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05.10.2012 09:50

Private Krankenversicherung Es gibt ein Zurück in die Gesetzliche

von Rolf Winkel Autor
Rund zehn Prozent aller Bundesbürger sind privat krankenversichert. Manche scheuen den Wechsel zur PKV, weil sie befürchten nicht in die Gesetzliche zurückkehren zu können. In welchen Fällen ist die Rückkehr möglich?
Private Gesetzliche Krankenversicherung Rückkehr Finanzportal Biallo.de
Die private Krankenversicherung ist keine Einbahnstraße - jedenfalls nicht für junge Versicherte
Sinkt der Verdienst unter die (jährlich angepasste) Versicherungspflichtgrenze, dann müssen die Betroffenen in aller Regel wieder in die gesetzliche Krankenversicherung. „Das geht von heute auf morgen“, sagt Uwe Werner, Dezernent bei der Knappschaft.

Beispiel: Das Gehalt im Februar 2012 beträgt statt vorher 4.250 nur noch 3.750 Euro. Dieses Gehalt eines einzigen Monats wird auf einen Zwölf-Monats-Zeitraum hochgerechnet. Denn die Kassen gehen immer von der Gehaltssituation in der Zukunft aus, selbst wenn in der Vergangenheit mehr verdient wurde. Damit ergibt sich im Beispiel ein prognostizierter Verdienst im neu beginnenden Zwölf-Monats-Zeitraum von (12 x 3.750=) 45.000 Euro. Hinzu kommen noch Weihnachtsgeld- und sonstige vertraglich zugesicherte Sonderzahlungen von – hier unterstellten – 3.000 Euro. Unter dem Strich werden so für die künftigen zwölf Monate 48.000 Euro (im Schnitt sind das 4.000 Euro pro Monat) prognostiziert. Dieses Gehalt unterschreitet die Versicherungspflichtgrenze, die 2012 bei 4.237,50 Euro pro Monat bzw. 50.850 Euro im Jahr liegt. „Dann muss der Betroffene seine private Versicherung kündigen und sich bei uns oder einer anderen gesetzlichen Krankenkasse versichern“, erklärt Knappschafts-Experte Werner.

Wer schon Ende 2002 privat versichert war, für den liegt allerdings die für die Rückkehr in die GKV entscheidende Versicherungspflichtgrenze 2012 bei nur 3.825,00 Euro im Monat bzw. 45.900 Euro im Jahr.

Entgeltumwandlung

Wer in die betriebliche Altersvorsorge einzahlt, unterschreitet womöglich auch die kritische Grenze. 2012 können Arbeitnehmer jeweils bis zu 224 Euro ihres laufenden Bruttomonatseinkommens (2.688 Euro im ganzen Jahr) beitragsfrei und damit Entgelt mindernd über eine Entgeltumwandlung für die Altersvorsorge abzweigen. So sorgen sie gleichzeitig fürs Alter vor und senken ihre sozialbeitragspflichtigen Einkünfte. Falls dies noch nicht ausreicht, um wieder in der GKV versicherungspflichtig zu werden, können weitere Einkommensbestandteile auf einem Langzeit- bzw. Lebensarbeitszeitkonto „geparkt“ werden. Sozialversicherungsbeiträge und Steuern fallen dann erst an, wenn die angesparten Rücklagen genutzt werden – etwa für eine längere Auszeit vom Job oder für einen vorzeitigen Ausstieg aus dem Arbeitsleben.

Arbeitslosigkeit

Wer seinen Job verliert und die Versicherungsleistung Arbeitslosengeld (ALG) I bezieht, wird (wieder) in einer gesetzlichen Kasse versicherungspflichtig. Findet er dann einen neuen Job mit einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsentgelt unterhalb der Versicherungspflichtgrenze, so bleibt er weiterhin versicherungspflichtig. Verdient er mehr, so kann er sich eventuell freiwillig gesetzlich versichern - allerdings nur wenn er unmittelbar zuvor zwölf Monate gesetzlich versichert war. Alternativ dazu reicht es auch aus, wenn er in den letzten fünf Jahren 24 Monate gesetzlich krankenversichert war. Wird keine dieser Voraussetzungen erfüllt, so besteht für die Betroffenen nach der Rechtsauslegung des Bundesversicherungsamts die Verpflichtung, sich privat krankenzuversichern.

Keine Rückkehr für Ältere

Diese Rückkehr-Möglichkeiten gelten nur für Arbeitnehmer unter 55 Jahren. Langjährig privat versicherten Arbeitnehmern, die 55 oder älter sind, ist dagegen die Rückkehr in die GKV in der Regel versperrt – auch wenn ihr Einkommen die Versicherungspflichtgrenze unterschreitet oder sie ALG I beziehen.

