Black Jack oder Börse?

Aktienfonds Black Jack oder Börse?

Ines Baur
von Ines Baur
12.12.2017
Auf einen Blick
  • German Angst versus Rendite. Jeder Zweite würde gerne Geld in Aktien investieren, sieht aber Risiken wie im Spielcasino.

  • Dennoch sieht die Mehrheit der Bundesbürger Aktienfonds als langfristig vielversprechendste Geldanlage.
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Deutschlands Sparer leben einen interessanten Widerspruch. Laut Deutschem Aktieninstitut (DAI) besitzen nur etwa 14 Prozent der Bundesbürger Aktien oder Aktienfonds. Aber 42 Prozent glauben, dass "eine Geldanlage an der Börse hochinteressant ist".

Und fragt man sie weiter, welche Geldanlage langfristig die besten Chancen zum Vermögensaufbau verspricht, stehen Aktienfonds klar an erster Stelle. Das Sparbuch, auf das sie fleißig einzahlen, steht auf Platz vier.

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Mythen statt Fakten

Fast die Hälfte der Bundesbürger meinen, dass eine "Geldanlage an der Börse genauso riskant sei, wie ins Spielcasino zu gehen." Patrick Dahmen, verantwortlich für das Lebensversicherungsgeschäft im Vorstand von AXA sagt:

"Mythen statt Fakten dominieren die Vorstellung von der Börse, weshalb sich die Deutschen viele Chancen verbauen. Insgesamt hat die nun schon Jahre andauernde Niedrigzinsphase aber offenbar ein Umdenken in Deutschland eingeleitet. Nur die Umsetzung der Erkenntnis hakt noch."

Daher parken Anleger ihr Erspartes auf Null-Prozent-Sparbüchern. Die Furcht überwiegt, dass sie für Aktien an der Börse nach 20 Jahren Anlagedauer weniger rausbekommen, als sie investiert haben.

Selbstverständlich sind Aktien riskanter als Sparbücher. Ihr Wert schwankt je nach Weltgeschehen, Kursverluste drohen jederzeit. Allerdings sind Aktien auch lukrativer als jedes Sparbuch: Der Dax hat in 15 Jahren über 50 Prozent zugelegt.

  • Beispiel: Am 7. Dezember 2007 stand der Dax bei rund 7.960 Punkten. Zehn Jahre später, am 7. Dezember 2017, kratzt er an der 13.000-Punkte-Marke.

Langer Atem und gute Nerven

Aktienanleger mussten schon immer schmerzhafte Abstürze ertragen, einen langen Atem und gute Nerven haben. Der Index schwankt hin und her, kleinere oder große Crashs mit Einbrüchen bis zu 70 Prozent - alles war und ist geboten. Doch als langfristige Anlage lohnen sich Aktien.

Laut DAI hat es seit 1965 noch nie einen einzigen 20-Jahres-Zeitraum mit Verlust für ein Portfolio mit Dax-Aktien gegeben. Vielmehr waren in der Regel Renditen deutlich über der Inflationsrate und sogar oft zweistellig möglich.

  • Biallo-Tipp: Aktien und Aktienfonds sind als langfristige Anlage zu sehen. Hier können Anleger mit sehr guten Renditen rechnen. Als kurzfristiges Invest taugen Aktien eher nicht. Es drohen zu jedem Zeitpunkt Einbrüche - dementsprechend hoch ist das Risiko.

"Geld an der Börse anzulegen, lehne ich aus Prinzip ab"

Eine repräsentative Befragung der Axa zum Thema "Anlageverhalten der Deutschen 2017" offenbart große regionale Unterschiede.

  • Während in Hamburg und Bayern nur 21 Prozent Aktien ablehnen, sperren sich in Thüringen rund 44 Prozent gegen eine Geldanlage an der Börse.

  • Sachsen: In keinem anderen Bundesland finden es so wenige Bürger grundsätzlich hochinteressant, Geld an der Börse anzulegen (34 Prozent, Bundesschnitt 42 Prozent).

  • In Mecklenburg-Vorpommern ist man skeptisch: 34 Prozent der Befragten glauben, dass nur große Finanzfirmen gute Anlage-Ergebnisse schaffen. Und in keinem anderen Bundesland halten es so viele Bürger für unseriös, Geld an der Börse anzulegen (21 Prozent, Bundesschnitt 14 Prozent).

  • In Bayern dagegen finden 76 Prozent die Geldanlage an der Börse seriös.  

  • Geduld ist eine starke Tugend im Süden und im Norden des Landes: In Hamburg und in Bayern halten es 89 Prozent der Befragten für "sehr wichtig", Geduld bei der Geldanlage zu haben.

  • Baden-Württemberger haben im Bundesländer-Vergleich weniger Spaß an der Geldanlage, für sie ist das eine Belastung. Das erklären in Baden-Württemberg, Sachsen und Schleswig-Holstein jeweils 19 Prozent der Erwachsenen, das sind die höchsten Regional-Werte.

Biallo-Lesetipp

Wer seine Geldanlage nicht komplett selbst gestalten will oder kann, für den sind die sogenannten Robo-Advisor eine geeignete Alternative.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de