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17.06.2015 09:47

Schadensmeldungen Versicherungen nicht zu lange warten lassen

von Horst Peter Wickel Autor
Wenn Versicherungsnehmer nach Unfällen oder Einbrüchen den Schaden nicht unverzüglich an ihre Versicherung melden, kann die Versicherung die Zahlung verweigern oder kürzen.
Nicht nur Versicherungen haben im Rahmen von Versicherungsverträgen Pflichten. Auch die Versicherungsnehmer müssen, so steht es in den Geschäftsbedingungen, einige Obliegenheiten übernehmen. Zwar können sich die AGB bei unterschiedlichen Verträgen aufgrund der geltenden Vertragsfreiheit unterscheiden, aber generell gilt, dass der Versicherungsfall schnell zu melden ist -, "also im allgemeinen binnen einer Woche“, wie der  Bund der Versicherten (BdV) das umreißt.

In den Versicherungsbedingungen ist dabei häufig davon die Rede, dass ein Schaden „unverzüglich“ zu melden ist. Aber was „unverzüglich“ konkret bedeutet, ist umstritten. Juristen übersetzen den Begriff mit „ohne schuldhaftes Verzögern“. Und so gibt es in der Regel keine festen Fristen für die Abgabe einer Schadensmeldung an die Versicherung. Wer beispielsweise nach einem Einbruch einen Nervenzusammenbruch erleidet und sich erst nach zweiwöchiger stationärer Behandlung bei der Versicherung melden kann, setzt sich nicht dem Vorwurf aus, sich um die Schadenmeldung nicht gekümmert zu haben.

Auch wenn ein Sachbearbeiter der Versicherung im Gespräch mit einem Kunden sagt, es sei keine Eile nötig, liegt kein schuldhaftes Verzögern vor. So jedenfalls entschied es der Bundegerichtshof (BGH, Az.: IV ZR 60/98).
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Ein Monat ist zu lang

Im Normalfall allerdings gehen die Versicherungen davon aus, dass ihnen beispielsweise nach einem Einbruch innerhalb kurzer Zeit gemeldet wird, was gestohlen wurde. Sonst können  Hausratversicherungen nämlich die Leistung verweigern oder zumindest proportional zum Verschulden des Versicherungsnehmers kürzen. Begründet wird das von der Versicherungswirtschaft damit, dass nur mit einer schnell vorliegenden Liste die Polizei umgehend nach dem Täter fahnden und die Beute vielleicht sogar wiederbeschaffen kann. Einen Monat nach dem Einbruch jedenfalls fand das Oberlandesgericht Köln (Az.: 9 U 86/01) viel zu spät, auch wenn der Versicherte so lange für die Erstellung einer Stehlgutliste gebraucht hat.

Unser Tipp: Um Ärger mit der Versicherung zu vermeiden, empfehlen Experten die jährliche Erstellung einer persönlichen Hausrat-Liste, die Detailangaben zu wertvollen Einrichtungsgegenständen enthalten sollte. Auch Fotos von einzelnen Gegenständen sowie der Gesamteinrichtung der Wohnung können helfen.

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Foto(s): Marcus Brandt/ddp Norbert Millauer/ddp
Bei anderen Versicherungen gibt es nach BdV-Angaben allerdings andere Meldefristen. So sei ein Todesfall bei Lebens- und Unfallversicherungen innerhalb von 24 Stunden zu melden.  „Rechtsfolgen können bei schuldhafter Nichtbeachtung eintreten, wenn die verspätete Meldung zu Nachteilen bei zu treffenden Feststellungen wie Todes- oder Unfallursache führen“, wie der BdV erläutert.

Mehr Zeit zur Schadensmeldung bei der Versicherung haben Versicherte in der Regel bei Unfallversicherungen. Wenn beispielsweise die Invalidität innerhalb von zwölf Monaten eintritt, muss der Nachweis nach BdV-Angaben innerhalb von 15 Monaten in Form einer ärztlichen Bescheinigung vorliegen.

Achtung: Werden diese Fristen versäumt, verliert der Versicherungsnehmer seine Ansprüche vollständig!

Leserkommentare
02.12.2015 - von Schnäppchenjä#ger
@Besserwisser, ihre Aussage ist nur in Teilen richtig, denn man ist, nach meinem Kenntnisstand, bei einem größeren Haftpflichtschaden sehr wohl verpflichtet, dem Gutachter der geg. Versicherung Gelegenheit zur Begutachtung zu geben, so ist es bei der Kfz-Haftpflicht zumindest vorgesehen und auch in Urteilen bestätigt. Ich gehe davon aus, dass es bei einer privaten Haftpflichtversicherung auch so läuft. Selbstverständlich hat der geschädigte in erster Linie einen direkten Rechtsanspruch gegen den Verursacher (Verantwortlichen), aber ... ( siehe oben). Eine Erstberatung bei einem Anwalt kann hier sicherlich viel Ärger ersparen.
30.11.2015 - von Besserwisser
ist doch die Verischerung des Gegners
Das ist doch kein Haftpflichtproblem. Ihr Unfallgegner und der der haftet ist der Eigentümer/Besitzer des Gegenstandes. Von dem holen Sie sich das Geld des Reperaturangebotes wieder - notfalls klagen. Was der dann mit seiner Haftpflicht zur Regulierung macht kann Ihnen ziemlich egal sein. Das sich der Geschädigte mit der Haftpflicht des Schädigers auseinandersetzt ist mir eigentlich nicht bekannt.
28.11.2015 - von Schnäppchenjäger
Schlechte Karten
@H.Kempmann, meiner Ansicht nach hätten sie vor dem Verkauf die Versicherung auffordern müssen (Einschreiben/Rückschein), den Schaden schnellstens zu begutachten, da der Wagen verkauft werden soll. Jetzt haben sie wohl schlechte Karten, es sei denn, der Versicherungsgutachter kann sich beim neuen Besitzer den Wagen ansehen. Je nach Schadenshöhe sollte sie anwaltl. Hilfe beanspruchen, eine Erstberatung ist meist nicht ganz so teuer (vorher fragen), evtl. muss die Kosten sogar die Versicherung tragen. Drücke ihnen die Daumen, dass sie noch zu ihrem Geld kommen!
26.11.2015 - von helmut Kempermann
Haftpflichtschaden
von der Dachterrasse eines Einwohners ist ein Gegenstand auf mein darunter stehendes Auto gefallen und hat einen Blechschaden hinterlassen. Der Unfall wurde sofort gemeldet mit Bildern und einem Reparaturangebot an die Versicherung gemeldet. Nun meine Frage: nach 8 Wochen Wartezeit hatte die Versicherung noch nicht gemeldet und ich habe vor 5 Tagen mein beschädigtes Auto verbilligt verkauft. Nun will die Versicherung ein Gutachter schicken und das beschädigte AUto ist inzwischen nicht mehr da. Was kann ich machen um meinen Schaden denoch ersetzt zu bekommen??? vielen Dank für die Hilfe!! mit freundlichem Gruß Helmut Kempermann
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