Preisanstieg in Großstädten ungebrochen

Immobilienboom Preisanstieg in Großstädten ungebrochen

03.03.2017
Auf einen Blick
  • Die Preise für Wohnungen und Häuser in deutschen Großstädten klettern unaufhaltsam bergauf.
  • Ein Ende des Immobilienbooms ist nicht in Sicht.
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Nach Ermittlungen des Immobilienspezialisten Jones Long Lasselle (JLL) stiegen die Kaufpreise für Wohnimmobilien in begehrten Großstädten im vergangenen Jahr erneut um zehn Prozent an. Seit 2004 ergibt sich eine Teuerung zwischen 56 Prozent in Köln und 115 Prozent in Berlin. Die Explosion der Immobilienpreise übersteigt inzwischen deutlich den Zuwachs bei Mieten: Diese legten 2016 in den untersuchten Metropolen (Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Düsseldorf, Stuttgart und Leipzig) nur um durchschnittlich acht Prozent zu. Insgesamt beläuft sich der Mietpreisanstieg seit 2004 zwischen 26 Prozent in Köln und 69 Prozent in Berlin.

Auf Jahressicht verteuerten sich die Angebots-Kaufpreise für Eigentumswohnungen in Stuttgart mit knapp 17 Prozent am stärksten. Auch Leipzig (13 %), Frankfurt (11 %) und Berlin (10 %) verzeichneten hohe Anstiege. Um acht Prozent gingen die Preise in München und Köln nach oben. Immer noch kräftig, aber deutlich schwächer als in den anderen untersuchten Städten stiegen die Preise in Hamburg (6 %) und Düsseldorf (5 %). "Der vorhandene Nachfrageüberhang und die geringe Bautätigkeit in den untersuchten Großstädten lassen eine rückläufige Preisentwicklung, auch mittelfristig, unwahrscheinlich erscheinen", so Sebastian Grimm, Team Leader bei JLL in Frankfurt/M.

Der anhaltende Immobilienboom beunruhigt die Bundesregierung. Als Vorsichtsmaßnahme gegen ein Platzen der Immobilienblase will sie die Finanzaufsicht Bafin mit neuen Handlungsspielräumen ausstatten. So soll die Behörde künftig höhere Hürden bei der Vergabe von Immobilienkrediten vorschreiben dürfen.

(mg)

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de