Der Pflege-Entscheider Was Sie für die beste Pflege wissen müssen!

Annette Jäger
von Annette Jäger
19.03.2015
Auf einen Blick

Soll die Pflege zuhause oder im Heim stattfinden? Heute hat jeder die Chance, seinen individuellen Pflegemix zusammenzustellen.

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Eigene Wünsche formulieren: „Was wünsche ich mir und welche Ressourcen habe ich?“, so lauten zwei Fragen, die man sich stellen sollte, wenn es um die Entscheidung geht, ob die Pflege zuhause oder im Heim stattfinden soll, rät Catharina Hansen, Pflegeexpertin von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Konkret heißt das, darüber nachzudenken, wie man sich die eigene Pflege vorstellt, wer sie ausführen soll – Fremde oder Angehörige –, ob sich sowohl Wohnort als auch Wohnung für eine Pflege zuhause eignen und auf welche Menschen man zur Unterstützung zurückgreifen kann.

Frühzeitige Organisation: Soll die Pflege zuhause stattfinden, muss sie frühzeitig organisiert werden, weiß Hansen. Am besten, man erkundigt sich im Vorfeld bei Kommune, Wohlfahrtsverbänden und sozialen Einrichtungen vor Ort, welche Hilfsangebote es gibt - von Essen auf Rädern, bis hin zu ehrenamtlichen Besuchsdiensten. „Diese Vorbereitung ermöglicht es, in der Notsituation auf bereits getroffene Entscheidungen zurückzugreifen“, sagt die Expertin. Und anstatt das Pflegeheim als Horrorvision vor Augen zu haben, sollte man das eine oder andere einfach mal besichtigen.

Richtiger Pflegemix: Eines muss man sich klarmachen: Je pflegebedürftiger, desto mehr Helfer benötigt man bei einer Pflege zuhause: Angehörige, ein ambulanter Pflegedienst, vielleicht einen Mahlzeitenservice, ein ehrenamtlicher Besuchsdienst, eine Haushaltshilfe. „Es gibt heute mehr Kombinationsmöglichkeiten denn je, man muss es für sich passend machen“, sagt Hansen. So kann man auch externe Betreuung und Pflege mit Wohnen zu Hause kombinieren, wie bei der Tagespflege: Tagsüber wird man in einer Einrichtung in einer kleinen Gruppe betreut, nachmittags kehrt man nach Hause zurück. Pflege zuhause verlangt ein hohes Maß an Organisation. „Es gibt viel Bürokratie zu erledigen, vom Antrag stellen bis zur Abrechnung“, sagt Heike Nordmann vom Kuratorium Deutsche Altershilfe. Sie empfiehlt ein Netzwerk aus Helfern. „Wer alles alleine schultern will, geht das Risiko ein, zu scheitern.“

Alles unter einem Dach: Sehr viel bequemer hat man es im Vergleich dazu im Pflegeheim: Hier hat man alles unter einem Dach, von Pflege bis Geselligkeit. „Die Versorgung ist sichergestellt, 24 Stunden lang“, sagt Nordmann. Auch Heime sind im Wandel und bieten inzwischen neue, individuellere Betreuungsformen an. Ein Beispiel: Stationäre Hausgemeinschaften, bei denen kleine Gruppen Pflegebedürftiger innerhalb eines Heimes zusammenleben und ihren Alltag nach eigenen Regeln gestalten. Wer an einer fortschreitenden Demenzerkrankung leidet, alleinstehend ist, Geselligkeit und Rund-um-die-Uhr-Versorgung wünscht, ist möglicherweise in einem Heim besser aufgehoben als zuhause.

Finanzierung: „Viele meinen, Pflege zuhause sei günstiger als im Heim. Das trifft allerdings nur dann zu, wenn zuhause viel unentgeltliche Arbeit geleistet wird“, sagt Nordmann. Für einen Heimaufenthalt fallen je nach Pflegestufe, Unterbringung und Bundesland zwischen 2.500 und 4.500 Euro im Monat an, weiß die Expertin. Solche Preise können auch bei der ambulanten Pflege zusammenkommen. Für beide Pflegemodelle gibt es Zuschüsse aus der Pflegekasse. „Mit dem Pflegestärkungsgesetz sind die Zuschüsse vor allem für die Pflege zuhause gestiegen und lassen sich flexibler einsetzen“, sagt Hansen. Deutlich höher zum Beispiel sind die Zuschüsse für einen Wohnungsumbau: sie liegen jetzt bei 4.000 Euro.

Unser Tipp:Sie möchten mehr wissen? In unserem sechsseitigen Dossier informieren wir Sie detailliert zum Thema "Knifflige Entscheidung: Pflege zuhause oder im Heim?".

 

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während meines Studiums der Neueren Geschichte in München begann ich als freie Journalistin zu arbeiten, unter anderem für die Süddeutsche Zeitung. Im Jahr 2000 kam ich zu biallo.de, damals waren Versicherungsthemen für mich Neuland, über Gesundheitspolitik las ich in der Zeitung oder bekam die Auswirkungen als Patientin zu spüren.

Schnell stellte ich fest, dass der unverstellte Blick von außen durchaus von Vorteil ist bei der kritischen Aufbereitung dieser Themen. Bei Biallo schreibe ich noch immer über Versicherungen, Gesundheit und Soziales. Neuland sind diese Themen heute nicht mehr.

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während meines Studiums der Neueren Geschichte in München begann ich als freie Journalistin zu arbeiten, unter anderem für die Süddeutsche Zeitung. Im Jahr 2000 kam ich zu biallo.de, damals waren Versicherungsthemen für mich Neuland, über Gesundheitspolitik las ich in der Zeitung oder bekam die Auswirkungen als Patientin zu spüren.

Schnell stellte ich fest, dass der unverstellte Blick von außen durchaus von Vorteil ist bei der kritischen Aufbereitung dieser Themen. Bei Biallo schreibe ich noch immer über Versicherungen, Gesundheit und Soziales. Neuland sind diese Themen heute nicht mehr.

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