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14.07.2014 08:59

Rechtsschutzversicherung Mediation meist Standard

von Annette Jäger Autor
Viele Rechtsschutzversicherer leisten inzwischen auch bei Mediation. Das außergerichtliche Schlichtungsverfahren bringt Vorteile für den Versicherten. 
Rechtsschutzversicherung Mediation meist Standard
Eine gelungene Mediation kann langfristig Frieden schaffen
In den letzten Jahren haben Rechtsschutzversicherer die Mediation zunehmend in ihr Leistungsspektrum mit aufgenommen. Vielen Kunden ist allerdings noch nicht klar, was es mit diesem Schlichtungsverfahren auf sich hat und wie sie davon profitieren können.

Das Angebot der Rechtsschutzversicherer in punkto Mediation variiert stark. Die einen bieten einen Pauschalbetrag als Leistung an, z. B. 1.500 oder 2.000 Euro pro Verfahren, gedeckelt durch einen Maximalbetrag im Jahr. Andere Anbieter tragen die Kosten in derselben Höhe, wie Gerichtsgebühren in der ersten Instanz anfallen würden. Die Deurag bietet sogar einen Tarif an, in dem ein Mediationsversuch bei einer Streitigkeit Pflicht ist – erst wenn er scheitert, trägt die Versicherung die Kosten für eine gerichtliche Auseinandersetzung. Dafür ist der Jahresbeitrag für diesen Tarif vergleichsweise günstig (siehe Tarifrechner zur Rechtsschutzversicherung auf biallo.de).
Mancher Kunde geht davon aus, dass Mediation vor allem eine Möglichkeit für den Rechtsschutzversicherer ist, Geld zu sparen und deshalb angepriesen wird – denn gerichtliche Auseinandersetzungen können schnell ins Geld gehen. Doch das ist nicht der Fall. Vielmehr müssen viele Versicherungsnehmer bei Verfahren vor Gericht feststellen, dass „Recht haben und Recht bekommen“ nicht immer dasselbe ist. Gerichtsurteile stellen deshalb oft die betroffenen Parteien gar nicht zufrieden. Eine gelungene Mediation dagegen kann langfristig Frieden schaffen, mit dem beide Seiten zufrieden sind. Und wenn die Kommunikation zwischen den zerstrittenen Parteien nicht gelingt, steht immer noch der Gerichtsweg offen: Auch wenn der Rechtsschutzversicherer eine Mediation bereits bezahlt hat, trägt er immer noch die Kosten für ein Gerichtsverfahren.

Kompromissbereitschaft und Einigungswille

Damit eine Mediation funktionieren kann, ist Kompromissbereitschaft und Einigungswille von beiden Parteien eine zwingende Voraussetzung. Denn Ziel ist es, in mehreren Gesprächssitzungen konstruktive Lösungen zu erarbeiten die für beide Seiten akzeptabel sind. Einen Gewinner und einen Verlierer gibt es nicht. Der Mediator tritt als unparteiischer Vermittler auf. Das Verfahren eignet sich besonders, wenn die Konfliktparteien auch in Zukunft miteinander auskommen wollen, als Geschäftspartner, als Chef und Angestellter oder als Nachbarn. Familienstreitigkeiten sind ausgenommen – sie sind generell nicht im Leistungsspektrum der Rechtsschutzversicherer enthalten.

Mediator - jeder kann sich den Titel geben

Einen Haken hat die Sache: Mediator ist keine geschützte Berufsbezeichnung in Deutschland – jeder kann sich so nennen. Viele Mediatoren sind aber in Verbänden organisiert, die Qualitätsmerkmale erarbeitet haben. So gelten beim Bundesverband Mediation in Kassel jene Mediatoren als anerkannt – und erhalten ein Siegel –, wenn sie eine Ausbildung von mindestens 200 Stunden absolviert haben.

Mediatoren sind zumeist Juristen, da sie mit den Strukturen von Konflikten vertraut sind. Es sind aber auch Berufssparten vertreten, so treten auch Sozialpädagogen, Psychotherapeuten, Architekten, Ethnologen, Lehrer, Publizisten und Theologen als Mediatoren auf.
Policen, die auch bei Mediationsverfahren leisten (Auswahl)
Es gilt der Familientarif in den Bereichen Privat, Beruf, Verkehr für Nicht-selbstständige


Anbieter / Tarif

Deckungs-
Summe
(in Euro)

Leistungen
für

Mdiation

Beitrag
 im Jahr

ohne Selbst-
beteiligung

(in Euro)

Beitrag
im Jahr

mit 250 Euro Selbst-
beteiligung

(in Euro)

Arag

Aktiv-Rechtschutz Komfort

unbegrenzt in Europa

1.500 Euro
pro Mediations-
verfahren, maximal
3.000 Euro
im Jahr

359,77

218,44

Concordia

Grundrisiko

500.000;
bei Personen-
schäden unbegrenzt

2.000 Euro pro Mediationsverfahren (im Familien-, Lebenspartnerschafts-, Erbrecht bis 1.000 Euro), maximal 4.000 Euro im Jahr.

331,56

201,29

Debeka

Rechtsschutz Comfort

unbegrenzt

zweifacher Wert der Gerichtsgebühren erster Instanz

326,54

228,36

Deurag

M-Aktiv
Komplett RS

 

 


 


oder

Standard-

absicherung

unbegrenzt

1.500 Euro
Mediations-
versuch
ist bei bestimmten Rechtsschutzfällen Pflicht.
Erst wenn erfolglos, kommt gerichtliche
Aus
einander-
setzung
in Frage.
           



1.500 Euro  

249,00

 

 

 

 

 

 

 

 

346, 00

-

 

 

 

 

 

 

 

 

199,00

 

Advocard
PBV
 
unbegrenzt 8 Sitzungen à 180 Euro
pro Mediationsverfahren, keine jährliche Maximierung
419,52 228,-
(Selbstbe-
teiligung 300 EUR)

 

 Quelle: biallo.de, Stand Juli 2014

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