Anleger fahren ab auf Fondssparpläne

Börse Anleger fahren ab auf Fondssparpläne

Thomas Brummer (ehemaliger Mitarbeiter)
von Thomas Brummer (ehemaliger Mitarbeiter)
31.08.2017
Auf einen Blick
  • Fondssparpläne gehen bei Banken und Sparkassen weg wie nichts.

  • Solche Sparpläne ermöglichen es, mit reduziertem Risiko langfristig an der Börse zu verdienen.
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Mit Tagesgeld und Festgeld alleine wird heute keiner mehr reich, wenn er es nicht schon vorher war. Immerhin ragen noch einzelne Banken mit guten Angeboten hervor. So steht bei zweijähriger Laufzeit etwa noch bei Credit Agricole, Klarna und Deniz-Bank eine eins vor dem Komma. Das ist immerhin noch ein Vielfaches im Vergleich zu vielen Konkurrenzangeboten. Doch wirklich große Sprünge sehen anders aus.

Was tun? Aktien? Der Ausweg vieler Deutscher lautet: Fondssparplan. Der Vorteil liegt auf der Hand. Fonds investieren das eingesammelte Kapital beispielsweise in Aktien verschiedener Unternehmen. Somit ist ein Anleger nicht von Wohl und Wehe einer einzelnen Unternehmung abhängig. Wer jahrelange Telekom-Aktien besessen hat oder kurz vor der Energiewende bei Eon eingestiegen ist, schätzt diesen Vorteil von Fonds besonders. Die breite Streuung minimiert damit das Risiko, häufig ist dann von Diversifikation die Rede. Beim Fondssparen erwerben Verbraucher monatlich für einen zuvor festgelegten Betrag Fondsanteile.

Lesen Sie auch: Fondssparen - Sieben Denkfehler, die Rendite kosten

3
 
Name
ISIN
Wertzuwachs p.a.
 
1.
MSIF Global Opportunity AH EUR
LU0552385618
21,34%
2.
Postbank Megatrend
DE0005317374
19,52%
3.
Apus Capital Revalue Fonds
DE000A1H44E3
19,28%
Laufzeit: 5 Jahre

Deutsche entdecken Fondssparen für sich

Union Investment, die Fondsgesellschaft der Volks- und Raiffeisenbanken, verzeichnet einen enormen Anstieg bei Fondssparplänen. In den vergangenen zwölf Monaten konnten satte 34,2 Prozent mehr Verträge verkauft werden. Damit steigt die Gesamtzahl auf 1,7 Millionen Stück. Und auch der durchschnittliche monatliche Sparbetrag kletterte merklich. Waren es im Vorjahr 137 Euro im Monat sind es mittlerweile 168 Euro. Union Investment scheint Sparer also erfolgreich in die gewünschte Richtung zu bringen: "Wir haben das Thema Sparpläne seit einiger Zeit in den Fokus gestellt und im letzten Jahr intensiviert, um die Menschen darüber zu einer ausgewogenen Geldanlage zu bringen. Denn die Evolution des Sparens führt nicht vom Sparbuch in die Aktie", sagt Markus Temme, Pressesprecher von Union Investment.

Es sei ein schrittweiser Umstieg aus klassischen zinsbasierten Anlagen in moderne, ausgewogenere Sparformen. Ein ganz wichtiges Instrument ist dabei nach Ansicht von Temme das ratierliche Fondssparen.

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Ähnlich Erfolge im Vertrieb von Fondssparplänen verzeichnen die Kollegen von der Sparkasse. Die angeschlossene Fondsgesellschaft Deka verkaufte im ersten Halbjahr 2017 300.000 Fondssparpläne. Zum Vergleich: Das war 2016 der Absatz für das gesamte Jahr. Deka berichtet, dass derzeit pro Filialtag damit 2.300 Fondssparpläne abgeschlossen werden. Gesamtbestand: 3,8 Millionen. Und wie erklärt sich Deka den Erfolg? "Wertpapiere sind eine wichtige Säule für den Vermögensaufbau und die Altersvorsorge – insbesondere in der anhaltenden Niedrigzinsphase", sagt Dirk Degenhardt, Leiter der Abteilung Produkt- und Marktmanagement der Deka Bank, gegenüber biallo.de.

