Deutsche überschätzen ihre Finanzkenntnisse

Studie Deutsche überschätzen ihre Finanzkenntnisse

Ines Baur
von Ines Baur
07.01.2018
Auf einen Blick
  • Was geschieht an der Börse? Jeder Zweite hat keine Ahnung.

  • Was bedeutet Inflation? Nur jeder Vierte kann den Begriff erklären.

  • Dennoch sind drei Viertel der Bundesbürger überzeugt, sich in Finanzdingen gut auszukennen.
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Die Deutschen interessieren sich stark für Wirtschaftsthemen. Und drei Viertel meinen sogar, dass sie sich in Finanzdingen gut auskennen. Leider ist diese Selbsteinschätzung falsch. Das belegt eine aktuelle Umfrage des Bankenverbands. Der auf Basis der Umfragedaten ermittelte Finanzplanungs-Index zeigt: Ein Viertel der Befragten verfügt über kaum hinreichende und mehr als ein weiteres Drittel über schlechte Voraussetzungen für die eigene Finanzplanung.

26 Prozent der Befragten wussten nicht, was "Inflation" bedeutet. Nur jeder Zweite konnte die Höhe der gegenwärtigen Inflationsrate nennen. 44 Prozent hatten schon mal von einem Investmentfonds gehört, konnten aber nicht erklären, was das ist. "Die meisten Bürger interessieren sich zwar für Wirtschaftsthemen und glauben auch, dass sie sich in Finanzangelegenheiten gut auskennen. Jedoch entspricht diese Selbsteinschätzung leider nicht der Realität", sagt Andreas Krautscheid vom Bankenverband.

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Finanzwissen nimmt immer mehr ab

Den Finanzplanungsindex misst der Verband an immer gleichen Fragen. Das aktuelle Ergebnis spiegelt die negative Entwicklung zu dem Thema wider. Denn 2017 verfügten mehr als 60 Prozent der Befragten über schlechte oder eher schlechte Finanzkenntnisse. Vor drei Jahren lag der Wert noch bei 56 Prozent. "Es ist bedenklich, dass sich die Kompetenz der Deutschen in Finanzfragen seit 2014 noch verschlechtert hat", so Krautscheid. "In Zeiten, in denen wir die Digitalisierung aller Lebensbereiche erleben, wird ein wirtschaftliches Grundverständnis immer wichtiger."

Wirtschaftsorganisationen in der Pflicht

Vor allem jüngere Erwachsene unter 30 Jahren besitzen wenig Finanzkompetenz. Und was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. Die Voraussetzungen Vermögensaufbau, Vorsorgeentscheidung oder Altersvorsorge selber anzugehen ist mit einem geringen Know-how schwierig. Hier besteht dringend Nachholbedarf. "Es ist nicht nur Aufgabe der Schule und der Eltern, Finanzwissen zu vermitteln. Dies sehe ich vielmehr auch als gesamtgesellschaftliche Aufgabe, bei der sich Unternehmen und Wirtschaftsorganisation ebenso angesprochen fühlen", fordert Krautscheid.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de