Altersvorsorge Fondspolicen: Garantie und mehr Rendite

Fritz Himmel
von Fritz Himmel
14.08.2015
Auf einen Blick

In Zeiten anhaltend niedriger Zinsen gewinnen moderne fondsgebundene Rentenversicherungen mit Kapitalerhaltungsgarantien aufgrund deutlich besserer Renditechancen zunehmend an Attraktivität. Worauf müssen Verbraucher achten?

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Bei einer Fondspolice wird monatlich ein bestimmter Sparbeitrag in einen Versicherungsvertrag eingezahlt. Dafür erhält man zum Rentenbeginn eine Kapitalauszahlung oder eine lebenslange Rente. Fondspolicen gibt es mit und ohne Garantien, sind in der Auswahl der Investmentfonds flexibel und für jeden Anlage-/Risikotyp geeignet.

Steuervorteile

Im Gegensatz zum Fondssparplan sind bei einer Fondspolice alle Erträge aus den Fonds während der Laufzeit komplett steuerfrei. Die spätere Rente ist nur in der Höhe des altersabhängigen Ertragsanteils steuerpflichtig. „Beginnt die Rente mit 67 Jahren, so beträgt der steuerpflichtige Ertragsanteil nur 17 Prozent“, sagt die Münchner Steuerberaterin Erika Wacher. Nur dieser geringe Anteil ist dann lebenslang mit dem persönlichen Steuersatz zu versteuern. Wählt man die Kapitalauszahlung, so sind lediglich 50 Prozent der Erträge zu versteuern, wenn die Auszahlung nach Vollendung des 62. Lebensjahres und mindestens zwölfjähriger Vertragsdauer erfolgt.

Angebote mit Kapitalgarantien

Anleger, die Verlustrisiken meiden, aber nicht auf Renditechancen verzichten möchten, wählen am besten gemanagte Garantiefondskonzepte mit einer Kapitalerhaltungs- oder Rentengarantie. Vergleichen ist ein Muss. Aktuelle Marktbeobachtungen des Analysehauses Franke und Bornberg zeigen deutliche Unterschiede bei der möglichen Rente als auch bei den Garantiesummen. Anbieter wie Canada Life, Gothaer, Stuttgarter oder Alte Leipziger prognostizieren bei normalem Verlauf zum Teil doppelt so viel Rente als die teuersten im Check.

Beispiel Garantie-Konzepte

Bei der VarioRent-ReFlex-Police der Gothaer fließen die Beiträge in drei Töpfe. Im ersten befindet sich der Deckungsstock mit einer Garantieverzinsung, hier wird ein Teil des Geldes sicher angelegt. In den zweiten fließen die Beitragsanteile, die man in Fonds investiert, um eine überdurchschnittliche Rendite zu erzielen. Im dritten Topf liegen die Gelder, die je nach Börsenlage umgeschichtet werden. Anleger können je nach Lebenssituation ihre Beiträge reduzieren, Zuzahlungen leisten oder kostenfreie Fondswechsel durchführen. Das Verlustrisiko wird mithilfe von zwei Garantien abgesichert. Die eine stellt sicher, dass der Sparer bei Rentenbeginn zumindest die eingezahlten Beiträge zurückerhält. Und die zweite, die jährliche Renditesicherung, sorgt dafür, dass einmal erwirtschaftete Gewinne nicht wieder verloren gehen. Die Generation private-Policen von Canada Life sind nach dem UWP-Prinzip (Unitised-With-Profits) ausgestaltet. Hierbei ist, außer bei vorzeitiger Vertragsauflösung, das Guthaben in Höhe der eingezahlten Beträge zuzüglich einer Mindestrendite garantiert. Seit zehn Jahren erzielte der UWP-Fonds zum Stichtag 28.02.2015 eine Wertentwicklung von jährlich 6,3 Prozent – nach Abzug der Fondsmanagementgebühr. Auch die UWP-Garantien haben sich bewährt: Für die letzten zehn Jahre lag die durchschnittliche geglättete Wertentwicklung im UWP-Fonds bei 2,9 Prozent jährlich.

Kosten

Neben der Qualität der Fonds ist die (oft nicht geringe) Kostenbelastung der zweite wichtige Qualitätsfaktor. Dabei sind zwei Kostenebenen zu beachten: für die Versicherungspolice und für die Fonds. Bei vergleichbarer Qualität der Kapitalanlage entscheiden die Kosten des Produktes über den Anlageerfolg.

 

Unser Tipp:Sie möchten mehr wissen? In unserem fünfseitigen Dossier informieren wir Sie detailliert zum Thema "Altersvorsorge 2015: Private Rentenversicherung mit Fonds".

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nach dem Sprachstudium (Indologie/Anglistik) in München ging ich zuerst in die Filmbranche zu Warner Columbia und arbeitete anschließend viele Jahre als Werbeleiter in einem Fachbuchverlag in München.

Seit Gründung 1997 bin ich Mitglied bei Biallo & Team. Für das Finanzportal biallo.de bearbeite ich schwerpunktmäßig die Bereiche Telekommunikation, Altersvorsorge und Versicherungen sowie Erbrecht. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschien das Biallo-Buch „Das neue Pflichtteilsrecht“.

Darüber hinaus in dieser Zeit regelmäßige Veröffentlichungen zu Wirtschafts- und Verbraucherthemen in rund 20 Tageszeitungen, u.a. Welt am Sonntag, Münchner Merkur, Kölner Stadtanzeiger, Frankfurter Neue Presse, Westdeutsche Zeitung, Südkurier, Schwäbische Zeitung etc.

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Seit Gründung 1997 bin ich Mitglied bei Biallo & Team. Für das Finanzportal biallo.de bearbeite ich schwerpunktmäßig die Bereiche Telekommunikation, Altersvorsorge und Versicherungen sowie Erbrecht. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschien das Biallo-Buch „Das neue Pflichtteilsrecht“.

Darüber hinaus in dieser Zeit regelmäßige Veröffentlichungen zu Wirtschafts- und Verbraucherthemen in rund 20 Tageszeitungen, u.a. Welt am Sonntag, Münchner Merkur, Kölner Stadtanzeiger, Frankfurter Neue Presse, Westdeutsche Zeitung, Südkurier, Schwäbische Zeitung etc.

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