Thailand, Indonesien, Vietnam: Experten sehen großes Potenzial

Geldanlagen in "exotischen" Märkten Thailand, Indonesien, Vietnam: Experten sehen großes Potenzial

Lars Becker
von Lars Becker
08.08.2019
Auf einen Blick
  • Ein starkes Wachstum verzeichnen Länder wie Indonesien, Thailand oder Vietnam.

  • Für Schwellenländer und "Frontier Markets" gilt ein hohes Risiko durch teils niedrige Liquidität.

  • "In Südostasien gibt es vieles, was spannend ist", sagt Ulrich Stephan, Chef-Anlagestratege der Deutschen Bank.
Artikelbewertung
Teilen
Schrift

Thailand, Malaysia, Indonesien – das klingt nach einem exotischen Traumurlaub. Allerdings kann man in den Ländern, die grob zwischen Indien im Westen und südlich von China liegen, auch an der Börse viel Geld verdienen.

Der ETF Xtrackers MSCI Thailand legte in die diesem Jahr etwa 14 Prozent zu. Und auch die Wachstumsaussichten in den Schwellenländern und "Frontier Markets" sind phänomenal: Indonesien beispielsweise könnte bis 2030 in die Gilde der zehn größten Volkswirtschaften der Welt aufsteigen.

Sie möchten mehr über Geldanlagen in exotischen Ländern wissen? Dann abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter!

Bitte geben Sie eine korrekte E-Mail Adresse ein
Unsere Datenschutzerklärung finden Sie hier.

Handelsstreit mit den USA belastet indirekt

"In Südostasien gibt es vieles, was spannend ist. Die ganze asiatische Region entwickelt sich sehr dynamisch", erklärt Ulrich Stephan. Der Chef-Anlagestratege der Deutschen Bank rät aber auch dazu, bei Investments ganz genau hinzuschauen. Schließlich ist die Region über die oft engen Verbindungen zu China direkt oder indirekt vom Handelsstreit mit den USA betroffen.

"Die Amerikaner überlegen zum Beispiel, ob man auch Vietnam mit Sanktionen belegen sollte. Einfach deshalb, weil ganze Logistikketten und viel Produktion in den letzten Jahren von China nach Vietnam gewandert sind", so Stephan.

Das bringt noch mehr Risiko in den "Frontier Market" Vietnam, der sich in den vergangenen Jahren sehr gut entwickelt hat. Der anhaltende wirtschaftliche Aufschwung und die leichtere Zugänglichkeit zum Markt locken ausländische Investoren ins Land.

Das bietet auch für Privatinvestoren Chancen auf weitere Kurszuwächse, die allerdings auf ein genaues Risikomanagement achten sollten. "Deshalb empfehlen sich hier aus meiner Sicht eher aktiv gemanagte Fonds als ETF’s", sagt Stephan.

Lesen Sie auch: Sind ETFs wirklich besser als aktiv gemanagte Fonds?

3
 
Name
ISIN
Wertzuwachs p.a.
 
1.
SEB Russia Fund C
LU0273119544
17,51%
2.
Amundi Fd. Russian Eq. E2 EUR
LU1883868140
15,85%
3.
UBS(Lux)E. F. -China Opp. (USD)P a. USD
LU0067412154
15,19%
Laufzeit: 5 Jahre

Thailand: Wachstum und Währung stark

Thailand ist zum Beispiel ein Wachstumsmotor in der Region. Die Wahlen in diesem Jahr haben gerade die seit Mai 2014 regierende Militärjunta unter General Prayut im Amt bestätigt. Die Menschen honorieren offenbar den Aufschwung mit einem Wachstum von vier Prozent und die Sozialmaßnahmen der Regierung.

In den kommenden 20 Jahren soll sich das Durchschnittseinkommen auf 15.000 US-Dollar verdreifachen, zudem will Thailand im Ranking der glücklichsten Staaten unter die Top-Zehn. Die Infrastruktur wird massiv gefördert und der Tourismus boomt. 