Keine Rückkehr über ALG II

Seit Anfang 2009 bleiben diejenigen, die vor dem Bezug von Arbeitslosengeld II privat versichert waren, dies auch als Hartz-IV-Bezieher. Damit wurde vor allem Selbstständigen die Rückkehr in die GKV versperrt.
Vergleich Private Krankenversicherung
Sämtliche Angaben ohne Gewähr

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Leserkommentare
Kommentare können sich auf eine ältere Version des Artikels beziehen.
05.04.2014 - von minime
Angaben schwer nachvollziehbar
Leider sind wie so oft die Angaben hier nicht nachvollziehbar und widersprechen vielen anderen Websites. Nach laienhaften Studium der Gesetze kann ich keinen Hinweis finden, dass sofort eine Versicherungspflicht besteht, wenn einmal ein Monat weniger Geld reinkommt. Könnte man dann nicht über Elternzeit/Elterngeld in die GKV zurück kommen? Auch die 12 Monate versichert bleiben bevor man dauerhaft darf finde ich in den Gesetzen nicht, mir scheint jede GKV handhabt das anders. Dürfen die das? So wie so ich das lese wird nur einmal im Jahr nach geschaut ob man versicherungspflichtig ist. Hat man z.b. ab 1.1. Elterngeld, fällt dadurch also für Kind 2 Monate unter die jaeg dann sollte die nächste Überprüfung ja erst nach einem Jahr stattfinden. Dann war man ja 12 Monate in der GKV, darf also freiwillig dort bleiben.
09.10.2013 - von Zrinski
privat Versicherter entzieht sich nicht dem Solidarprinzip
Es wird oft behauptet, ein privat Versicherter entziehe sich dem Solidarprinzip und deswegen dürfe er später nicht wieder zurück in die GKV. Quatsch. Ein privat Versicherter zahlt zwar nicht in die gesetzliche Kasse, entlastet diese aber auch, da er seine Arztkosten und die seiner Kinder selbst bezahlt; oft zusätzlich zum Krankenkassenbeitrag, da die Selbstbeteiligung oft sehr hoch ist. Schon allein, dass die Kinder eines Privatversicherten auch in der PKV sind, entlastet die GKV. Das beginnt mit der Geburt, da die ganzen Kosten des Klinikaufenthaltes von der PKV getragen werden. Die ganzen Untesuchungen der Kinder, die Kinderkrankheiten, etc.etc. Das sind sehr hohe Kosten, die der GKV erspart bleiben. Arbeitet dann auch die Ehefrau nicht und erhält kein Arbeitslosengeld, muss sie sich in der GKV freiwillig versichern. Und zwar mit dem Höchstsatz, da das Gehalt des privat versicherten Ehemannes als Grundlage herangezogen wird. Somit profitiert die GKV, da sie ja die einkommenslose Ehefrau eines Privatversicherten zu doppelten Sätzen versichert auch von der PKV. Solidarprinzip? Und wenn es heisst, man hatte die Wahl zur PKV. Das stimmt schon. Und wenn die Politik sich schon einmischt und sagt, man kann nicht zurück in die GKV als Privatversicherter, da müsste sie sich auch soweit einmischen, dass sie den Versicherungen einen Riegel vorschiebt beim jährlichen Erhöhen der Beiträge.
24.10.2012 - von Redaktion Biallo.de
@ Viktor Hugo
Danke für Ihren Hinweis. Nach Auskunft des Bundesversicherungsamt muss bei einer freiwilligen gesetzlichen Krankenversicherung grundsätzlich unmittelbar vorher eine 12-monatige gesetzliche Versicherungszeit nachgewiesen werden. Alternativ dazu reicht es allerdings aus, wenn jemand in den letzten 5 Jahren 24 Monate gesetzlich versichert war. Eine einheitliche Praxis der Krankenkassen dürfte es in diesem Punkt allerdings nach wie vor nicht geben.
09.10.2012 - von Viktor Hugo
Frage an Herrn Winkel
Sie schreiben: Wer seinen Job verliert und die Versicherungsleistung Arbeitslosengeld (ALG) I bezieht, wird (wieder) in einer gesetzlichen Kasse versicherungspflichtig. Selbst wenn er anschließend wieder einen gut dotierten Job findet, kann er dann weiterhin gesetzlich versichert bleiben. Frage: Muss man nicht mindestens 12 Monate ALG beziehen?
14.04.2011 - von EinfachMalNachdenken
An die Aufsicht
PKV zahlt Milliarden, ohne die die meisten Ärzte und Krankenjhäuser bankrott wären.Steuergeschenke erhalten die GKVler. Im Alter zahlt ein ehem. PKVler immer noch erheblich mehr ein als ein GKVler.
22.03.2011 - von Aufsicht
Es ist wäre ein Skandal...
..Herr Pütter, wenn PKV Versicherte sich ihr Lebtag dem Solidarsystem entziehen und im Alter Leistungen aus eben diesem beziehen könnten;) JEDER PKV Versicherte steht bzw. stand vor der Wahl: Bleibe ich in der GKV oder gehe ich in die PKV.
30.11.2010 - von Alberto Kästner
´raus aus der PKV ?
wie wird es bei Selbständigen gehandhabt? ...ich habe hier schon die tollsten Aussagen bekommen
30.11.2010 - von Dieter Pütter
Von PKV in GKV
Es ist ja ein Skandal, daß Rentner, keine Beihilfeempfänger, nicht in die GKV können, egal, wie hoch ihre Rente ist. Sie können ihre hohen Beiträge auch steuerlich nicht geltend machen, weil sie gar keine bezahlen. Hier sollte Herr Dr. Rösler & Co. mal etwas unternehmen . ob behindert oder
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