Auf einen Blick
  • Der MSCI World Index ist mit mehr als 1.500 Titeln aus 23 Industriestaaten weltweit breit gestreut.

  • Dennoch ist der Anteil US-amerikanischer Unternehmen am MSCI World Index vergleichsweise groß.

  • Seit seinem Start am 31. Dezember 1969 hat der Weltaktienindex inklusive Nettodividenden eine annualisierte Rendite von 8,62 Prozent erzielt.

  • Mit börsengehandelten Indexfonds, sogenannten ETFs, können Anleger eins zu eins am MSCI World Index partizipieren.
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Das Jahr 2022 möchten Börsianer am liebsten so schnell wie möglich abhaken. Infolge des Russland-Ukraine-Kriegs haben die internationalen Aktienindizes im vergangenen Jahr deutlich Federn lassen müssen. Beispiel MSCI World: Der Weltaktienindex hat im Gesamtjahr 2022 einen Verlust von knapp 20 Prozent erzielt. Dennoch: Auf Dreijahressicht steht noch ein Kurszuwachs von mehr als zehn Prozent zu Buche.

Was ist ein MSCI World ETF?

Der MSCI World Index beinhaltet derzeit gut 1.500 Unternehmen aus 23 Industrienationen. Aufgrund seiner weltweiten Streuung ist er bei ETF-Sparern äußerst beliebt. Ein MSCI World-ETF bildet die Wertentwicklung des Weltaktienindex nahezu eins zu eins ab. Vorteil: Mit einem ETF-Anteil von wenigen Euro beteiligen Sie sich auf einen Schlag an mehr als 1.500 Unternehmen weltweit. Breiter und kostengünstiger können Sie Ihr Investment mit einem einzigen Wertpapier kaum streuen. Viele Broker bieten mittlerweile sogar kostenlose ETF-Sparpläne an, wo die Kaufgebühren entfallen. Die laufenden Kosten liegen im Schnitt nur bei circa 0,20 Prozent pro Jahr.

Aufgrund seiner breiten Streuung bezüglich Nationen und Branchen rund um den Globus gehört der MSCI World Index nach wie vor zu den beliebtesten Basis-Indizes für ETFs, um langfristig Vermögen aufzubauen. "Ein MSCI World-ETF kann in einem Portfolio als klassisches Core-Investment dienen", sagt Dag Rodewald, ETF-Experte bei der UBS. Der Weltaktienindex biete sich hervorragend als Baustein für ein ausgewogenes Wertpapierportfolio an.

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MSCI World ETFs kaufen und verkaufen

ETFs sind im Gegensatz zu aktiven Fonds laufend über die Börse handelbar und garantieren dadurch eine hohe Liquidität. Anleger können die Produkte an nahezu allen verfügbaren Börsenplätzen kaufen und verkaufen. Der sogenannte Spread, also die Spanne zwischen Kauf- und Verkaufskurs, beträgt bei MSCI-World-ETFs im Schnitt circa 0,25 Prozent.

"Der große Vorteil ist, dass Anleger mit nur einer Order in den Großteil des weltweiten Aktienmarktes investieren können", erklärt Eric Wiegand, ETF-Stratege bei Xtrackers. Dadurch sei das Risiko, das mit einer Investition in einer einzelnen Aktie, einem einzelnen Land oder Sektor verbunden ist, deutlich reduziert. "Mit einer Investition in einen MSCI World-ETF können sich Anleger, vereinfacht ausgedrückt, an der Entwicklung der Wirtschaftskraft aller Industrieländer weltweit beteiligen."

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MSCI World ETFs – physisch oder synthetisch?

Physische oder synthetische ETFs? Diese Frage stellen sich viele Börseneinsteiger, wenn sie bei der Produktauswahl mit den Bezeichnungen konfrontiert werden. Bei vielen ETFs wird der Index physisch abgebildet, im Fachjargon spricht man auch von Vollreplikation. "Das heißt, dass alle – oder angesichts der Größe des Index nahezu alle – Aktien des Index direkt im Fondsvermögen gehalten werden", sagt ETF-Experte Wiegand.

Bei synthetisch replizierenden ETFs erfolgt die Indexnachbildung über ein Tauschgeschäft, einen sogenannten Swap. Das bedeutet, die Wertentwicklung des Index wird von einem Partner geliefert, der im Gegenzug eine Gebühr vom ETF-Emittenten erhält und einen Wertpapierkorb als Sicherheitsleistung. Dabei müssen die im Sicherheiten-Portfolio hinterlegten Wertpapiere nicht aus dem Index stammen, sondern können zum Beispiel auch Dax-Werte sein.

Synthetische ETFs bilden die Wertentwicklung des Index meist exakter ab, weisen also eine geringere Indexabweichung (Tracking Error und Tracking Difference) auf. Außerdem sind sie zuweilen etwas günstiger als physische ETFs. Allerdings besteht aufgrund des Tauschgeschäfts auch ein sogenanntes Kontrahentenrisiko, nämlich dass der Tauschpartner seinen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen kann und wegen der ETF infolge des Positionsausfalls deutlich an Wert verliert. Allerdings ist das Kontrahentenrisiko bei physischen ETFs gemäß UCITS-Richtlinie auf zehn Prozent des Nettoinventarwerts (NAV) beschränkt.

