Hoffnung für Bausparkunden

Bauspar-Bonus Hoffnung für Bausparkunden

Thomas Brummer (ehemaliger Mitarbeiter)
von Thomas Brummer (ehemaliger Mitarbeiter)
14.03.2017
Auf einen Blick
  • Bausparkassen wollen teure Alt-Kunden loswerden, etwa mit einem Bonus.

  • Geht nicht, sagen die Richter des Oberlandesgerichts Celle.
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Was einmal gut für Verbraucher war, drohte nun zum Boomerang zu werden: Bonuszahlungen für Bausparkunden. Hintergrund: Verträge, die nicht allzu weit von der Zuteilungsreife entfernt sind, sollen so die Grenze von – je nach Vereinbarung - 30, 40 oder 50 Prozent der Bausparsumme erreichen. Ist ein Bausparvertrag seit zehn Jahren zuteilungsreif, können sich Bausparkassen von ihren teureren Altkunden trennen. Denn diese nutzen den Bausparer häufig als attraktive Geldanlage aus Zeiten hoher Zinsen. So kam es in den vergangen Jahren zu rund 260.000 Kündigungen. Sollte Ihr Bausparer aufgrund einer Bonuszahlung plötzlich zuteilungsreif werden, sollten Sie nicht gleich zustimmen.

Das belegt etwa ein Urteil aus Celle. Beim dortigen Oberlandesgericht (Az.: 3 U 232/16) hatten die Richter im Sinne der betroffenen Bausparkunden entschieden: Solange die Aufnahme eines Bauspardarlehens möglich sei, dürfe die Bausparkasse den Vertrag nicht kündigen, sei es noch so wirtschaftlich unsinnig. Eine Vollbesparung kann nicht durch Anrechnung zukünftig anfallender Bonuszinsen konstruiert werden. Die Bonuszinsen fallen erst mit Ablehnung der Inanspruchnahme des Bauspardarlehens an. Dafür bedürfe es einer expliziten Willenserklärung des Bausparers. Solange diese nicht geschehen ist, dürften die Bonuszinsen nicht mit dem Guthaben addiert werden. Eine Kündigung nach Paragraf 488 Absatz 3 BGB wäre erst dann rechtens, wenn die Bausparsumme erreicht wäre.

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Jahrgang 1985, schloss eine kaufmännische Ausbildung ab. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und war währenddessen als Werkstudent bei LV 1871 und Wealthcap (Fondsgesellschaft von Unicredit) tätig. Nach Beendigung des Studiums schrieb er für das Anlegermagazin „Der Aktionär“. Im Anschluss absolvierte er eine Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf.

Von Januar 2014 bis Januar 2018 war er bei biallo.de und verfasste dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publizierte er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de