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27.01.2016 16:02

Elementarschaden Richtige Versicherung kann teuer werden

von Horst Peter Wickel Autor
Immer häufiger warnt der Wetterdienst vor Extremwetterereignissen, wie Orkan oder Starkregen. Die finanzielle Absicherung gegen Elementarschäden wird teurer.
Elementarschaden Richtige Versicherung  kann teuer werden
Elementarschaden: Die finanziellen Schäden durch Unwetter werden immer größer, Versicherungen teurer
Ob heftige Gewitter mit Hagelschauern, Sturm und Orkan oder Starkregen – die finanziellen Schäden durch derartige Unwetter werden immer größer.

Eine Standard-Wohngebäudeversicherung umfasst normalerweise jedoch nur Schäden durch Leitungswasser, Sturm, Hagel und Blitzschlag. Erdbeben, Erdrutsch oder -senkung, Lawinen und Schneedruck sowie Überschwemmungen sind in der Regel nicht abgedeckt. Mit einer Versicherung gegen Elementarschäden ist grundsätzlich Versicherungsschutz möglich, wenn ein Gewässer über die Ufer tritt, sich durch Starkregen Wasser staut und Keller überflutet, oder wenn Grundwasser an die Erdoberfläche tritt.

Die meisten Wohngebäude können gegen Elementarschäden versichert werden

Nach Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) können inzwischen rund 99 Prozent aller Wohngebäude problemlos gegen Elementarschäden versichert werden, doch längst nicht alle Immobilieneigentümer verfügen über entsprechenden Versicherungsschutz.
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Foto(s): Norbert Millauer/ddp
Nach den Hochwassern, vor allem in den beiden vergangenen Jahren, und wegen der zunehmenden Zahl von Starkregen-Fällen haben viele Versicherer ihre Wohngebäude-Bestände saniert und neu tarifiert. Nach Beobachtungen von Stefan Liebl von der Versicherungskammer Bayern haben sich Elementarschadenversicherungen „durch immer häufigere und heftigere Naturereignisse im Hinblick auf die Risikobewertung und die damit einhergehende Prämienkalkulation stark verändert“. Auch Silke Spatz von der Sparkassen-Versicherung berichtet von regelmäßigen Beitragssatzanpassungen aufgrund des hohen Schadenaufkommens.

Erst jüngst überraschte die Ergo-Versicherung die Öffentlichkeit mit einem neuen Angebot für Elementarschadenversicherungen. Auch in hochwassergefährdeten Gebieten will Ergo alle Gebäude versichern, allerdings mit einem Selbstbehalt von mindestens 10.000 Euro. Das heißt, bei Schäden bis zu der vereinbarten Grenze zahlt der Versicherer nichts. Versicherungsberater Thorsten Rudnik aus Henstedt-Ulzburg hält eine solche Selbstbeteiligung für „deutlich zu hoch“, nach seiner Ansicht sind maximal 3.000 Euro Selbstbeteiligung „ausreichend“.

Verbraucherschützer empfehlen Elementarschadenversicherung

Zwar empfehlen alle Versicherungsexperten und Verbraucherschützer Immobilienbesitzern den Abschluss einer Elementarschadenversicherung, aber sie raten zur genauen Überprüfung der Versicherungsbedingungen. Rudnik berichtet: „Beim Rückstau ist auf die Einhaltung von Sicherheitsvorschriften zu achten. Meist findet man eine Klausel, dass Rückstausicherungen stets funktionsbereit zu halten sind.“

Nach seinen Beobachtungen finden sich in manchen Versicherungsbedingungen Klauseln, nach denen versicherte Gegenstände nicht direkt auf dem Kellerfußboden, sondern immer höher, gelagert werden dürfen. Sparkassen-Versicherungs-Sprecherin Spatz bestätigt, dass sich eigene Hochwasserschutzmaßnahmen, wie das Verlagern wertvoller technischer Anlagen aus dem Keller in höher gelegene Etagen, positiv auf die Prämienhöhe und die Höhe des Selbstbehalts auswirken. Spatz sagt: „Auch Hochwasserschutzmaßnahmen von Kommunen und Kreisen, die sich positiv auf das eigene Haus auswirken, können die Versicherungskosten senken.“

Zwar fordern einzelne Politiker und die Verbraucherorganisation Bund der Versicherten eine gesetzliche Pflichtversicherung gegen Elementarschäden, aber Versicherer befürchten, dass sich dann Gebäudebesitzer sowie Städte und Länder womöglich weniger damit befassen würden, wie sie Risiken vermeiden können, da die Schäden ohnehin mit Policen gedeckt seien.


Unser Tipp: Mit den
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Foto: Colourbox.de ID:10675
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