Viele Gratisfonds bei Direktbanken

ETF-Sparpläne Viele Gratisfonds bei Direktbanken

Max Geißler
von Max Geißler
07.03.2017
Auf einen Blick
  • ETF-Sparpläne werden bei Anlegern immer beliebter. Viele Online-Broker bieten den ETF-Handel mittlerweile zum Nulltarif an.
  • Der Vorteil eines ETF-Sparplans: Kursschwankungen können über die Laufzeit besser ausgelichen werden, als wenn der gesamte Anlagebetrag auf einmal in den jeweiligen ETF investiert wird.
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Der Vermögensaufbau via Fonds verspricht überdurchschnittliche Renditen - das gilt besonders für Aktien-Indexfonds. Die sogenannten ETFs verursachen nur sehr geringe Kosten und investieren das Geld der Anleger in einen kompletten Börsenindex, zum Beispiel den deutschen Leitindex DAX oder den amerikanischen S&P 500. Ein Börsenindex enthält die wichtigsten Marktführer aus diesem Segment. Indexfonds sind somit breit diversifiziert und mit widerstandsfähigen Papieren bestückt. Über den MSCI Word Index können Anleger zum Beispiel in die nach Marktkapitalisierung größten Aktiengesellschaften der Welt investieren. Dadurch sind Investoren automatisch an Unternehmen wie Apple, Microsoft oder Coca Cola beteiligt.

Consorsbank weitet ETF-Sparpläne aus

Die jüngste Sparplan-Offensive für ETFs startete jetzt die Consorsbank. Die Nürnberger Direktbank bietet seit Februar knapp 300 börsengehandelte Indexfonds für den kontinuierlichen Vermögensaufbau. Die Hälfte davon, nämlich 140 ETF-Sparpläne sind gebührenfrei. Anleger erwerben derzeit alle sparplanfähigen ETFs der Anbieter Comstage (Commerzbank) und Lyxor (Société Générale) zum Nulltarif. Damit offeriert Consorsbank eine der umfangreichsten, kostenfreien ETF-Angebote in Deutschland. Alle großen Aktienindizes können nun auf ETF-Basis gehandelt werden, zum Beispiel Dax-ETFs, MSCI-World-ETFs oder ETFs auf den Euro Stoxx 50.

Die Sparraten starten bereits ab 25 Euro, Einzahlungen sind monatlich, zweimonatlich, viertel- und halbjährlich möglich. Während bei einem ETF-Sparplan zum Nulltarif keine Transaktionskosten anfallen, verursacht ein herkömmlicher Sparplankauf über die Börse bei der Consorsbank 1,5 Prozent pro Rate und Orderhöhe. Ein monatlicher Sparplan über 200 Euro summiert sich demnach auf 30 Euro Kaufgebühr pro Jahr.

DKB jetzt mit 120 Sparplänen zum Nulltarif

Fast genauso viele gebührenfreie ETF-Sparpläne bietet derzeit die Berliner DKB. 120 ETF-Fonds der Emittenten Comstage und iShares (Black Rock) sind derzeit kostenfrei handelbar. Allerdings ist die Aktion zeitlich begrenzt. Bei Neuabschluss eines ETF-Sparplans entfallen bis Ende 2017 jegliche Erwerbsgebühren. Die Aktion ist auf den 31.12.2017 terminiert, aber es kommt häufig vor, dass Banken ihre Angebote kurzfristig verlängern. Aber selbst bei Auslaufen der Aktion bleiben ETF-Sparpläne bei der DKB extrem preiswert. Die Direktbank berechnet die Kaufgebühr nämlich nicht nach der Orderhöhe, sondern mit einem fixen Betrag von 1,50 Euro pro Sparrate. Eine Monatsrate über 200 Euro kostet dadurch nur halb so viel wie bei der Consorsbank. Der Sparplan beginnt ab 50 Euro monatlich.

Biallo-Tipp

Unser Kooperationspartner Fondsdiscount bietet Ihnen die Möglichkeit, bei einer Depoteröffnung rund 19.000 Fonds ohne Ausgabeaufschlag zu handeln. Die Depotführung ist kostenlos. Falls Sie bereits ein Depot bei einem Broker besitzen, können Sie Ihr Portfolio ebenfalls kostenlos auf das Gebührenmodell von Fondsdiscount übertragen. Mit dem Online-Vermittlerwechsel transferieren Sie auch bereits vorhandene Fonds-Sparpläne und handeln die betreffenden Fonds künftig ohne Ausgabeaufschlag. Dadurch erhöhen Sie Ihre Rendite.

Comdirect mit unbegrenzter ETF-Aktion

Die Quickborner Direktbank Comdirect zählt mit über 1.000 handelbaren ETFs zu den Topanbietern in Deutschland. Für 90 ausgewählte ETFs der Anbieter Comstage und Lyxor gelten Sonderkonditionen. Beim Einmalkauf berechnet Comdirect unabhängig von der Oderhöhe nur 3,90 Euro je Fondskauf, im Sparplanmodus sind die Fonds komplett gebührenfrei. Die Aktion läuft im Gegensatz zur DKB auf unbestimmte Zeit. Anleger können zwischen Länder-ETFs, branchenbezogenen ETFs, gemischten ETFs und Renten-ETFs wählen. Fondssparpläne starten bereits ab 25 Euro monatlich. Für kostenpflichtige ETF-Sparpläne berechnet Comdirect analog zur Consorsbank 1,50 Prozent je Sparrate. Positiv: Ähnlich wie bei DKB und Consorsbank fallen für das Wertpapierdepot keine Kosten an.

Maxblue offeriert 110 gebührenfreie ETF-Sparpläne

Der Onlinebrocker der Deutschen Bank hat zwar wesentlich weniger ETFs als Comdirect oder Consorsbank im Angebot, in Sachen Sparplan braucht sich Maxblue aber nicht zu verstecken. Rund 110 ETF-Sparpläne zum Nulltarif offerieren die Frankfurter, darunter befinden sich alle angebotenen ETFs von db x-tracker (Deutsche Bank) und Comstage. Zur Wahl steht die gesamte Indexpalette von Aktien- über Renten- bis hin zu Geldmarktfonds. Sparpläne starten ab 50 Euro im Monat.

Positiv: Die Aktion ist nicht zeitlich begrenzt, zudem verzichtet Maxblue auf Depotgebühren. Ohne Rabattaktion wird es allerdings teuer. Die regulären Transaktionskosten belaufen sich auf 2,50 Euro plus 0,4 Prozent pro Posten. Ein Ratenkauf über 200 Euro kostet demnach 3,30 Euro. Im Jahr sind das immerhin fast 40 Euro. Ein Sparplan, der über 20 Jahre läuft, verschlingt so 800 Euro an Gebühren - diese Kosten muss der Fonds erst einmal hereinholen, bevor Anleger ins Plus kommen.

Biallo-Lesetipp

Wer Renditechancen optimieren will, sollte die Fondsgebühren stärker berücksichtigen. Neben den internen Fondskosten spielen vor allem die Erwerbskosten eine Rolle. Mehr dazu lesen Sie in unserem Artikel "Teure Fonds sind kein Erfolgsgarant".

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Max Geißler
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Max Geißler
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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de