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18.11.2015 13:58

KFZ-Versicherung Bei Massenunfällen einfacher Geld von der Versicherung

von Horst Peter Wickel Autor
Wenn Sie künftig in eine Massenkarambolage verwickelt sind, werden alle Schäden grundsätzlich in voller Höhe von der Kfz-Haftpflicht übernommen.
KFZ-Versicherung Bei Massenunfällen einfacher Geld von der Versicherung
Lange Staus bei Massenunfällen - wer zahlt bei folgenreichen Crashs?
Vor allem bei Glatteis, Nebel oder Schneetreiben kommt es auf deutschen Autobahnen immer wieder zu Massenunfällen, bei denen eine Vielzahl von Fahrzeugen kollidiert. Im Nachhinein lässt sich in der Regel nur schwer nachvollziehen, wer die Schuld an welchem Schadenträgt. Die Situation sei, so Tibor Pataki, Leiter der Abteilung Kraftfahrtversicherung beim GDV (Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft), „oft chaotisch und unübersichtlich“.

Kfz-Haftpflicht springt ein

Nach einer neuen Vereinbarung der Kfz-Versicherer übernimmt die jeweilige Assekuranz künftig alle Personen- und Sachschäden des Fahrers und der Insassen sowie die Schäden am Auto – auch wenn der Halter keine Kaskoversicherung abgeschlossen hat. Bislang trugen die Versicherungen nur bei einem reinen Heckschaden 100 Prozent der Kosten. Bei Schäden an Front und Heck sowie bei Totalschäden wurden zwei Drittel übernommen, bei einem reinen Frontschaden 25 Prozent.
Kfz Versicherung

Schadenfreiheitsrabatt bleibt erhalten

Die neuen Regeln geben den Unfallopfern laut GDV mehr Sicherheit: Die Schäden werden grundsätzlich in voller Höhe von den Kfz-Haftpflichtversicherern der beteiligten Fahrzeuge übernommen. Auf den Schadenfreiheitsrabatt des Halters wird der Crash nicht angerechnet.
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GDV entscheidet über Grundlage

Ob ein Massenunfall im Sinne der Vereinbarung vorliegt, entscheidet ein Gremium des GDV. Grundlage sind Berichte der Polizei. Für eine freiwillige Regulierungsaktion müssen drei Bedingungen erfüllt sein: Erstens darf die Polizei keinen Verursacher festgestellt haben, zweitens müssen mindestens 40 Fahrzeuge beteiligt gewesen sein – ist der Unfallhergang nur schwer nachvollziehbar, reichen bereits 20 Fahrzeuge – und drittens muss das gesamte Unfallgeschehen in einem engen zeitlichen und räumlichen Zusammenhang stattgefunden haben.

Seit Beginn der freiwilligen Regulierungsaktionen im Jahr 1983 haben die deutschen Kfz-Versicherer laut GDV die Schäden von 17 Massenunfällen reguliert und dafür etwa sieben Millionen Euro aufgewendet. Der letzte Massenunfall fand 2011 auf der A19 bei Rostock statt. Damals kollidierten insgesamt 83 Fahrzeuge. Acht Menschen starben, mehr als 100 wurden verletzt.

Nach einem Massenunfall können sich Fahrer und Insassen beteiligter Fahrzeuge künftig also direkt an den jeweiligen Kfz-Haftpflichtversicherer wenden.

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