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Auf einen Blick
  • Das Fintech Coindex bietet als erstes deutsches Unternehmen indexbasiertes Investieren mit Kryptowerten an.

  • Das Besondere: Anlegerinnen und Anleger können sich sogar einen monatlichen Krypto-Sparplan einrichten.

  • Gründer und Geschäftsführer Kai H. Kuljurgis erklärt im Interview mit biallo.de, wie das Angebot genau funktioniert und warum sich gerade Kryptowerte als Sparplan anbieten.

  • Übrigens: Bei Eröffnung eines Portfolios winkt ein Willkommensbonus in Höhe von 25 Euro – exklusiv nur für Biallo-Leser.
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Der Hype um die Kryptowährungen nimmt einfach kein Ende und viele Anlegerinnen und Anleger fragen sich, wie sie am Markt am besten partizipieren können. Genau hier kommt das Start-up-Unternehmen Coindex ins Spiel. Biallo.de hat mit Gründer und CEO Kai H. Kuljurgis gesprochen.

Mit Coindex können Privatanleger indexbasiert auf den Kryptomarkt setzen. Wie funktioniert das genau?

Kai H. Kuljurgis: Prinzipiell haben wir uns das Konzept natürlich abgeguckt von erfolgreichen Produkten wie ETF-Sparplänen auf den Dax oder auf den MSCI World und verfolgen damit das gleiche Prinzip. Wir haben unseren eigenen Indexalgorithmus entwickelt, den cdx. Damit auch alles transparent und sicher ist, haben wir unseren Index von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC zertifizieren lassen.

Kai H. Kuljurgis im Interview mit biallo.de
Gründer und CEO von Coindex Kai H. Kuljurgis im Interview mit biallo.de

Um bei Coindex zu investieren, müssen sich Anlegerinnen und Anleger bei uns über die digitale Antragsstecke anmelden und ein Konto bei unserem Partner Sutor Bank eröffnen. Über diese Bankverbindung können sie dann Geld einzahlen und über die Sutor Bank Kryptowerte kaufen. Jetzt kommt der Indexalgorithmus ins Spiel: So wird ein Korb erstellt, den der Anleger dann kauft. Natürlich findet wie üblich bei solchen Indexprodukten ein Rebalancing statt, also eine Anpassung des erworbenen Portfolios. Dabei kann der Anleger entscheiden, ob das Rebalancing monatlich, quartalsweise, halbjährlich oder vielleicht jährlich erfolgen soll.

Wie ist der cdx-Index aufgebaut?

Kuljurgis: Unser Index, der cdx, verfolgt ganz objektiv und datengetrieben kein anderes Ziel, als den Gesamtmarkt abzudecken. Wir verstehen als gesamten Markt immer das, was sich bei Coin-Market-Cap, das zentrale Datenportal im Internet, abspielt. Das möchten wir bestmöglich abbilden. Das heißt also, wenn der Gesamtmarkt beispielsweise einige Prozente verliert, dann wird auch ein indexbasiertes Portfolio von Coindex in ähnlicher Art und Weise Prozente verlieren. Wenn der Markt aber steigt, dann wird auch das indexbasierte Portfolio von Coindex gleichermaßen an Prozenten gewinnen.

Wie entscheiden Sie, welche Krytpowerte in den Index aufgenommen werden?

Kuljurgis: Die Coindex GmbH ist kein reguliertes Finanzinstitut, sondern wir sind Software-Lieferant. Wir entscheiden immer gemeinsam mit unserem Partner Sutor Bank, welche Kryptowerte auf der Plattform Coindex angeboten werden sollen.

Ich nenne mal ein Beispiel: Es gibt einen Kryptowert namens Monero. Dieser legt sehr großes Augenmerk auf Anonymität. Das ist unter anderem ein Kryptowert, den es auf Coindex niemals geben wird. Das wäre mit dem deutschen Geldwäschegesetz nicht vereinbar. Gleiches gilt für Stablecoins, da Stablecoins aus Renditeperspektive nicht so viel Sinn ergeben, weil sie den Zweck verfolgen, möglichst genau eine Fiat-Währung abzubilden. Das bedeutet: Aus Renditesicht gibt es da nichts zu holen.

Wenn es um sogenannte Memecoins geht, gehen wir sehr differenziert vor. Dogecoin beispielsweise ist ein solcher Memecoin – oder zumindest als solcher gestartet. Dahinter steht aber mittlerweile ein sehr fundiertes Projektteam als Stiftung. Also kann man eigentlich hier nicht mehr von einem reinen Meme sprechen.

Kryptowährungen sind allesamt sehr volatil. Anleger brauchen starke Nerven, um kurzfristige Kursrücksetzer von 20 bis 30 Prozent auch mal aussitzen zu können, wie etwa in den vergangenen vier Wochen. Das Gleiche müsste ja dann auch für den cdx-Index gelten, oder?

Kuljurgis: Genau. Also unser Index, wie vorhin erwähnt, verfolgt das Ziel, den Markt abzubilden und wenn der Markt zwanzig Prozent fällt, dann wird unser Index auch in einer vergleichbaren Größenordnung fallen.

Wo werden Ihre Kryptowerte verwahrt?

Kuljurgis: Die erworbenen Kryptowerte gehen mittels unserer Software automatisch in die treuhänderische Verwahrung bei einer in Deutschland regulierten Verwahrstelle. Das ist das Bankhaus von der Heydt. Damit fallen dann die Kryptos unter Sondervermögen. Natürlich können Anlegerinnen und Anleger die Kryptowerte jederzeit abziehen und auf ein eigenes Wallet transferieren.

Birgt das Investment in Kryptowährungen gerade für Anfänger nicht ein sehr hohes Risiko?

