit auch eventuelle Risikozuschläge.
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