Immobilienboom Auch auf dem Land ziehen die Preise an

22.02.2017
Auf einen Blick
  • Der Immobilienhype treibt die Preise nicht nur in Großstädten.

  • Auch auf dem Land wird’s teurer. Eine Preisblase ist nicht in Sicht.
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Auch wenn die Bundesbank und einige Forschungsinstitute vor Preisblasen warnen: Die Nachfrage nach Wohneigentum in Deutschland ist ungebrochen. Wie der Arbeitskreis der Gutachterausschüsse schätzt, sind im vergangenen Jahr Immobilien im Wert von mehr als 200 Milliarden Euro über den Tisch gegangen. Dabei seien nicht nur Zuwächse in den Großstädten zu verzeichnen gewesen, sondern auch in ländlichen Regionen. So legten zum Beispiel im eher ländlich geprägten Thüringen die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser im Vergleich zum Vorjahr um sieben Prozent zu, im urbanen Hamburg war es 2015 rund doppelt so viel.                                

Die Zahlen basieren vor allem auf abgeschlossenen Kaufverträgen, die von den Arbeitskreisen analysiert werden. Die Gutachter verzeichneten in jüngster Zeit eine Zunahme der verkauften Mehrfamilienhäuser, was auf ein verstärktes Interesse großer Investoren am Wohnungsmarkt hindeutet. Von Kaufzurückhaltung sei derzeit nichts zu spüren, berichtet Peter Ache, Geschäftsstellenleiter des Arbeitskreises Gutachterausschüsse. Vielmehr würden Investoren eher Abstriche bei der Rendite in Kauf nehmen, als auf den Kauf selbst zu verzichten. Denn der Immobilienwert sei wenigstens sicher und das Geld einigermaßen rentabel angelegt.   Achte geht nicht davon aus, dass die Preise in den Städten in absehbarer Zeit zurückgehen. Und auch in ländlichen Gebieten mit guter Infrastruktur dürften sie mindestens stabil bleiben.

Hauptursache für die weiterhin hohe Nachfrage nach Wohnimmobilien sind die niedrigen Zinsen. Selbst wenn das Zinsniveau leicht steigen würde, sei längst nicht die Schwelle erreicht, bei dem Privatkäufer und Kapitalanleger nicht mehr investieren würden, so Achte. Die Gutachterausschüsse sehen derzeit keine Gefahr einer Immobilienblase, auch wenn der Immobilienmarkt in einigen Städten überhitzt sei. Niedrigzinsen halten die Kreditnachfrage auf hohem Niveau. (MG)

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de