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08.02.2015 13:17

Düsseldorfer Tabelle Die neuen Regeln für den Kindesunterhalt 2015

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Seit Jahresbeginn gilt für unterhaltspflichtige Eltern ein höherer Selbstbehalt. Die neue sogenannte Düsseldorfer Tabelle könnte für Streit sorgen.
Düsseldorfer Tabelle Die neuen Regeln für den Kindesunterhalt  2015
Welcher Unterhalt einem Kind zusteht, richtet sich laut Düsseldorfer Tabelle vor allem nach dem Alter des Kindes und dem Nettoeinkommen des Unterhaltspflichtigen
Manch Unterhaltspflichtige und manch Unterhaltspflichtiger wird erfreut sein: Denn seit Beginn des Jahres ist der sogenannte Selbstbehalt gestiegen, jener Einkommensteil also, der für den eigenen Bedarf gesetzlich verbleiben muss.

Beispielsweise müssen bei einem Erwerbstätigen mit schulpflichtigem Kind laut Düsseldorfer Tabelle neuerdings monatlich mindestens 1.080 Euro (zuvor 1.000 Euro) auf dem Konto verbleiben. Bei einem nicht Erwerbstätigen verringert sich dieser Betrag auf 880 Euro (vormals 800 Euro). Hierin sind für Wohnungskosten einschließlich Nebenkosten und Heizung bis zu 360 Euro enthalten.

Düsseldorfer Tabelle: Weniger Unterhalt bei zu geringem Einkommen

Der neue gesetzlich geregelte Selbstbehalt hat jedoch seine Schattenseiten. Bleiben dem Unterhaltspflichtigen nach Abzug aller Unterhaltsleistungen weniger als der Selbstbehalt, muss die Leistung gekürzt werden. Folglich bekommen viele Kinder, aber auch der jeweilige Ex-Partner dank der Neuregelung weniger Unterhalt zugesprochen.
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Die Düsseldorfer Tabelle gilt für das gesamte Bundesgebiet. Neben Selbstbehalt und Unterhaltshöhe regelt die Düsseldorfer Tabelle weitere familienrechtliche Inhalte. Die Düsseldorfer Tabelle wird von den Oberlandesgerichten Düsseldorf, Köln und Hamm herausgegeben – in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Familiengerichtstag.

Düsseldorfer Tabelle: Nettoeinkommen und Alter der Kinder entscheidend

Welcher Unterhalt einem Kind genau zusteht, dies richtet sich laut Düsseldorfer Tabelle vor allem nach dem Alter der Tochter oder des Sohnes und dem Nettoeinkommen des Unterhaltspflichtigen. Bei einem Nettoeinkommen der Mutter oder des Vaters von 2.000 Euro, stehen einem fünfjährigen Kind beispielsweise 349 Euro pro Monat zu. Ab sechs Jahren steigt dieser Betrag auf 401 Euro. Die einzelnen Unterhaltssätze der Düsseldorfer Tabelle finden Sie hier im Überblick.

Düsseldorfer Tabelle: Mehr- oder Sonderbedarf erhöhen den Unterhaltsanspruch

Allerdings kann der tatsächliche Unterhaltsanspruch durch einen sogenannten Mehr- oder Sonderbedarf auch höher ausfallen. Zum Mehrbedarf zählen beispielsweise die Kosten für Nachhilfeunterricht oder ein teures Hobby, wie Reitsport. Auch die Gebühren für den Kindergarten zählen hierzu.

Zusätzlich zu solchen regelmäßigen Kosten kann auch ein sogenannter Sonderbedarf eingefordert werden. Dazu zählen nicht vorhersehbare Ausgaben, etwa eine Krankheit des Kinds, dringend benötigte orthopädische Hilfsmittel oder ein Computer, um Lerndefizite auszugleichen. Gerade hier streiten viele Eltern über die Notwendigkeit solcher Zusatzkosten.

Ebenfalls ein häufiger Streitpunkt: Die Höhe des tatsächlichen Nettoeinkommens, das laut Düsseldorfer Tabelle für die Unterhaltszahlungen heranzuziehen ist. Hierbei genügt es nicht, den monatlichen Gehaltseingang auf dem Konto zu überprüfen: Denn zahlreiche weitere Einnahmen und Ausgaben können das Einkommen verändern. Zum Arbeitseinkommen zählt beispielweise auch der Wohnvorteil durch abbezahltes Eigentum – dieser muss hinzugerechnet werden. Umgekehrt sind Schulden, berufsbedingte Aufwendungen oder privater Altersvorsorge Punkte, die vom Einkommen abgezogen werden müssen.
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Foto(s): Oliver Stratmann/ddp
Unser Tipp zur Unterhaltsklärung: Unterhaltsstreitigkeiten lassen sich oft außergerichtlich klären, in der Regel aber selten ohne Anwalt. Und das kann teuer werden: Die Kosten für Scheidungs- und Unterhaltsverfahren liegen hier – je nach Streitwert – schnell bei mehreren tausend Euro. Hier kann eine Rechtschutzversicherung helfen, allerdings schließt nicht jede Rechtsschutzversicherung Eherecht, Scheidung und Unterhaltsfragen mit ein. In unserem Versicherungsrechner finden Sie Policen, die auch diese Rechtsbereiche absichern.

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Leserkommentare
26.02.2015 - von Mike Ballmer
Zum Thema Bedarfskontrollbetrag habe ich kürzlich ein Berechnungsbeispiel für die neue seit 2015 geltende Düsseldorfer Tabelle gefunden. Das zeigt ganz gut, wie sich der zu zahlende Kindesunterhalt Betrag berechnen lässt.
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Foto: Colourbox.de ID:10818
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