Kuljurgis: Wie bei jedem Investment, sollte man sich im Klaren darüber sein, was man da macht. Daher ist es für uns immens wichtig, Aufklärung zu betreiben und vor allen Dingen auch zielgruppengerechte Aufklärung zu betreiben. Und Hand aufs Herz: Wie viele Anleger verstehen die Hintergründe und Abläufe, wenn sie in den Dax investieren?

Was aus meiner Sicht viel zu wenig besprochen wird, ist der große Unterschied zwischen einfacher Benutzeroberfläche und einem einfachen Produkt. Durch die ganzen Neobroker wurde für viele der Einstieg ins Trading deutlich vereinfacht – auch ohne Vorkenntnisse. Die machen einen super Job, haben super Apps und einfache Benutzeroberflächen. Einsteiger können ganz leicht ein Konto eröffnen, müssen aber dann aus hunderten oder tausenden verschiedenen Assets auswählen. Da soll man jetzt entscheiden, was das richtige Investment für einen ist. Aus diesen Geschichten entstehen unserer Meinung nach, diese tragischen Fälle, von denen man dann aus den USA hört, wo sich Menschen so verzocken, dass sie sich schlimmstenfalls am Ende das Leben nehmen.

Sie ermöglichen auch, in Krypto-Sparpläne zu investieren. Damit dürften Sie wohl der einzige Anbieter in Deutschland sein. Warum eignen sich Kryptowährungen ihrer Meinung nach gerade als Sparplan?

Kuljurgis: Anlegerinnen und Anleger können entweder direkt bei der Einrichtung von einem Portfolio einen Sparplan einrichten. Man kann aber auch zunächst ein Portfolio erstellen, fünfzig Euro einzahlen und dann jederzeit später einen Sparplan einrichten oder die Rate anpassen. Die Mindestsparrate liegt hierbei bei einem Euro. Damit können sich Anleger für einen kleinen Betrag das gesamte Marktpotenzial sichern.

Wir verstehen uns nicht als Anbieter, wo es um schnelles Kaufen, Verkaufen, Spekulationen und Preisalarme geht, sondern bei uns geht es darum, sich die Performance von diesem Markt langfristig zu sichern. Bei uns sollte man im Rahmen von Jahren denken.

Gerade in volatilen Märkten, wie es bei Kryptowährungen der Fall ist, kann ein Sparplan seine Stärken voll ausspielen – dank dem Cost-Average-Effekt.

In vielen Ländern arbeiten Regierungen und Aufsichtsbehörden an strengeren Regeln für den Handel mit Kryptowährungen. Im Frühjahr hat die Türkei den Krypto-Handel komplett verboten. Im September zog China nach. Indien könnte in Kürze folgen. Was bedeutet das für den Kryptomarkt?

Kuljurgis: Darüber machen wir uns eigentlich überhaupt keine Sorgen. Von China gibt es dann immer diesen Witz, was sie denn dieses Mal genau verboten haben. Da gibt es eine schöne Aufstellung, welche Verbote es bereits gab oder zumindest angekündigt wurden. Der Effekt hielt sich immer in Grenzen.

Mit dem Blick auf Europa und Deutschland denke ich, dass es eine breitere Adaption gibt. In Deutschland haben wir, in Form der FDP, mittlerweile auch Fürsprecher zum Thema in der Bundesregierung. Auf europäischer Ebene gibt es die MiCA, also Markets in Crypto-Assets Regulation, die an die MiFid-Regulation angelegt ist, die das für Wertpapiere regelt.

Es wird in Zukunft natürlich Regulierungen geben und einige davon werden der Kryptoszene auch nicht gefallen. Hier muss der Gesetzgeber sehr genau aufpassen, dass man sich als Standort nicht die Zukunftschancen verbaut.

Viele werden vielleicht bereits davon gehört haben, dass es vom Bundesministerium für Finanzen so ein Entwurfschreiben gibt, was sich unter anderem mit der Besteuerung von Kryptowerten befasst. Da gibt es nach wie vor viele Vorteile, die es ermöglichen, eventuelle Profite aus dem Verkauf von Kryptowerten steuerfrei zu realisieren. Da müssen sich ein paar Sachen ändern. Aber ich denke, das ist ein normaler Prozess. Also ich bin hundert Prozent davon überzeugt, dass Kryptowährung weder verschwinden noch verboten werden.

Wo sehen Sie Coindex in drei Jahren?

Kuljurgis: Wir sind erst im Sommer dieses Jahres an den Start gegangen und sind daher noch ganz am Anfang. Wir probieren gerade verschiedene Marketing-Kanäle aus und lernen ganz viel über die Nutzerinnen und Nutzer, die sich für Coindex interessieren. Es wird zudem auch bald eine Mobile-App geben. Wir arbeiten daran, unsere Mission zu verfolgen und den massentauglichen und niedrigschwelligen Zugang zu Krypto-Assets zu bieten. Daher denke ich, dass in den nächsten drei Jahren sicherlich einiges passieren wird.

Herr Kuljurgis, vielen Dank für das Gespräch!

Risikohinweis: Die Anlage in Kryptowerte ist aufgrund ihrer Volatilität mit großen Risiken verbunden. Im schlimmsten Fall droht der Totalverlust. Biallo.de empfiehlt Anlegerinnen und Anlegern nicht mehr als fünf Prozent ihres Portfolios in Kryptowerte zu investieren.

Über den Autor Kevin Schwarzinger
Jahrgang 1988, studierte Geschichte und Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und war währenddessen bereits als Werkstudent bei biallo.de angestellt. Seit 2016 ist er Mitglied der Redaktion und verfasst dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publiziert er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.
  Kevin Schwarzinger