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04.12.2015 11:46

5 Tipps zum Ehrenamt Von der Absicherung bis zur Steuererklärung

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„Wenn die Kleinen sagen, ich hab dich lieb Horst, geht mir das Herz auf“, sagt Horst Biallo. Der Journalist betreut in seiner Freizeit Flüchtlingsfamilien. Neben Sprachbarrieren, Kulturunterschieden und teils tragischen Erlebnissen seiner Schützlinge, „sollte sich jeder Helfer und jede Helferin über die Absicherung Gedanken machen“...
5 Tipps zum Ehrenamt Von der Absicherung bis zur Steuererklärung
Das Ehrenamt - vielschichtig und wertvoll
... rät der Finanzprofi. Was zudem für Geldspenden gilt, was Sie bei der Vermietung beachten sollten und ob Ihr Arbeitgeber Ihnen freigeben muss, erfahren Sie hier – und übrigens: Die meisten Tipps gelten auch für alle, die ein anderes Ehrenamt übernommen haben:

Unfall

Für die meisten Ehrenamtlichen greift die gesetzliche Unfallversicherung. Auch Sammel-verträge, welche die Vereine abgeschlossen haben, zahlen bei einem Unfall. Doch nicht alle Helfer und Helferinnen können sich darauf verlassen: Wer sich über eine Stiftung oder bei der Bürgerinitia-tive beteiligt, sollte klären, ob auch hier der Schutz greift. „Eine private Unfallversicherung macht durchaus Sinn“, sagt Biallo. Lediglich von Verträgen mit Beitragsrückgewähr sollten Sie Abstand nehmen, da diese neben dem Beitrag für die Versicherung zusätzlich Guthaben aufbauen, welches schlecht verzinst wird. Fragen Sie bei Ihrer Bank oder Sparkasse nach einer „Unfallversicherung ohne Rückgewähr“.
2. Haftpflicht: Es muss aber nicht immer ein Unfall mit Folgen für den Helfer oder die Helferin sein. Beschädigt der oder die Freiwillige zum Beispiel etwas im Haushalt der Flüchtlinge, übernimmt den Schaden in der Regel seine private Haftpflichtversicherung. Vorausgesetzt, der Versicherer hat „Eh-renamt“ nicht ausgeschlossen. Selbst wenn die Flüchtlingsfamilie etwas zerstört, könnte die eigene Haftpflichtversicherung einspringen. Denn Flüchtlinge haben in der Regel keine Versicherung hier-zulande abgeschlossen. Wer jedoch die sogenannte Schadensersatzausfalldeckung mitversichert hat, bekommt auch dann Geld. Fragen Sie bei Ihrem Versicherer danach. Das Aufstocken der eige-nen Police um diesen Punkt kostet zudem nur wenig Aufpreis. Wer über einen Träger oder Verein tätig ist, erhält in der Regel Versicherungsschutz über dessen Haftpflichtversicherung.
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Haftpflicht

Es muss aber nicht immer ein Unfall mit Folgen für den Helfer oder die Helferin sein. Beschädigt der oder die Freiwillige zum Beispiel etwas im Haushalt der Flüchtlinge, übernimmt den Schaden in der Regel seine private Haftpflichtversicherung. Vorausgesetzt, der Versicherer hat „Eh-renamt“ nicht ausgeschlossen. Selbst wenn die Flüchtlingsfamilie etwas zerstört, könnte die eigene Haftpflichtversicherung einspringen. Denn Flüchtlinge haben in der Regel keine Versicherung hier-zulande abgeschlossen. Wer jedoch die sogenannte Schadensersatzausfalldeckung mitversichert hat, bekommt auch dann Geld. Fragen Sie bei Ihrem Versicherer danach. Das Aufstocken der eige-nen Police um diesen Punkt kostet zudem nur wenig Aufpreis. Wer über einen Träger oder Verein tätig ist, erhält in der Regel Versicherungsschutz über dessen Haftpflichtversicherung.
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Steuererklärung

Für Geldspenden an die Flüchtlingshilfe gilt derzeit ein vereinfachtes Verfah-ren, hat das Bundesfinanzministerium festgelegt (Az.IVC4–S2223/07/0015:015). Um die Spenden in der Steuererklärung im Mantelbogen auf Seite 2, Zeilen 45 bis 56 einzutragen, genügt eine Kopie des Kontoauszuges. Vorerst im Zeitraum 1. August 2015 bis 31. Dezember 2016 gilt zudem keine Beitragsbeschränkung. „Ähnliche Regelungen gab es schon häufiger, wie zum Beispiel bei der Hochwasserkatastrophe 2013 oder des Erdbebens in Nepal“, sagt Uwe Rauhöft, Geschäftsführer vom Neuen Verband der Lohnsteuerhilfevereine e.V. Wer Arbeitnehmer ist und seinen Arbeitgeber bittet, einen Teil von seinem Bruttogehalt zu spenden, ist für diesen Teil von den Sozialabgaben befreit. Zusätzlich kann die Spende jedoch nicht in der Steuererklärung abgesetzt werden.
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Vermietung

Grundsätzlich darf jeder Mieter einen Flüchtling aufnehmen. Vorübergehend, also für ein paar Wochen, können Flüchtlinge als ganz normaler Besuch in der Wohnung aufgenommen werden. Das muss nicht einmal der Vermieter wissen. „Der Mieter kann dies gegenüber seines Vermieters so argumentieren, als ob man kurzfristig Freunden die Wohnung überlässt, was durchaus erlaubt ist“, erklärt Ulrich Ropertz, Geschäftsführer des Deutschen Mieterbunds.

Arbeitgeber

Kann oder muss der Arbeitgeber einen Mitarbeiter freistellen der helfen will? „Einen Rechtsanspruch auf Freistellung hat der Arbeitnehmer nicht“, sagt Rechtsanwältin Dr. Nathalie Oberthür, Mitglied im Geschäftsführenden Ausschuss der Arbeitsgemeinschaft Arbeitsrecht beim Deutschen Anwaltverein. Fragen Sie Ihren Chef, ob es möglich ist, unbezahlten Urlaub oder unbe-zahlte freie Tage zu beantragen. „Oder, ob er sich mit bezahlten Freistunden an der Flüchtlingshilfe beteiligen möchte“, rät sie.

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