Zahnzusatzversicherung
  • Testsieger-Schutz für die ganze Familie
  • Hohe Erstattung bei Zahnersatz
  • Kieferorthopädie möglich
Annette Jäger
Annette Jäger
Die Zahnzusatzversicherung sollte vor allem Zahnersatz umfassend absichern.

Warum eine Zahnzusatzversicherung?

Der Gang zum Zahnarzt hat noch nie wirklich Spaß gemacht und seit die gesetzlichen Krankenkassen sich seit 2005 nicht mehr prozentual, sondern mit Festzuschüssen an den Leistungen beteiligen, graut es den einen oder anderen nicht nur vor dem Zahnarzt sondern auch vor dessen Rechnung. Möchte man sich nicht mit der Grundversorgung zufrieden geben, sondern Extra-Leistungen und hochwertigen Zahnersatz in Anspruch nehmen, kann man sich für einen der vielen Tarife der Zahnzusatzversicherung entscheiden. Mit einer leistungsstarken Zahnzusatzversicherung kann der Kassenpatient zwar nicht die Lücken in den Zähnen, wohl aber jene zur Finanzierung der Zahnarztrechnung füllen.

Welche Leistungen sollte man versichern?

Wie umfassend die Zahnzusatzversicherung leisten sollte, muss jeder selbst entscheiden. Dem einen reichen die Leistungen der Regelversorgung, einem anderen die Leistungen der Basispolice und ein Dritter möchte bis ins Alter strahlend und mit vollständigem Gebiss oder hochwertigem Zahnersatz lächeln und baut auf ausgiebige Leistungen. Nimmt man sich etwas Zeit für einen Vergleich, findet man genau den Tarif der Zahnzusatzversicherung, der am besten zu einem passt. Wichtige Informationen zu den Tarifen der unterschiedlichen Leistungen der Zahnzusatzversicherungen liefert neben unserem Vergleichsrechner zum Beispiel auch Stiftung Warentest. Der Test 7/2014 hat die Zahnzusatzversicherung genauer unter die Lupe genommen und 33 Tarife mit "sehr gut" ausgezeichnet.

Beispiel

Sowohl die Allianz Versicherung (Tarif ZahnBest) und die Hanse Merkur (Tarif Kombination EZ+EZT) bekamen ein "sehr gut". Tarif ZahnBest erstattet Leistungen, die als Regelversorgung erfolgen, bis 100 Prozent und für privatärztlich abgerechneten Zahnersatz immerhin 90 Prozent. Bedenkt man, dass eine großangelegte Gebiss-Sanierung so viel kosten kann wie ein Kleinwagen, ist das eine ganze Menge.

Diese Leistung sollte die Zahnzusatzversicherung enthalten

Zahnersatz, Implantat, Füllung, Prophylaxe

Die Leistungen, die eine gute Zahnzusatzversicherung enthalten sollte, hängen vom jeweiligen Patienten ab. Grundsätzlich kommt die Zahnzusatzversicherung mit ihren Tarifen für folgende zusätzliche Leistungen auf:

  • Prophylaxe
  • Zahnbehandlung
  • Zahnersatz
  • Kieferorthopädie

Kunststofffüllungen

Amalgam kommt nicht von seinem schlechten Ruf weg. Doch wird es immer noch in vielen Zahnarztpraxen verwendet. Möchte man nicht die Zahnfüllungen aus Amalgam, sondern lieber eine hochwertige Kunststofffüllung, muss man ohne richtige Zahnzusatzversicherung für die Mehrkosten zumeist selbst aufkommen. Gesetzliche Kassen zahlen Kunststofffüllungen nur bedingt.

Wurzelkanalbehandlung

Bedeutete früher ein entzündeter Nerv den Zahntod, kann heute häufig durch eine Wurzelkanalbehandlung der Zahn erhalten werden. Diese Leistungen übernimmt - je nach Tarif – die private Zahnzusatzversicherung. Die Gesetzliche Krankenversicherung springt hier nur bedingt ein.

Parodontose Behandlung

Taschentiefe ist hier das Losungswort. Die Gesetzliche übernimmt erst nach der Bewilligung des Behandlungsplanes und einer "Taschentiefe" von 3,5 mm die Behandlung. Vielleicht zu spät! Zahnärzte empfehlen bereits ab einer Taschentiefe von 1,5 mm die ersten Anwendungen zum Zahnerhalt. Hier greift die Zahnzusatzversicherung mit dem richtigen Tarif schon ab einer geringen Taschentiefe und beugt mit dieser Leistung auch durch Prophylaxe Behandlungen vor.

