Comeback der Rohstoff-Märkte in Sicht?

Rohstoff-Fonds Comeback der Rohstoff-Märkte in Sicht?

von Peter Hermann
28.09.2018
Auf einen Blick
  • Rohstoff-Investments bescherten Anlegern in der Vergangenheit erfreuliche Renditen.

  • Sobald ein belastbarer Aufwärtstrend erkennbar wird, lohnt sich auch wieder ein Rohstoff-Fonds-Investment.
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Viele Anleger investieren gerne in Bereiche des Finanzmarktes, die bereits mehr als einmal außerordentlich stabile und langfristige Aufwärtstrends ausgebildet haben. Zweifellos gehören die Rohstoffmärkte zu dieser Kategorie.

Während der Ölpreis in den vergangenen zwölf Monaten um gut 40 Prozent gestiegen ist, zeigen sich andere Rohstoffe wie etwa Kupfer oder Gold noch sehr zurückhaltend. Das könnte sich jedoch recht bald ändern.

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Top-Performer der vergangenen Jahre waren vor allem Aktien aus dem US-amerikanischen Hightech-Sektor wie Apple oder Microsoft, die auch maßgeblich für den sehr erfreulichen Anstieg von NASDAQ und S&P 500 verantwortlich gemacht werden können.

Volkswirtschaftler bezeichnen Gesellschaften der Spitzentechnologie auch als sogenannte Frühzykliker. Und klar ist auch, dass diese Branche weniger auf Rohstoffe angewiesen ist als andere Felder des Wirtschaftskreislaufs. Schließlich lebt High-Tech eher von der kreativen Innovationskraft.

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Computer und Smartphones sind nicht alles

Auch wenn heute noch die Vorstellung eines neuen iPhones die Medien und mit ihnen die Öffentlichkeit in wahre Jubelstürme versetzt, wird das vermutlich nicht in alle Ewigkeit so weitergehen. Denn zahlreiche real existierende Probleme der Menschheit werden sich wohl eher nicht mit einer noch so angesagten App lösen lassen. Hier werden möglicherweise doch wieder traditionelle, Rohstoff-intensivere Wirtschaftsbereiche in die Bresche springen müssen.

Nach der Wirtschaftstheorie des zyklischen Auf und Abs der Wachstumskurven folgt dem starken Anstieg des High-Tech-Sektors in der Regel ein Aufblühen der alteingesessenen Industrie- und Dienstleistungsbereiche. Und wenn es auch diesmal dazu kommt – wovon auszugehen ist – werden auch Rohstoffe wieder stärker nachgefragt und dementsprechend teurer.

Beleg dafür, dass Rohstoffe in der jüngeren Vergangenheit deutlich hinterherhinkten, ist die Entwicklung der großen Aktienindizes. So weist der Bloomberg Commodity Index (BCI) auf Sicht von fünf Jahren eine erhebliche Underperformance von rund 110 Prozent zum S&P 500 auf: Während der US-Index in diesem Zeitraum gut 70 Prozent zulegte, steht beim BCI ein Minus von rund 40 Prozent zu Buche.

Bereits das deutet auf ein recht großes Rückholpotential hin. Signifikant ist auch die schwache Entwicklung der Aktien der großen Rohstoffkonzerne wie Rio Tinto, Glencore oder Anglo American.

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Experten geben sich vorsichtig optimistisch

Nach Meinung des Rohstoff-Analysten der Commerzbank, Eugen Weinberg, sei es schwierig, eine "allgemeine" Aussage zu den Rohstoffmärkten zu treffen, da diese doch recht unterschiedlich verlaufen. Denn wegen der kaum vorhersehbaren Aktivitäten des aktuellen US-Präsidenten im Hinblick auf Handelsbeschränkungen, könne es immer wieder zu Rückschlägen kommen.

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Weinberg geht beispielsweise beim Öl davon aus, dass man sich weiter Sorgen um eine künftige Angebotsverknappung mit Blick auf Venezuela und den Iran mache. Die anderen Opec-Staaten dürften ihre Fördermenge zwar im Gegenzug weiter hochfahren, was den Markt beruhigen und die Preise dämpfen sollte. Da die frei verfügbaren Kapazitäten dann aber auf ein sehr niedriges Niveau sinken würden, dürfte ein Barrel Brentöl bis zum Jahresende nicht unter 70 US-Dollar fallen. 

Aufgrund des aufwertenden US-Dollars zögen sich die Anleger aus Gold zurück. Der eskalierende Handelskonflikt und die zahlreichen politischen Unsicherheiten sollten Gold nicht auf Dauer "kalt lassen". Zudem dürfte im Herbst die Goldnachfrage in Asien anziehen. Zum Jahresende sehen die Experten der Commerzbank Gold bei 1.300 US-Dollar je Feinunze. Ende 2019 erwartet Weinberg sogar Goldkurse von 1.400 bis 1.500 US-Dollar je Feinunze.

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Der drohende Handelskrieg und Sorgen um Chinas Konjunktur würden die Stimmung der Marktteilnehmer stark belasten. Der Kupferpreis ist nach Ansicht von Eugen Weinberg zu stark gefallen: Am Jahresende dürfte eine Tonne Kupfer wieder 6.500 US-Dollar kosten. Aluminium sollte am Jahresende 2.100 US-Dollar je Tonne kosten.

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Chancenreiche Rohstoff Fonds:

FondsISIN / WKNAnlagezielePerformance
1 Jahr
Performance
3 Jahre
Performance
5 Jahre
JPM Global Natural Resources ALU0208853514 / A0DPLMLangfristiges Kapitalwachstums durch die vorwiegende Anlage in Rohstoffunternehmen weltweit, von denen viele in den frühen Stadien der Erkundung sind.9,17 %61,15 %-0,08 %
RobecoSAM Smart Materials Fund (EUR)LU0175575991 / A0BL6TAnlageziel ist Kapitalwachstum. Hierzu investiert der Fonds weltweit mindestens 80% seines Vermögens in Aktien von Unternehmen, die Technologien, Produkte und Dienstleistungen für den gesamten Lebenszyklus von Materialien und Rohstoffen zur Verfügung stellen.6,50 %58,13 %73,43 %

Quelle: fondsdiscount.de; eigene Recherche; Stand: 28. September 2018.

Wenn für Sie bei Ihren Investments Indexfonds die erste Wahl sind, können Sie einen ETF mit Schwerpunkt Rohstoffe wählen.

ETFISIN / WKNBenchmarkPerformance
1 Jahr
Performance
3 Jahre
Performance
5 Jahre
LYXOR UCITS ETF STOXX Europe 600 Basic ResourcesFR0010345389 / LYX0AXSTOXX EUROPE 600 BASIC RESOURCES (TM) Index13,18 %85,34 %33,19 %
ComStage STOXX (R) Europe 600 Basic Resources NR UCITS ETFLU0378435472 / ETF063Knüpft an die Wertentwicklung des STOXX Europe 600 Basic Resources NR Index an.13,37 %85,19 %33,41 %

Quelle: fondsdiscount.de; eigene Recherche; Stand: 28. September 2018.

Biallo-Tipp

Der Rohstoff-Markt bleibt für Anleger weiterhin interessant. Akuter Handlungsbedarf besteht jedoch nicht. Allerdings könnte sich dies sehr schnell ändern. Wenn sich ein tragfähiger Aufwärtstrend ausbildet, ist gegen ein entsprechendes Investments nichts einzuwenden.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de