Währungsrisiko bei MSCI World ETFs 

Trotz seiner breiten, weltweiten Streuung auf 23 sogenannte Developed Markets gibt es auch ein Manko beim MSCI World Index: Der Weltaktienindex ist stark US-lastig. US-amerikanische Aktien machen derzeit rund 68 Prozent aus. Dahinter folgen Japan mit gut sechs Prozent und das Vereinigte Königreich mit circa vier Prozent. Deutschland liegt nur auf Platz sieben mit rund zwei Prozent (Stand: 28. Februar 2022).

"Somit besteht trotz der globalen Ausrichtung eine Abhängigkeit vom US-Markt. Außerdem sind kleinere und mittlere Unternehmen gar nicht vertreten, was unter Umständen Defizite bei der Diversifikation zur Folge hat", sagt ETF-Experte Wiegand. Auch die Schwellenländer-Märkte sind nicht im MSCI World Index enthalten, sondern im größeren MSCI All Country World Index (ACWI).

Biallo-Tipp: Unser Ratgeber "Währunsgrisiko bei ETFs" erklärt, wie sich ein starker oder schwacher US-Dollar auf die Performance des MSCI World Index auswirkt.

Die komplette Bezeichnung eines ETF kann für Neueinsteiger oftmals verwirrend wirken. Deshalb erläutern wir Ihnen in einem weiteren Artikel die wichtigsten Kennzeichen und Abkürzungen von ETFs.

MSCI World als Kurs- und Performanceindex

Der MSCI World Index wurde am 31. März 1968 ins Leben gerufen und startete am 31. Dezember 1969 mit einem Referenzwert von 100 Punkten. Seitdem erzielte der Kursindex bis Ende 2022 eine jährliche Zuwachsrate von durchschnittlich 6,34 Prozent – ohne Berücksichtigung der Dividenden.

Der MSCI World Gross Dividend Total Return Index (GDTR) bildet als Performanceindex auch die gezahlten Dividenden ab. Daher fällt die annualisierte Rendite mit 9,41 Prozent deutlich höher aus. Quellensteuern, die bei ausländischen Aktien anfallen können, werden allerdings in der Brutto-Variante nicht berücksichtigt, sondern nur in der Netto-Variante (Net Return).

Bei der Berechnung des MSCI World Index (Net Return) fließen die Dividenden nach Abzug der Quellensteuer ein. Diesen Index referenzieren auch die meisten MSCI World-ETFs, oft findet sich auch die Kennzeichnung "NTR" im Produktnamen.

Gut zu wissen: Wenn Sie in ETFs auf den MSCI World Index investieren, partizipieren Sie immer an den Dividenden der größten Aktienkonzerne. Diese werden entweder ausgeschüttet oder thesauriert.

Die besten MSCI World ETFs im Vergleich

Im Folgenden zeigen wir Ihnen jeweils drei ausschüttende und drei thesaurierende ETFs im Vergleich. Die Auswahl der Fonds dient ausschließlich Informationszwecken und stellt kein Angebot, keine Aufforderung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar.

Ausschüttende ETFs auf den MSCI World Index

ETF ISIN  Laufende Kosten pro Jahr Replikation Performance 1 Jahr (kumuliert) Performance 3 Jahre (kumuliert) Performance 5 Jahre (kumuliert)
Lyxor MSCI World UCITS ETF  FR0010315770 0,30 % synthetisch -7,46% 20,81% 52,38%
HSBC MSCI World UCITS ETF (USD)  IE00B4X9L533 0,15 % physisch (opt. Sampling) -7,32% 21,48% 53,80%
Xtrackers MSCI World UCITS ETF 1D (USD)  IE00BK1PV551 0,19 % physisch (opt. Sampling) -7,34% 20,85% 52,31% 
Quelle: Performance laut Fondsweb.com (KAG-Kurse in Euro); Stand: 19. Januar 2023; Angaben ohne Gewähr.

Thesaurierende ETFs auf den MSCI World Index

ETF ISIN  Laufende Kosten pro Jahr Replikation Performance 1 Jahr Performance 3 Jahre Performance 5 Jahre
Xtrackers MSCI World UCITS ETF 1C (USD)  IE00BJ0KDQ92 0,19 % physisch (opt. Sampling) -7,35% 20,79% 52,24%
iShares Core MSCI World UCITS ETF (USD)  IE00B4L5Y983 0,20 % physisch (opt. Sampling) -7,33% 20,84% 52,36%
SPDR MSCI World UCITS ETF (USD)  IE00BFY0GT14 0,12 % physisch (opt. Sampling) -7,15% 21,07%
Quelle: Performance laut Fondsweb.com (KAG-Kurse in Euro); Stand: 19. Januar 2023; Angaben ohne Gewähr.

MSCI World ETF: Vergleich Sparplan vs. Einmalanlage

Der Blick auf vergangene Krisen zeigt: Wer nahe der Rekordstände in den Aktienmarkt investierte und kurz nach dem Einstieg von einem Börsencrash erwischt wurde, fuhr mit einem ETF-Sparplan meist besser als mit einer Einmalanlage. Grund ist der sogenannte Cost-Average-Effekt. Was es damit genau auf sich hat und warum ein ETF-Sparplan im Moment seine Stärken gegenüber einer Einmalanlage ausspielt, zeigen wir in unserem Youtube-Erklärvideo: 


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