Zahnersatz, Kronen, Prothesen oder Implantat

Alle Leistungen für Zahnersatz und die damit verbundenen Kosten können über Zahnzusatzversicherungen abgefangen werden. Und wirklich nur mit diesen privaten Policen können die teils enormen Kosten des Eigenanteils für Zahnersatz auf ein Minimum reduziert werden.

Zahnzusatzversicherung Kieferorthopädie

Eine Korrektur von Zahnfehlstellungen durch Kieferorthopädie wird von der gesetzlichen Krankenversicherung in der Regel nur für Kinder und Patienten unter 18 Jahren gezahlt. Aber auch Erwachsene leiden durchaus unter Zahnfehlstellungen. Und deren Behandlung ist oft um einiges aufwendiger und die Leistungen teurer, als die eines Kindes. Diese extra Leistungen werden meistens nur von der Zahnzusatzversicherung, nicht aber von der gesetzlichen Krankenversicherung anteilig übernommen. 

So rechnet die Zahnzusatzversicherung ab

Bei privaten Krankenversicherungen - und hierzu zählt auch die Zahnzusatzversicherung -, läuft es anders, als bei der gesetzlichen Krankenkasse. Behandlungen nach Leistungskatalog werden direkt mit der gesetzlichen Krankenversicherung abgerechnet, bei privatärztlichen Leistungen geht die Rechnung direkt an den Patienten. Der sendet sie mit einem Erstattungsantrag an seine private Zahnzusatzversicherung. Diese prüft dann die Rechnung und erstattet die Kosten je nach Tarif.

Zahnzusatzversicherung und Gesundheitsfragen

Hat man sich für eine Zahnzusatzversicherung entschieden, muss man eine weitere Hürde bestreiten: den Fragenkatalog mit den Gesundheitsfragen der Zahnzusatzversicherung. Dieser beinhaltet Fragen zum aktuellen Zustand des Gebisses. Die Versicherung hat das Recht, den Zahnarzt zu befragen und der muss von seiner ärztlichen Schweigepflicht entbunden werden. Die Erkundigungen der Zusatzversicherung müssen wahrheitsgemäß beantwortet werden. Sollte herauskommen, dass falsche Angaben gemacht wurden, oder eine Diagnose schon vor Vertragsabschluss bestand, muss die Zahnzusatzversicherung keine Erstattung leisten. Sie kann sogar aus dem Vertrag zurücktreten. Der Patient bleibt dann auf den gesamten Kosten sitzen.

Zahnzusatzversicherung ohne Wartezeit

Immer mehr Zahnzusatzversicherungen bieten Tarife ohne Wartezeit an. Acht geben und genau nachfragen, lautet hier die Devise. Schnell kann man mit falschen Vorstellungen eine Zahnzusatzversicherung ohne Wartezeit abschließen und sich dann doch über ausfallende Leistungen der Versicherung ärgern.

Schaut man sich nämlich einmal genauer die Tarife der Zahnzusatzversicherungen ohne Wartezeit an, wird man schnell feststellen, dass es ganz ohne nicht geht oder aber an Bedingungen geknüpft ist.

1. Bedingung: Summenbegrenzung 
Eine Summenbegrenzung bedeutet, dass die Erstattung von Leistungen in den ersten Versicherungsjahren auf eine bestimmte Summe begrenzt ist.

2. Bedingung: Staffelung der Beträge 
Bei einer Staffelung beläuft sich zum Beispiel im ersten Jahr die maximale Erstattung auf 500 Euro, im zweiten auf 1.000 Euro und so weiter. Höhe und Dauer hängen vom jeweiligen Versicherer und dessen Tarif ab.

Manche Zahnzusatzversicherungen bieten für die eine oder andere Behandlung tatsächlich eine wartezeitlose Versicherung an. Prüfen Sie aber genau nach, welche. Denn die anderen Vertragsbausteine haben Wartezeit, Summenbegrenzung oder -staffelung.

Tarife ohne Wartezeit

  • Hier bietet aktuell die ERGO die Tarife Zahn-Erhalt (ZBB) und Zahn-Erhalt Premium an. Allerdings mit einer Summenbegrenzung in den ersten vier Jahren.
  • Die R+V ist mit einem Tarif ohne Wartezeit auf dem Markt: Premium Z1+ZV. Die Summenbegrenzung beläuft sich innerhalb der ersten vier Jahre auf 10.000 Euro!
  • Die Allianz Versicherung hat die Tarife "Zahn Fit", "Zahn Best" und "Zahn Plus" im Programm. Die Prophylaxe und Zahnbehandlung sind ohne Wartezeit, für Zahnersatz und Kieferorthopädie steht allerdings eine Wartezeit von acht Monaten ins Haus.
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