Lesen Sie auch: MSCI World: Die besten ETFs auf den Weltaktienindex

Auch Indonesien ist interessant

Auch Indonesien ist für Investoren einen Blick wert. Der weltgrößte Inselstaat mit 264 Millionen Einwohnern gehört mit einem Wirtschaftswachstum von fünf Prozent zu den Motoren auf dem Globus. "Dazu ist das Land sehr stabil und die Währung wurde aufgewertet", so Stephan.

Dazu fährt die Regierung einen wirtschaftsfreundlichen Kurs mit Prioritäten auf der Entwicklung der Infrastruktur und einem stabilen Haushalt mit dem Abbau von Subventionen. Profitieren kann man zum Beispiel über den Fidelity Funds – Indonesia Fund A, der im Jahresvergleich mehr als zehn Prozent auf Eurobasis zugelegt hat.

"Ganz genau hinschauen"

Auch der Index der 30 größten Unternehmen auf den Philippinen (SET-Index) hat seit seinem Tief im November vergangenen Jahres um mehr als 20 Prozent zugelegt. Eine niedrige Inflation und Zinssenkungen der Zentralbank sorgen für Wachstumsphantasien. Ausländische Fonds haben in diesem Jahr bereits über 400 Millionen US-Dollar in den Markt gepumpt, was den Optimismus unterstreicht. Malaysia will in Zukunft seine Abhängigkeit von China vermindern und mehr eigene Wege gehen.

Auch das reiche Singapur hängt über seine starke Chip-Industrie und andere Zweige am Reich der Mitte. Das Wachstumsziel für das Land wurde gerade auf zwei Prozent gesenkt. "Man muss in der ganzen Region wirklich genau hinschauen", rät Stephan.

  • Biallo-Tipp: Südostasien ist einer der Wachstumsmotoren für die Weltwirtschaft. Kurzfristig wird die Region indirekt vom Handelsstreit mit China belastet, aber mittelfristig sind die Gewinnchancen für Anleger sehr gut. Hier lieber auf aktiv gemanagte Fonds statt ETF Fonds setzen.

Biallo-Lesetipp

Die weiteren Beiträge unserer Serie zu Geldanlagen in "exotischen" Märkten finden Sie hier:

Ihre Meinung ist uns wichtig
Lars Becker
Lars Becker
Autor
Jetzt Artikel bewerten
E-Mail an den Autor
Artikel kommentieren
Lars Becker
Lars Becker
E-Mail an den Autor
Artikelbewertung
Teilen
Drucken
Zur Startseite
Lars Becker
Lars Becker
E-Mail an den Autor
Newsletter
Keine News mehr verpassen
Bitte geben Sie eine korrekte E-Mail Adresse ein:
Unsere Datenschutzerklärung finden Sie hier.

Regeln für das Schreiben von Kommentaren:

  1. Kommentieren Sie sachlich und ohne persönliche Angriffe.
  2. Verfassen Sie keine Beiträge mit strafbarem, diskriminierendem, rassistischem, anstößigem, beleidigendem oder kommerziellem Inhalt und verweisen Sie nicht auf Seiten mit solchem Inhalt.
  3. Stellen Sie weder zu lange Texte noch Bilder ein, außer, wenn es unbedingt nötig ist.
  4. Veröffentlichen Sie keine personenbezogenen Daten Dritter, wie Namen, Adressen, Telefonnummern oder E-Mail-Adressen.
  5. Wenn Sie persönliche Mitteilungen oder Texte anderer Verfasser einstellen oder Kommentare anderweitig veröffentlichen möchten, beachten Sie die Rechte Dritter. Bei einer Verletzung dieser Rechte (z.B. Persönlichkeitsrecht, Urheberrecht, Datenschutz) haften Sie.
  6. Sie haben die Möglichkeit, Ihren Benutzernamen frei zu wählen. Sie sollten aber im eigenen Interesse markenrechtlich geschützte Namen vermeiden.

Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de