"Fondssparpläne bieten einen leichten Einstieg in die Wertpapieranlage und das schon mit kleinen Beträgen, denn regelmäßiges Wertpapiersparen ist bereits mit überschaubaren Sparraten ab 25 Euro möglich", fährt Degenhardt fort.

Biallo-Tipp

Unser Kooperationspartner Fondsdiscount bietet Ihnen die Möglichkeit, bei einer Depoteröffnung rund 19.000 Fonds ohne Ausgabeaufschlag zu handeln. Die Depotführung ist kostenlos. Falls Sie bereits ein Depot bei einem Broker besitzen, können Sie Ihr Portfolio ebenfalls kostenlos auf das Gebührenmodell von Fondsdiscount übertragen. Mit dem Online-Vermittlerwechsel transferieren Sie auch bereits vorhandene Fonds-Sparpläne und handeln die betreffenden Fonds künftig ohne Ausgabeaufschlag. Dadurch erhöhen Sie Ihre Rendite.

Einmalanlage vs. Sparplan

Natürlich können Anleger auch einmalig einen größeren Betrag in einen Fonds oder einen kostengünstigeren ETF investieren. Doch dann ist für den Erfolg dieser Geldanlage in erster Linie der Einstiegszeitpunkt entscheidend. Über den bestmöglichen Zeitpunkt lässt sich freilich nur spekulieren. "Ein weiterer Vorteil des regelmäßigen Fondssparens ist der Durchschnittskosteneffekt: Wer regelmäßig in einen Fondsparplan einzahlt, erhält in schwachen Marktphasen für dieselbe Sparrate mehr Fondsanteile, weil sie dann günstiger sind. Geht es mit den Kursen aufwärts, entwickeln sich diese Anteile entsprechend", so Degenhardt. In der Fachsprache bezeichnet man dies oft als Cost-Average-Effekt.

Was ist der richtige Sparplan für mich?

Es gibt nicht den Fondssparplan, der für jeden am besten ist. "Sparer sollten darauf achten, ihre Anlagen breit zu streuen: in Anleihen, Aktien, Immobilien und wiederum in verschiedene Branchen und Länder", erklärt Degenhardt.

Außerdem rät der Experte: "Je länger der Anlagehorizont, desto höher kann der Aktienanteil sein. Dazu muss nicht in einzelne Titel investiert werden. Investmentfonds sind daher eine sinnvolle Alternative – sie bieten in der Regel eine angemessene Risikostreuung und Anleger können dort schon mit kleineren Beträgen investieren."

Biallo-Tipp: Auch bei den digitalen Vermögensverwaltern - den sogenannten Robo-Advisors - gibt es bereits Fondssparpläne ab 50 Euro im Monat. Die Roboter investieren in kostengünstige ETF-Fonds. Vermögensverwaltung, Konto- und Depotführung sind bei den günstigsten Anbietern schon für unter einem Prozent pro Jahr zu haben. Lesen Sie hier alles zum Thema: Robo-Advisor

3
 
Name
ISIN
Wertzuwachs p.a.
 
1.
MainFirst Germany A
LU0390221256
21,88%
2.
Lupus alpha Smaller German Champions A
LU0129233093
19,19%
3.
DWS German Small/Mid Cap
DE0005152409
18,03%
Laufzeit: 5 Jahre
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Jahrgang 1985, schloss eine kaufmännische Ausbildung ab. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und war währenddessen als Werkstudent bei LV 1871 und Wealthcap (Fondsgesellschaft von Unicredit) tätig. Nach Beendigung des Studiums schrieb er für das Anlegermagazin „Der Aktionär“. Im Anschluss absolvierte er eine Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf.

Von Januar 2014 bis Januar 2018 war er bei biallo.de und verfasste dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publizierte er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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Jahrgang 1985, schloss eine kaufmännische Ausbildung ab. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und war währenddessen als Werkstudent bei LV 1871 und Wealthcap (Fondsgesellschaft von Unicredit) tätig. Nach Beendigung des Studiums schrieb er für das Anlegermagazin „Der Aktionär“. Im Anschluss absolvierte er eine Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf.

Von Januar 2014 bis Januar 2018 war er bei biallo.de und verfasste dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publizierte er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de