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11.06.2013 15:21

Wohngebäudeversicherung Risiken völlig neu bewerten

von Annette Jäger Autor und
Die aktuelle Hochwasserkatastrophe zeigt, wie wichtig guter Versicherungsschutz ist. Eine Wohngebäudepolice ohne Elementarschadenschutz ist nur eine halbe Sache.
Wohngebäudeversicherung
Die Hochwasserlage in Teilen Deutschlands ist weiterhin dramatisch
„Vor zehn Jahren haben wir die Wichtigkeit einer Elementarschadenversicherung noch kritisch gesehen. Heute raten wir jedem Hausbesitzer dazu, eine abzuschließen“, sagt Bianca Boss vom Bund der Versicherten. Bei der Wohngebäudeversicherung, in der die Elementarschadenpolice einen Baustein darstellt, hat sich ein eklatanter Wandel ergeben. „Immer häufiger überfluten Regionen, die bislang verschont blieben“, bestätigt Christian Lübke vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Manche Risiken müssen völlig neu bewertet werden.

Was ist abgesichert?

Eine Wohngebäudeversicherung für Haus- und Wohnungseigentümer sichert das Gebäude in seinen festen Bestandteilen ab: Schäden am Dach, an den Wänden, am Boden, den Decken, an Fenstern oder Türen werden übernommen. Die Police ersetzt die Reparatur- oder Wiederaufbaukosten. Sie besteht aus verschiedenen Elementen: Schäden durch Feuer, Sturm, Hagel und Leitungswasser sind normalerweise abgesichert. Eine zusätzliche Elementarschadenversicherung leistet bei Naturkatastrophen.

Was leistet eine Elementarschadenversicherung?

Nach Berechnungen des GDV besitzen gerade mal 32 Prozent der deutschen Haushalte einen Elementarschadenschutz. Dabei ist die Zusatzpolice nicht nur in Gegenden relevant, die im Bereich von Flüssen liegen und wo Überschwemmungen drohen. Auch Schäden durch Starkregen haben in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen - ein Risiko, das in allen Gebieten Deutschlands lauert. Die Elementarschadenpolice deckt Schäden ab, die durch Hochwasser, Überschwemmung (auch durch Starkregen), Erdbeben, Erdsenkung, Erdrutsch, Schneedruck und Lawinen entstehen. Leider gibt es sie nur im Paket, die Risiken lassen sich nicht einzeln versichern.

Verbraucher, die bislang noch keine Police hatten, jetzt aber Schäden durch das Hochwasser zu beklagen haben, sind Pechvögel. Denn nicht nur bleiben sie jetzt auf den Kosten ihrer Schäden sitzen, sondern auch in Zukunft kann ihnen eine Police nicht helfen. Denn kaum ein Unternehmen wird den Risikoschutz übernehmen, wenn man in den letzten Jahren einen Elementarschaden gemeldet hat. Deshalb gilt: Lieber rechtzeitig handeln und eine Police abschließen, bevor es zu spät ist.
 

Nach dem Schaden - Versicherung kündigen?

Umgekehrt malen derzeit nach den großen Überschwemmungen manche Medien den Teufel einer Kündigungswelle an die Wand. Angeblich würden die Versicherer pauschal vielen Flutopfern den Schutz kündigen, nachdem sie jetzt soviel zahlen mussten. Dagegen verwehrt sich Herbert Schneidemann, Vorstandschef des Versicherers "Bayerische": "Solche Meldungen sind Panikmache." Nur in sehr seltenen Ausnahmefällen würden nach derartigen Schäden Policen gekündigt. Auch bei anderen Versicherern der Branche werde es "keine Kündigungswelle geben", ist sich Schneidemann sicher.

Für "ganz unsinnig" hält der Chef der "Bayerische" darum den Rat mancher Medien, seine Elementarschadenversicherung nach einem Flutschaden lieber selbst vorauseilend zu kündigen - damit der Geschädigte danach leichter als "Selbstkündiger" zu einer neuen Police kommen könne. Das sei so sinnvoll wie der Ratschlag "Selbstmord als Schutz vor dem Tod", so Schneidemann. Erstens sei eine Kündigung durch den Versicherer ja kaum wahrscheinlich. Zweitens sei es ungewiss, ob der Kunde mit dem frischen Schadensfall danach so leicht wieder einen neuen Vertrag bekomme. Und drittens würden die Konditionen in diesem Vertrag wahrscheinlich schlechter als in der Ursprungspolice sein.


Neuabschluss: Auf welche Extras kommt es an?


Weil es die Elementarschadenpolice meist nur als Zusatzpolice zur Wohngebäudeversicherung gibt, ist es wichtig, auch bei der Wohngebäudepolice auf gute Versicherungsbedingungen zu achten. Die Absicherung der groben Fahrlässigkeit ist eines der wichtigsten Extras. Klassisches Beispiel: Der Adventskranz, der unbeobachtet ist und einen Brand auslöst. Schließt die Versicherung die grobe Fahrlässigkeit aus, geht der Versicherungsnehmer in diesem Fall leer aus. „Auch die Leistungshöhe darf keinesfalls limitiert sein“, sagt Boss. Das ist in den Policen häufig bei Überspannungsschäden durch Blitzschlag der Fall. Und natürlich sind in der Police Risikoausschlüsse zu vermeiden. Überschwemmungs- und Hochwasserabsicherung im Elementarschadenschutz sind ein Muss.
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Welche Police ist die richtige?

Mit dem Biallo-Rechner zur Gebäudeversicherung können Sie individuell die Kosten für eine Versicherung Ihres Eigenheims ermittlen. Ein durchschnittliches Einfamilienhaus in einem Münchner Vorort (160 Quadratmeter, Baujahr 2000, Neubausumme 350.000 Euro) kann man gegen Feuer, Leitungswasser- und Sturmschäden und mit Leistung auch bei grober Fahrlässigkeit für 393 Euro im Jahr bei der Gothaer versichern (Tarif 4Plus12), für 452,52 Euro bei der VHV und für 495,48 Euro bei der Axa (inklusive Baustein Sorglos).  „Für einen zusätzlichen Elementarschadenschutz kommt noch mal rund ein Drittel der Beiträge hinzu“, sagt Boss. Wohngebäudepolicen variieren sowohl im Preis als auch in der Leistung erheblich. Teuerster Anbieter beim oben genannten Beispiel ist im Biallo-Rechner die WWK, Tarif Premium, mit 958,75 Euro im Jahr. Der Baustein grobe Fahrlässigkeit ist dann aber nicht enthalten.

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