Carsharing: Daimler und BMW machen gemeinsame Sache

Mobilität Carsharing: Daimler und BMW machen gemeinsame Sache

Ines Baur
von Ines Baur
29.01.2018
Auf einen Blick
  • BMW und Daimler verhandeln hinter den Kulissen: Die Carsharing-Dienste Car2go und Drive Now sollen fusionieren.

  • Car2go bietet rund 14.000 Fahrzeuge in 26 Städten von acht Ländern. Die Flotte von Drive Now umfasst aktuell 6.000 Fahrzeuge an 13 europäischen Standorten.
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Daimler und BMW wollen nach einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" ihre Carsharing Töchter Car2go und Drive Now zusammenlegen. Jedes Unternehmen soll dabei für sich weiter bestehen. Die Angebote sollen zur besseren Auslastung auf einer gemeinsamen Internet-Plattform gebündelt werden.

Sind die Verhandlungen erfolgreich, könnte die Fusion bereits im Februar bekannt gegeben werden. Bisherige Hürde: Autovermieter Sixt, der 50 Prozent an Drive Now hält. Doch Sixt steigt aus dem gemeinsamen Projekt aus und verkauft seine Anteile an den Autobauer. Der Preis beläuft sich auf 209 Millionen Euro, wie der Autovermieter mitteilte. Allerdings müssen die Kartellbehörden einem Verkauf noch genehmigen, dies werde im Lauf des zweiten Quartals erwartet.

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Über ihre Carsharing-Dienste vermieten BMW und Daimler per App Autos. Das Anmieten funktioniert – im Gegensatz zum klassischen stationierten Autoverleih – ohne feste Abhol- oder Rückgabeplätze. Das sogenannte Free-Floating findet in der Regel innerhalb von Stadtgrenzen statt. Problem: Mangelnder Parkraum für die gemeinschaftlich genutzten Fahrzeuge.

Mit dem Carsharing Gesetz vom 1.September 2017 möchte der Gesetzgeber Kunden die Parkplatzsuche in den Städten erleichtern. Denn die örtlichen Straßenverkehrsbehörden sollen einen Sonderparkraum für die Leihfahrzeuge ausweisen und diesen von Gebühren befreien dürfen. Carsharing-Zielgruppe sind vorwiegend junge Leute, die sich entweder keinen Neuwagen leisten können oder wollen.

Gemeinsam gegen die Konkurrenz

Mit dem Zusammenschluss wollen sich die Konzerne nicht zuletzt als schlagkräftiger Dienstleister gegen die Konkurrenten Uber und den chinesische Mitfahrdienst Didi positionieren. Das Free-Floating beim Carsharing gewinnt immer mehr Fans. Ob Carsharing in den vergangenen Jahren für die Konzerne Profit abwarf, ist nicht bekannt. Riesige Gewinne dürften bisher nicht rausgesprungen sein, denn zu Umsatz, Gewinn oder Verlust äußerten sich die Firmen bisher nicht.

Car2go hat eine Fahrzeugflotte von rund 14.000 Fahrzeuge in 26 Städten in Europa, Nordamerika und Asien. Derzeit zählt das Unternehmen rund drei Millionen aktive Kunden. Spitzenreiter unter den kundenreichsten Städten sind Chongqing in China (234.000 Kunden), Berlin (219.000 Kunden) und Madrid (190.000 Kunden). In Deutschland sind in sieben Städten mehr als 3.700 Fahrzeuge im Einsatz. Die Abrechnung erfolgt im Minutentakt. Tarife finden Sie hier.

Drive Now ist aktuell mit rund 6.000 Fahrzeugen an 13 Standorten mit etwa eine Million Kunden in Europa vertreten. In Deutschland sind München, Berlin, Düsseldorf, Köln und Hamburg mit Fahrzeugen bestückt. Andere Städte in Europa sind Wien, London, Kopenhagen, Stockholm, Mailand und Brüssel. Tarife finden Sie hier.

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Wachstumsmarkt Carsharing

Nach einer Studie des Unternehmensberaters McKinsey wächst der Carsharing und Taxi-App-Markt jährlich um bis zu 28 Prozent. 2016 beliefen sich die Umsätze von Carsharing und App-basierten Taxi- und Transportdiensten auf 53 Milliarden US-Dollar. Voraussetzung für dieses Wachstum ist die schrittweise Einführung von "Robotaxis".

Rund zwei Drittel aller in der Studie befragten Kunden wollen in Zukunft immer öfter auf die neuen Services zurückgreifen. So das Ergebnisse der Studie, für die 2.000 Kunden in zehn US-amerikanischen Städten befragt wurden.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de